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Grau ist dieser Ort nur auf den ersten Blick. Der Bunker an Hamburgs Feldstraße ist Betonkoloss und Mahnmal zugleich und inzwischen ein vertikales Versprechen: auf Stadt, auf Wandel, auf Genuss.
 
Denn wer hier im Reverb by Hard Rock Hotel Hamburg übernachtet, schläft nicht einfach in einem Hotelzimmer, sondern in einem Stück Stadtgeschichte. Und wer noch obendrein im Karo & Paul speist, erlebt, wie sehr sich Vergangenheit und Gegenwart an einem Tisch versöhnen können.
 
Auf geht’s zu(m) Karo & Paul / © Redaktion FrontRowSociety.net

Willkommen bei Karo & Paul

Schon der Name der Restaurants samt Bar ist ein kleines Feuilleton für sich. Karo & Paul – das klingt nach Nachbarschaft, nach Handschlag über die Straße hinweg. Gemeint sind das Karolinenviertel und St. Pauli, zwei Stadtteile, die unterschiedlicher kaum sein könnten und doch seit jeher ineinanderfließen. Das Kreative und das Raue, das Szenige und das Bodenständige. Genau dort verortet sich dieses Restaurant: zwischen Atelier und Kiezkneipe, zwischen Hotelkomfort und Hamburger Alltag.

Das Karolinenviertel trennt nur eine Straße vom Stadtteil St. Pauli, … / © Redaktion FrontRowSociety.net
… dessen Stadion sich direkt neben dem Bunker befindet / © Redaktion FrontRowSociety.net

Man sitzt am liebsten oben auf der Empore. Jedoch nicht abgehoben, sondern erhöht. Das ist der feine Unterschied. Bei Karo & Paul geht es leger zu, geradezu unaufgeregt. Vor den Fenstern leuchtet das Millerntor-Stadion, meist stolz erhellt, so dass die Stimmung des Lichtes sich im Restaurant widerspiegelt. Dreimal im Jahr verwandelt sich der Blick: Dann breitet sich der Hamburger Dom vor dem Bunker aus. Zu dieser Zeit dominiert das flirrende Lichtermeer aus Fahrgeschäften, Zuckerwattebuden und Erinnerung den Blick nach draußen. Drinnen aber bleibt es ruhig, konzentriert und angenehm zwanglos.

Am Abend wird es stimmungsvoll im Karo & Paul / © Redaktion FrontRowSociety.net
Das kulinarische Konzept folgt demselben Flow. Keine steife Dramaturgie, kein Zwang zur Reihenfolge. Sharing ist das Prinzip. Teilen ist die Geste, die erneut den Bogen zu Nachbarschaft und Miteinander schlägt. Die Gerichte kommen in die Mitte des Tisches, werden weitergereicht, kommentiert und verglichen. Essen als Gespräch, fast wie daheim.
 
Jeder Platz wird zum Lieblingsplatz, wenn man mit dem richtigen Menschen im Karo & Paul sitzt / © Redaktion FrontRowSociety.net

Gerichte aus Hamburgs Mitte

Es beginnt mit Brot, wie so oft, aber selten so selbstverständlich gut. Sauerteig-Ciabatta von der Bäckerei Gaus, dazu die legendäre Bunkerbutter: grau gefärbt mit Aktivkohle, in der Mitte des Würfels versteckt sich eine frische Kalamansi-Mousse. Ein kleiner Kontrast, säuerlich, cremig, überraschend leicht. Wer hier noch an Effekthascherei denkt, wird schnell eines Besseren belehrt.

Auftakt mit Sauerteigbrot und Bunkerbutter / © Redaktion FrontRowSociety.net

Das Tatar vom Weiderind zeigt Haltung. Es ist fein geschnitten, wird von einer Sauce aus Quitte und Eigelb bekleidet und mit einem knusprigen Tapioka-Chip serviert. Süße, Säure, Tiefe: alles ist da, nichts ist zu viel. Daneben ein Steckrüben-Carpaccio, hauchdünn aufgeschnitten, mit einer Creme aus Steckrübe, Apfel und Ziegenkäse. Bodenständig? Ja. Langweilig? Kein bisschen.

Nur ein Häppchen: Tatar vom Weiderind / © Redaktion FrontRowSociety.net
Steckrüben-Carpaccio: lecker, nicht langweilig / © Redaktion FrontRowSociety.net

Dann dieser Moment, in dem man lächelt: Toast Hawaii. Ein Gericht, das kaum mehr ironische Distanz verträgt, aber hier oben super funktioniert. Im Rahmen einer Fernsehsendung wurde er einst kreiert, nun kommt er leicht verändert auf den Tisch: mit Deichkäse, Katenschinken und natürlich der unvermeidlichen Cocktailkirsche. Ein Augenzwinkern an deutsche Kulinarikgeschichte, das erstaunlich ernsthaft schmeckt.

