In welchen Ländern bzw. Staaten muss eine elektronische Einreisegenehmigung (z. B. ETA, ESTA, eVisa) beantragt werden?
Wir haben eine alphabetische Liste von Ländern zusammengestellt, für die deutsche Staatsbürgerinnen und Staatsbürger vor einer Urlaubsreise eine elektronische Einreisegenehmigung (z. B. ETA, ESTA, eVisa) beantragen müssen.
Aktueller Stand: Anfang 2026
Diese Genehmigungen müssen zusätzlich zum Reisepass elektronisch vorliegen. Formal handelt es sich dabei nicht um ein klassisches Visum, sondern um eine Vorabgenehmigung vor der Abreise.
Für touristische Kurzaufenthalte ist für deutsche Staatsbürgerinnen und Staatsbürger in folgenden Ländern eine obligatorische elektronische Einreisegenehmigung erforderlich:
- Australien (ETA oder eVisitor)
- Amerikanisch-Samoa (ETA)
- Guam (ETA)
- Israel (ETA-IL) – Einreisegenehmigung ab 2025 verpflichtend
- Kanada (eTA)
- Kenia (ETA)
- Neuseeland (NZeTA)
- Nord-Marianen (Northern Mariana Islands – ETA)
- Pakistan (ETA)
- Puerto Rico (ETA – als US-Territorium nach ESTA/US-System)
- Seychellen (ETA)
- Sri Lanka (ETA/eVisa)
- USA (ESTA)
- Vereinigtes Königreich (ETA – Pflicht ab 2. April 2025)

Hinweise zur Liste:
• Die genannten Länder erfordern vorab eine elektronische Genehmigung, die man online beantragen musst, häufig mit Angaben zu deinem Reisepass, deiner Reiseroute und persönlichen Daten. Es reicht nicht, sie erst bei der Einreise zu beantragen.
• Israel führt 2025 ein neues ETA-IL-System ein, das deutsche Staatsbürger für kurze touristische Aufenthalte benötigen.
• Die Pflicht gilt in der Regel für Kurzaufenthalte (Tourismus, Besuch, Transit). Längere Aufenthalte oder andere Aufenthaltszwecke erfordern separate Visa oder Genehmigungen.
• Manche Länder haben mehrere Systeme (z. B. Australien: ETA oder eVisitor), deren Bedingungen und Kosten (Gebühren) unterschiedlich sind.
Länder mit klassischer Visumspflicht (vorab bei Botschaft/Konsulat beantragen)
Deutsche Staatsbürger müssen für diese Staaten ein Visum vor der Einreise beantragen (nicht nur ein e-Verfahren oder Visum bei Ankunft):
- Afghanistan
- Algerien
- Äquatorialguinea
- Aserbaidschan*
- Benin*
- Bhutan*
- Demokratische Republik Kongo*
- Elfenbeinküste*
- Eritrea
- Gabun*
- Ghana*
- Guinea*
- Indien*
- Jemen
- Kamerun*
- Kuba*
- Liberia
- Libyen
- Mali*
- Nauru
- Niger*
- Nigeria*
- Nordkorea
- Papua-Neuguinea
- Republik Kongo*
- Russland*
- Südsudan*
- Sudan*
- Syrien
- Togo*
- Tschad*
- Turkmenistan
- Uganda*
- Zentralafrikanische Republik*
*bei manchen dieser Länder gibt es teilweise auch eVisa-Optionen – aber es zählt hier zur klassischen Visumspflicht vor dem Flug oder der Einreise

Länder mit elektronischem Visum bzw. elektronischer Einreisegenehmigung (eVisa / ETA / ESTA)
Diese Staaten verlangen keine klassische Visumbeantragung bei Botschaft bzw. Generalkonsulat, sondern eine elektronische Genehmigung, die vorab online beantragt werden muss:
- Australien (eVisitor / ETA)
- Bahrain (eVisa)
- Bangladesh (Visa-on-Arrival oder eVisa je nach Regelung)
- Belgien – (visumfrei, aber Beispiel für ETA-Planung in EU zukünftig über ETIAS)
- Canada (eTA)
- Cambodia (eVisa / Visa on arrival)
- Egypt (eVisa / Visa on arrival)
- Ethiopia (eVisa / Visa on arrival)
- Iran (eVisa / Visa on arrival)
- Jordan (eVisa / Visa on arrival)
- Kuwait (eVisa / Visa on arrival)
- Laos (eVisa / Visa on arrival)
- Maldives (Visa on arrival / eVisa je nach Dauer)
- Myanmar (eVisa / Visa on arrival)
- Nepal (eVisa / Visa on arrival)
- Oman (eVisa / Visa on arrival)
- Pakistan (eVisa)
- Qatar (eVisa / Visa on arrival)
- Saudi Arabia (eVisa / Visa on arrival)
- Sri Lanka (eVisa)
- Tanzania (Visa on arrival / eVisa)
- Zimbabwe (Visa on arrival / eVisa)
Anmerkung: Einige Staaten wie Israel führen verpflichtende ETA-Systeme für visumfreie Einreisen ein (ETA-IL, elektronische Reisegenehmigung), die formal nicht als klassisches Visum gelten, aber vorab online beantragt werden müssen.
