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Wer bei Kunstgeschichte sofort an dicke Wälzer, komplizierte Fachbegriffe und seitenlange Bildanalysen denkt, darf aufatmen. Verity Babbs macht Schluss mit dem Kunstgeschichtsunterricht, bei dem man spätestens nach fünf Minuten das Gefühl bekommt, man hätte eigentlich Latein studieren müssen.

Ihr Buch „Kunst. Punkt. Ende – 500 Jahre Kunst (aber lustig)“ ist ein kurzweiliger Kunstführer für alle, die gerne mehr über Kunst wissen möchten, aber von der üblichen Schwere des Themas abgeschreckt werden.

 „Kunst. Punkt. Ende – 500 Jahre Kunst (aber lustig)“ – und der Anfang in Sachen Kunsthistorik ist gemacht / © Redaktion FrontRowSociety.ne

Über Babbs und ihr Buch

Babbs, Kunsthistorikerin und Comedian, hat das Buch gewissermaßen für ihr 17-jähriges Ich geschrieben. Also für die junge Version ihrer selbst, die Kunstgeschichte spannend finden wollte, aber vermutlich lieber wissen wollte, warum Michelangelo eigentlich so berühmt ist, als einen Vortrag über kunsthistorische Epochen zu überstehen.

Verity Babbs ist eine britische Kunsthistorikerin und Comedian / © Redaktion FrontRowSociety.ne

Und genau so liest sich das Buch: locker, direkt und mit einer ordentlichen Portion Humor. Babbs führt durch rund 500 Jahre Kunstgeschichte und stellt dabei 50 Kunstrichtungen vor – von der Renaissance über Romantik, Impressionismus und Surrealismus bis zur Neuen Leipziger Schule. Dazu kommen Künstlerpersönlichkeiten wie Caravaggio, Edvard Munch oder Gustave Courbet.

Die Kapitel funktionieren nach dem Frage-und-Antwort-Prinzip. Das macht die Lektüre angenehm unkompliziert und sorgt dafür, dass man jederzeit einsteigen oder auch einmal querlesen kann. Warum taucht auf holländischen Gemälden eigentlich ständig Käse auf? Und wie hat sich Michelangelo an der Sixtinischen Kapelle gerächt? Solche Fragen sind der ideale Türöffner für kunsthistorische Zusammenhänge, die Babbs anschließend erstaunlich präzise erklärt.

Die Illustrationen von Alexandra Ramirez geben dem Buch den letzten Schliff / © Redaktion FrontRowSociety.ne

Dazu kommen die wunderbar schrägen Illustrationen von Alexandra Ramirez. Sie nehmen die Kunstgeschichte mit einem Augenzwinkern auseinander und machen aus dem kleinen Taschenbuch einen farbenfrohen Begleiter.

Kunst. Punkt. Ende. – das Wesentliche auf den Punkt gebracht

„Kunst. Punkt. Ende“ will Kunstgeschichte nicht vereinfachen, bis nichts mehr übrig bleibt. Das Buch macht sie verständlich. Und plötzlich merkt man: Hinter großen Meistern, berühmten Bildern und komplizierten Stilrichtungen stecken jede Menge Geschichten, Skandale, Eitelkeiten und Absurditäten. Kunst kann eben auch ziemlich lustig sein.

Titel: Kunst. Punkt. Ende.
Verlag: DK Verlag, München
ISBN: 978-3-8310-5255-4
Erscheinungsjahr: 2026
Autor/in: Verity Babbs

Die Recherche erfolgte aufgrund der Zurverfügungstellung eines Rezensionsexemplares. Der Inhalt wurde unabhängig erstellt; eine Einflussnahme fand nicht statt. Zur Unterstützung der Recherche sowie zur Prüfung und Optimierung von Sprache, Grammatik und Rechtschreibung kamen teilweise KI-gestützte Tools zum Einsatz. Es gilt der Redaktionskodex.