Wer die Sehenswürdigkeiten der griechischen Hauptstadt Athen wie die Akropolis erkunden möchte, freut sich gerade in den heißen Sommermonaten über ein zentral gelegenes Hotel, von dem man direkt zum Spaziergang zu den Sehenswürdigkeiten aufbrechen kann. Diese Lage im Herzen des historischen Zentrums bietet das in einer Residenz aus dem 19. Jahrhundert eingerichtete 4-Sterne-Boutique-Hotel „Athens 1890 Hotel & Spa“.
Ein Gebäude mit Geschichte

Erst seit dem letzten Jahr gehört das Hotel in der Nähe der zentral gelegenen Einkaufsmeile Ermou und gleich gegenüber der Kathedrale der Heiligen Irene zur Aria-Hotelgruppe. Diese hat dem Gebäude, das an den wirtschaftlichen und kulturellen Aufschwung der Stadt im späten 19. Jahrhundert erinnert, neuen Charme eingehaucht und einige unter dem Vorbesitzer aufgeschobene Investitionen in ein modernes Hotelerlebnis nachgeholt. Das Gebäude wird von neoklassizistischer Architektur geprägt. Handbemalte Decken, eine hölzerne Treppe und traditioneller Struck an den Decken der teilweise zwei Stockwerke hohen Zimmer, sind kleine Details, die das Hotel besonders machen. Es gibt lediglich 14 Zimmer in verschiedenen Kategorien, viele mit Balkon und manche mit privatem Whirlpool. Modern ist die auf einem Balkon in der ersten Etage eingebaute, rund um die Uhr besetzte Rezeption, an der ankommende Gäste mit charmantem Lächeln, kühlem Wasser und einem kleinen Snack begrüßt werden.
Das Spa-Erlebnis

Bei einem Hotel, das das Wort „Spa“ im Namen trägt, würde man einen großen und frei zugänglichen Spa-Bereich erwarten. Im „Athens 1890 Hotel & Spa“ hat man ein anderes Konzept umgesetzt. Im Untergeschoss des Hotels gibt es einen privaten Spa-Bereich, den man für 15 bis 60 Minuten individuell buchen kann. Wer für eine Viertelstunde in die Sauna möchte, bucht die „Sauna Experience“. 15 Minuten im Dampfbad sind die „Steam Bath Experience“. Will man beides in einer halben Stunde nutzen, wählt man die „Thermal Experience“. Möchte man auch in den erfrischend kühlen Pool und sich eine Stunde Zeit nehmen, gibt es den „Wellness Circuit“.
Die Zimmer

Die 14 Zimmer verbinden historischen Charme mit moderner Ausstattung und bieten genug Platz für einen komfortablen Aufenthalt. Die modernen Klimaanlagen werden über ein nicht sonderlich intuitives Touchpad gesteuert – sorgen mit Hilfe der Rezeption aber für ein angenehmes Raumklima. Kühlschrank, schneller Internetzugang und ein modernes Bad gehören ebenfalls dazu. Aktuell baut das Hotel neue Safes in die Zimmer ein. Eine offene Garderobe eignet sich, um einige Kleidungsstücke aufzuhängen, auf klassische Schränke verzichtet man bewusst.
Das 1890 Restaurant

Im Erdgeschoss des Hotels liegt das 1890 Restaurant, in dem auch das Frühstück serviert wird. Man verzichtet dabei auf das in den meisten Hotels übliche Buffet und lässt die Gäste die gewünschten Speisen und Getränke A-la-Carte bestellen. Kaffee, Brot, Marmelade und Joghurt mit Früchten sind dabei genauso im Angebot wie Eierspeisen, Oliven oder regionale Käsespezialitäten. Mittags und abends werden im auch für externe Gäste geöffneten Restaurant Menüs serviert. Am Abend stehen sechs oder in einer erweiterten Variante neun Gänge zur Auswahl. Der Chefkoch setzt dabei auf zeitgenössische griechische Küche verfeinert mit französischen Techniken. Küchenchef Chris Sidiropoulos, der schon in mit Michelin-Sternen ausgezeichnete Restaurants in London und Cambridge gearbeitet hat, verspricht dabei eine nachhaltige Küche, die auf saisonale, lokale Produkte setzt und das Menü an die in der jeweiligen Jahreszeit vorhandenen Produkte anpasst. Die Tische sind dezent mit Trockenblumen dekoriert, im Restaurant spielte bei meinem Besuch Musik, die ein klein wenig zu laut war, sodass man die charmante Kellnerin bei den Erklärungen der einzelnen Gänge nicht gut verstehen konnte.
Das Menü im Sommer 2026

Das Menü beginnt mit Canapés. Drei kleine Köstlichkeiten, serviert auf Porzellantürmen, werden mit den Fingern gegessen und geben einen ersten Eindruck von der Geschmacksvielfalt. Es folgt ein sättigender Gang mit Olive, Tarama-Fischrogen und Tomatenmark. Deutlich ausgefeilter sind die Kirschtomaten, die mit Bloody-Mary-Schaum, Tomatenessenz und Johannisbrot-Crouton perfekt harmonieren. Der „Fang des Tages“ wird als feine Sashimi-Scheiben mit Tahini-Dressing und etwas Harissa-Gewürzpaste auf geräucherte Mayonnaise serviert. Gelungen ist auch die Goldbrasse mit Lauch und Sellerie-Birnen-Salat. Die Agnolotti-Teigtaschen werden mit grüner Zucchini und Metsovone-Käse serviert.

Frische Trüffel gibt es gegen Aufpreis. Ein weiteres Gericht widmet sich dem Fang des Tages – diesmal auf Tomatensoße, geschmorten Babylauchzwiebeln und mit einer Deko aus knuspriger Kartoffelterrine. Schließlich folgt als letzter Hauptgang ein Rinderfilet mit Florina-Paprika und Aubergine. Für den süßen Abschluss sorgen ein Sorbet von saisonalen Früchten mit Kräutern, ein Pfirsich-Mandel-Desser mit Quinoa und Holunderblüte und schließlich drei Petit Fours. Wer danach noch Appetit hat, kann einen optionalen Käsegang bestellen.

Für wen ist das Hotel eine gute Wahl?
Das Hotel ist besonders empfehlenswert für alle, die Wert auf eine stilvolle Unterkunft im Zentrum der Stadt suchen, von der aus sie in wenigen Minuten bei den Hauptsehenswürdigkeiten sind und die mitten im Zentrum liegt. Das besondere Spa-Konzept kann Gästen gefallen, die viel Wert auf Privatsphäre legen und denen ein dauerhaft verfügbarer Spa nicht wichtig ist. Die Zimmer sind individuell und schön gestaltet und werden der Geschichte des Hauses gerecht. Empfehlenswert ist auch das Restaurant, in dem man den ausgezeichneten Hintergrund des Küchenchefs spüren und schmecken kann.
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