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Sardinien schmeckt nach Meer, nach sonnenverwöhnten Tomaten, frischem Brot, Olivenöl und Kräutern. Es schmeckt aber auch nach langen Abenden am Tisch, nach Familienrezepten und nach einer Küche, die mit erstaunlich wenigen Zutaten auskommt. Genau dieses Sardinien steckt in „Sardinien – Das Kochbuch“ von Francesco Mattana.

Das Buch ist weniger ein klassisches Kochbuch als eine kleine kulinarische Reise über die Insel. Über 90 Rezepte führen durch die sardische Esskultur – von kleinen Häppchen zum Aperitivo über Pasta und Pizza bis zu Fisch, Fleisch, Gemüse und traditionellen Süßspeisen. Dazu kommen sardische Brotspezialitäten und Rezepte, die zeigen, wie vielfältig die Küche einer Insel sein kann.

Sardinien – das authentische Kochbuch von Francesco Mattana / © Redaktion FrontRowSociety.net

Kochen wie bei Nonna

Francesco Mattana kennt diese Küche aus erster Hand. Er wuchs auf Sardinien in einer kochbegeisterten Familie auf und lernte das Kochen von den Frauen seiner Familie. Seine kulinarische Laufbahn führte ihn zunächst durch die Gastronomie Sardiniens und Australiens. Später zog er nach Großbritannien, wo er an renommierten Kochschulen unterrichtete und schließlich als Chefkoch und Lehrer an Jamie Olivers Cookery School arbeitete. Heute gibt Mattana Kochkurse und Events in Großbritannien und Sardinien.

Das merkt man dem Buch an. Die Rezepte wirken nicht überstrapaziert, sodass man ohne mehreren Jahren Kocherfahrung diese in Angriff nehmen kann. Mattana erklärt verständlich und gibt Tipps, die auch weniger geübten Köchen Mut machen. Selbst handgemachte Pasta und Brot verlieren dadurch ein wenig ihren Schrecken.

Mattana gibt Tipps, die auch gelingen / © Redaktion FrontRowSociety.net

Eine Insel auf dem Teller

Besonders schön ist die Mischung aus bekannten italienischen Klassikern und sardischen Spezialitäten. Da stehen gefüllte Zucchiniblüten und Bruschetta neben Fregola, Fischgerichten, Fleischbällchen und traditionellen Dolci. Die Rezepte erzählen dabei ganz nebenbei von den unterschiedlichen Landschaften und Einflüssen der Insel. Sardinien ist schließlich nicht einfach nur mediterran. Die Küche der Küstenorte unterscheidet sich von jener des bergigen Inselinneren, und auch die Geschichte hat ihre Spuren hinterlassen. Ein schönes Beispiel ist die katalanisch geprägte Küche von Alghero im Nordwesten der Insel.

Auch so schmeckt Sardinien / © Redaktion FrontRowSociety.net

Dazu kommen stimmungsvolle Fotografien von Landschaften, Menschen und Gerichten. Sie machen Lust, das Buch zunächst einfach durchzublättern und irgendwann festzustellen, dass man bereits die Einkaufsliste für das nächste sardische Abendessen im Kopf hat.

Rezepte so einfach, so lecker / © Redaktion FrontRowSociety.net

Sardinien als Lebensgefühl

Mattana schaut dabei auch auf das Leben hinter den Rezepten: saisonale Produkte, frische Zutaten, gutes Olivenöl und Zeit für das gemeinsame Essen. Sardinien gehört zu den sogenannten Blue Zones, in denen besonders viele Menschen ein hohes Alter erreichen. Das Buch macht daraus allerdings keinen Ernährungskurs. Viel angenehmer: Es zeigt, wie selbstverständlich Genuss, Geselligkeit und eine einfache, gute Küche miteinander verbunden sein können.

Dieses Kochbuch will Sardinien nicht auf ein paar Klischees reduzieren. Francesco Mattana lädt vielmehr dazu ein, die Insel über ihre Küche kennenzulernen. Man kann nach Rezept kochen, Zutaten entdecken oder sich einfach inspirieren lassen.

Gemüse auf sardische Art / © Redaktion FrontRowSociety.net

„Sardinien – Das Kochbuch“ ist damit ein Buch für alle, die sich ein Stück Insel auf den Teller holen möchten. Am besten mit Freunden am Tisch, einer Flasche sardischem Wein im Kühler und genügend Zeit. Denn genau darum geht es bei Mattana: gutes Essen soll satt machen – vor allem aber soll es Menschen zusammenbringen.

Titel: Sardinien
Verlag: DK Verlag, München
ISBN: 978-3-8310-5353-7
Erscheinungsjahr: 2026
Autor/in: Francesco Mattana

Die Recherche erfolgte aufgrund der Zurverfügungstellung eines Rezensionsexemplares. Der Inhalt wurde unabhängig erstellt; eine Einflussnahme fand nicht statt.