Toast Hawai mal anders / © Redaktion FrontRowSociety.net

Wer sich für die geflämmte Makrele in Sojasauce mit luftigem Chorizo-Schaum entscheidet, schlägt die Brücke zwischen Nord und Süd, oder besser: zwischen Hafen und Tapasbar. Zum Schluss wird es noch mal ganz Hamburg-alike mit dem Franzbrötcheneis, Apfel aus dem Alten Land samt Knusper. Die Hansestadt in Dessertform, ohne Tamtam, aber mit Seele.

Unter dem Schaum verbirgt sich die Makrele / © Redaktion FrontRowSociety.net
Und zum guten Schluss wartet noch ein Franzbrötcheneis / © Redaktion FrontRowSociety.net
All das geschieht in einem Rahmen, der bewusst entspannt bleibt. Das Serviceteam ist präsent, kompetent, aber nie aufdringlich. Die Weinkarte setzt auf Deutschland und Österreich. Eine sehr kluge Entscheidung, die zur Küche passt und den Abend erdet. Verantwortlich für diese Balance sind Restaurantleiter Toni Juhl und Sous-Chef Leon Gosing. Ihre Handschrift prägt das Erlebnis Karo & Paul.
 
Bei Restaurantleiter Toni Juhl sind die Gäste in guten Händen, … / © Redaktion FrontRowSociety.net
… wie auch bei Sous-Chef Leon Gosing / © Redaktion FrontRowSociety.net
Doch nach dem Essen muss es nicht direkt nach Hause oder ins Hotelzimmer gehen. Im Erdgeschoss befindet sich die Bar des Karo & Paul, die mit frischen Cocktails und ungezwungenem Ambiente punktet. Sie ist der richtige Ort für Gespräche, die länger dauern dürfen.
 
Apero oder Absacker? Auch im zweiten Restaurtant „La Sala“ des Bunker Hotels wird in der Bar serviert / © Redaktion FrontRowSociety.net

La Sala – Noch mehr Genuss im Bunker St. Pauli

Ganz oben, quasi direkt unter Hamburgs Himmel, bietet das Hard Rock Hotel selbst mit dem La Sala ein weiteres Restaurant für unverhoffte Gaumenfreuden. Mediterrane Küche mit dem Blick nach Spanien und dazu die passende Atmophäre aus Lebhaftigkeit und Geselligkeit. Auch hier wird wieder geteilt, was auf den Tisch kommt. Einfach herrlich, familiär und lecker. Doch so vielseitig das Angebot auch ist – das eigentliche Finale wartet ganz oben.

Das Restaurant La Sala befindet sich in der obersten Etage des REVERB by Hard Rock Hamburg / © Redaktion FrontRowSociety.net
Auch hier gibt es jede Menge Genuss wie etwa Labskaus 2.0 … / © Redaktion FrontRowSociety.net
… oder Austern mit Kartoffelstroh / © Redaktion FrontRowSociety.net

Die Dachterrasse des Bunkers ist mehr als ein Aussichtspunkt. Sie ist ein Statement. Hier speist man über den Dächern Hamburgs, sieht die Stadt atmen, den Hafen glimmen, den Kiez pulsieren. Ganz oben erlebt man Hamburg nicht nur horizontal, sondern vertikal. Vom Betonfundament bis zum Himmel.

Immer wieder auf’s Neue beeindruckt die Aussicht über Hamburg … / © Redaktion FrontRowSociety.net
… wenn man die grüne Spitze des Bunkers erklommen hat. Und hinter den Glascheiben links befinden sich Bar und Restaurant Karo & Paul / © Redaktion FrontRowSociety.net

Jedes gastronomische Outlet im Bunker St. Pauli gibt Raum für lässiges Socializing, geteilte Teller und den leisen Luxus, zur richtigen Zeit am richtigen Ort zu sein. Und vielleicht ist genau das die größte Leistung, insbesondere von Karo & Paul. So verlässt man den Bunker und denkt nicht mehr an seinen Ursprung, sondern an Geschmack und eine gute Zeit.

Neugierig auf das Reverb by Hard Rock Hotel Hamburg geworden? Hier geht es zu unserem Artikel: Bunkerhotel Hamburg St. Pauli: Übernachten in einem Lost Place

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