Länder mit Visa-on-Arrival (Visum direkt bei Einreise möglich)
Diese Staaten stellen ein Visum bei der Einreise aus, meist gegen Gebühr und für begrenzte Aufenthaltsdauer:
- Bangladesh
- Burundi
- Comoros
- Djibouti
- Egypt
- Ethiopia
- Guinea-Bissau
- Madagascar
- Namibia
- Rwanda
- Sierra Leone
- Tanzania
- Zimbabwe
- Bahrain (teilweise)
- Cambodia (teilweise)
- Indonesia
- Jordan
- Kuwait
- Maldives
- Saudi Arabia
- Sri Lanka
- Qatar

Visumfrei (ohne vorherige Beantragung, Aufenthalt bis meist 30–90 Tage oder länger)
Dies ist keine vollständige Liste, sondern ein Hinweis: Deutsche Staatsbürger können mit ihrem Reisepass in rund 190 + Länder visumfrei einreisen, darunter alle EU-/Schengenstaaten, viele karibische Staaten, Kanada (mit eTA), Japan, Brasilien, Argentinien, Südafrika, Thailand, Mexiko, Türkei, und viele weitere.
Hinweise zu ETA, ESTA, eVisa, …
• Viele Länder kombinieren mehrere Systeme: z. B. eVisa oder Visa on Arrival, je nach Aufenthaltszweck, Reisedauer oder Einreiseweg (Flug/See/Land).
• Für die USA gilt das ESTA-Programm, eine elektronische Reisegenehmigung, die vor Anreise beantragt werden muss (kein klassisches Visum).
• Ab 2026 wird in der EU das ETIAS-System eingeführt, das für visumfreie Einreisen in den Schengenraum ebenfalls eine digitale Vorabgenehmigung erforderlich macht (kein Visum, aber verpflichtend).
- Weltweite Reise-Regeln 2026: Ein neuer Standard für Einreise, Genehmigungen und digitale Kontrollen
- Digitale Reisegenehmigungen statt Visum: Das globale Paradigma verschiebt sich
Im Jahr 2026 verändern sich die Vorschriften für die internationale Reise erheblich – nicht nur im Schengen-Raum, sondern in zahlreichen Zielländern weltweit. Digitale Vorab-Genehmigungen, biometrische Kontrollen und neue Gebührenstrukturen werden für viele Reisende ab diesem Jahr relevant. Diese Änderungen zielen auf mehr Sicherheit, standardisierte Abläufe an Grenzen und optimierte Datenverknüpfung.
Europäische Union: ETIAS und EES stehen im Fokus
Ein paar weitere Fakten und Informationen:
Entry/Exit System (EES) – Biometrische Grenzkontrolle
Das neue Entry/Exit System (EES) der EU ist seit Oktober 2025 in Betrieb und wird bis April 2026 vollständig umgesetzt. Für Reisende aus Drittstaaten bedeutet das: Beim ersten Eintritt in den Schengen-Raum werden biometrische Daten wie Fingerabdrücke und Gesichtsbilder erfasst. Der klassische Passstempel entfällt, Ein- und Ausreisen werden digital protokolliert.
Diese digitale Speicherung von Ein- und Ausreisedaten erleichtert die Kontrolle der zulässigen Aufenthaltsdauer (90/180-Tage-Regel) und soll Identitätsbetrug reduzieren.
