Barcelona wie es wirklich ist
Mitsch richtet den Blick auf Orte, die dem rasanten Wandel des urbanen Raums bislang standgehalten haben. In einer Zeit, in der internationale Ketten vielerorts das Stadtbild dominieren, porträtiert der Band Familienbetriebe, Werkstätten und Fachgeschäfte, die oftmals seit mehreren Generationen bestehen. Die großformatigen Fotografien von Benito Barajas dokumentieren nicht nur die Waren und Interieurs dieser Häuser, sondern vermitteln zugleich die Atmosphäre einer Stadt, die ihre kulturellen Wurzeln bewahrt hat.

Die Auswahl der vorgestellten Geschäfte verdeutlicht die Vielfalt des örtlichen Gewerbes. Den Leser:innen begegnen traditionsreiche Anbieter von Herrenmode, spezialisierte Porzellan- und Keramikwerkstätten sowie Häuser, die regionale Delikatessen und kulinarische Spezialitäten anbieten. Dabei steht weniger das Produkt als die Geschichte dahinter im Mittelpunkt. Die porträtierten Unternehmerinnen und Unternehmer verkörpern ein Verständnis von Qualität, Handwerk und persönlicher Beratung, das in vielen europäischen Innenstädten zunehmend verschwunden ist.


Was macht das Buch so besonders?
Die Stärke des Buches liegt dabei nicht allein in der sorgfältigen Auswahl seiner Protagonisten, sondern auch in seinem Blick auf Barcelona als Stadt des Genusses und der Authentizität. Die vorgestellten Geschäfte fungieren als Spiegel eines urbanen Lebensgefühls, das von Qualität, Individualität und lokaler Verwurzelung zeugt. So findet sich zwischen den Buchdeckeln ein herzerwärmendes Porträt der katalanischen Metropole, das keine touristische Klischees bedient
Zugleich berauscht die Bildsprache des Bandes Feine Läden Barcelona. Man könnte fast sagen, hier handelt es sich um eine dokumentarische Bestandsaufnahme eines oftmals übersehenen Barcelona.
Titel: Feine Läden Barcelona
Verlag: Frederking & Thaler, München
ISBN: 978-3-95416-458-5
Erscheinungsjahr: 2026
Autor/in: Stephan Mitsch, Benito Barajas
Die Recherche erfolgte aufgrund der Zurverfügungstellung eines Rezensionsexemplares. Der Inhalt wurde unabhängig erstellt; eine Einflussnahme fand nicht statt.
































































