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Pilze haben gerade Hochsaison – zumindest in den Kochbüchern. Moritz Schmid geht allerdings einen Schritt weiter: Für ihn sind Pilze keine herbstliche Beilage zum Wildbraten, sondern eine eigene mykotische Welt.

Und genau diese Welt möchte er mit seinem neuen Kochbuch „Pilze, Pilze, Pilze“ öffnen. Das Ergebnis ist eine ziemlich unterhaltsame Mischung aus Pilzkunde, Naturerlebnis und vegetarischem Kochbuch.

Vegetarische Leckerbissen satt gibt es im Kochbuch „Pilze, Pilze, Pilze“ / © Redaktion FrontRowSociety.net

Ein Pilzfluencer kommt zu Wort

Schmid ist Pilzsachverständiger, Pilzcoach der Deutschen Gesellschaft für Mykologie und leidenschaftlicher Hobbykoch. Bekannt wurde der ehemalige Werbefotograf vor allem als „Pilzfluencer“ mit seinem Instagram-Account @intothewoods_mushrooms. Seine Begeisterung für die kleinen Waldwesen ist dabei durchaus ansteckend. Schmid beschreibt Pilzesammeln als Quelle für Glück und Entschleunigung und hat seine frühere berufliche Energie ganz der Natur und den Pilzen gewidmet.

Sein neues Buch ist deshalb konsequent aufgebaut: Pilzzeit ist das ganze Jahr. Die 272 Seiten sind nach den vier Jahreszeiten gegliedert. Zu jeder Saison stellt Schmid passende Wald- und Zuchtpilze vor, erklärt ihre Besonderheiten und zeigt anschließend, was daraus in der Küche werden kann. Die Pilzporträts sind angenehm kompakt und verbinden Wissen über das Sammeln mit praktischen Informationen zur Verwendung.

Pilze rund ums Jahr gibt’s bei Moritz Schmid / © Redaktion FrontRowSociety.net

Pilze auf den Tisch

Und dann wird gekocht. Mehr als 80 vegetarische Rezepte zeigen, wie weit sich die Pilzküche von Champignonrahm und Pilzrisotto entfernen kann. Da gibt es Pilzdöner, Pilz-Sushi, Pfifferlingsalat, Fritto Misto von der Krausen Glucke oder violetten Lacktrichterling mit Rösti und Schmand. Besonders spannend ist ein geflämmter Steinpilz auf getrüffeltem Kartoffelstampf.

Pilz-Sushi so ganz ohne Fisch / © Redaktion FrontRowSociety.net

Das Schöne an Schmids Buch: Es will einem die Pilze nicht wissenschaftlich um die Ohren hauen. Stattdessen macht es neugierig. Auf den nächsten Waldspaziergang, auf unbekannte Arten am Wegesrand und darauf, was aus ihnen in der Küche werden könnte. „Pilze, Pilze, Pilze“ ist Kochbuch, Warenkunde und eine Liebeserklärung an die Artenvielfalt zugleich. Und spätestens nach der Lektüre wird man mit anderen Augen durch den Wald gehen.

Das allerbeste Steinpilzrisotto wird im Restaurants Bootshaus auf den Teller gebracht, verfeinert mit in Butter konfierter Haferwurzel, Pilzen, Pilzöl und einem Onsen-Ei
Augen auf beim Pilzesammeln: Nach dem Waldspaziergang gibt es dann ein herrliches Steinpilzrisotto. Dieses bereitete allerdings Nils Henkel zu / © Redaktion FrontRowSociety.net

Titel: Pilze, Pilze, Pilze
Verlag: DK, Verlag, München
ISBN: 978-3-8310-5306-3
Erscheinungsjahr: 2026
Autor/in: Moritz Schmid

Die Recherche erfolgte aufgrund der Zurverfügungstellung eines Rezensionsexemplares. Der Inhalt wurde unabhängig erstellt; eine Einflussnahme fand nicht statt. Zur Unterstützung der Recherche sowie zur Prüfung und Optimierung von Sprache, Grammatik und Rechtschreibung kamen teilweise KI-gestützte Tools zum Einsatz. Es gilt der Redaktionskodex.