ETIAS – EU Travel Information and Authorisation System
Das ETIAS-System, eine digitale Einreisegenehmigung für visumfreie Drittstaatsangehörige (z. B. USA, Kanada, Australien, Japan), wird im letzten Quartal 2026 eingeführt. Es ersetzt nicht das Visum, sondern ist eine verpflichtende Registrierung vor der Reise. EU-weit sollen rund 60 bis 65 Länder betroffen sein.
Die Genehmigung soll für mehrere Jahre gültig sein (in der Regel drei Jahre oder bis zum Ablauf des Reisepasses) und mehrere Einreisen innerhalb der Schengen-Zone ermöglichen. Anwendungen erfolgen online oder per App.
Kosten und Gebühren
Die Gebühr für ETIAS wurde auf etwa 20 Euro festgelegt, deutlich höher als die ursprünglich geplanten 7 Euro. Bestimmte Altersgruppen (unter 18 und über 70 Jahre) bleiben voraussichtlich von der Zahlung ausgenommen.
Vereinigtes Königreich: ETA-Pflicht ab Frühjahr 2026
Auch außerhalb der EU setzen Staaten auf digitale Genehmigungen. Im Vereinigten Königreich wird ab 25. Februar 2026 eine Electronic Travel Authorisation (ETA) verpflichtend für Staatsangehörige aus rund 85 visumfreien Ländern. Dazu zählen US-, kanadische und japanische Reisende ebenso wie EU-Bürger. Die ETA wird online beantragt, kostet etwa £16 und ist für mehrere Besuche über zwei Jahre gültig.
USA und Kanada: Änderungen bei bestehenden Systemen
ESTA – USA verdoppelt Gebühr
Für Aufenthalte in den USA gelten weiterhin das Electronic System for Travel Authorization (ESTA) für Visa-Waiver-Reisende. Ab 30. September 2025 wurde die Gebühr auf $40 angehoben, gültig für Einreisen zu touristischen oder geschäftlichen Zwecken bis zu 90 Tagen.
Kanada eTA bleibt stabil
Kanadas eTA-System bleibt in Kraft und ist für berechtigte Reisende verpflichtend, bevor ein Flug nach Kanada angetreten wird. Die eTA wird elektronisch mit dem Reisepass verknüpft und ist über mehrere Jahre gültig.
Weitere internationale Trends bei digitalen Reisesystemen
Elektronische Genehmigungen weltweit
Länder in Nord- und Südamerika, Asien und Ozeanien erweitern ihre digitalen Einreisegenehmigungen. Beispiele sind:
Australien ETA
Erlaubt Aufenthalte bis zu 90 Tagen mit einer digitalen Einreisegenehmigung, die online beantragt wird.
St. Kitts & Nevis Electronic Travel Autorisation
Obligatorisch für die meisten Besucher und gilt als Vorab-Einreisegenehmigung.
Diese Systeme vereinheitlichen globale Einreiseprozesse und bereiten Reisende zunehmend auf digitale Kontrollen vor.
Sicherheit, Daten und Missbrauch: Herausforderungen 2026
Datensicherheit an vorderster Front
Mit der Zunahme digitaler Systeme wächst auch das Risiko für Phishing und Fake-Webseiten, die Reisende mit gefälschten Bewerbungssystemen locken. Bereits vor dem ETIAS-Start warnt die EU vor Betrug und betont, dass nur offizielle Plattformen genutzt werden sollten, um persönlichen Datenmissbrauch zu vermeiden.
Die digitale Zukunft des Reisens
Ab 2026 markiert die internationale Reisewelt einen Wendepunkt. Die Einführung und Ausweitung digitaler Systeme wie ETIAS, EES, ESTA, ETA und eTA verändern, wie Reisende ihre Trips planen und buchen. Vorab-Genehmigungen werden zur Regel, biometrische Erfassung ersetzt analoge Prozesse, und Gebühren steigen in mehreren Regionen. Diese Neuerungen stellen sicherere, effizientere und harmonisierte Einreiseverfahren in einer zunehmend digitalisierten Welt dar – erfordern aber von Reisenden eine höhere Vorbereitung und digitale Kompetenz bei der Reiseplanung.




























































