Geschätzte Lesezeit: 6 Minuten

Nachhaltigkeit und Wohlbefinden gehen in Leukerbad im Schweizer Wallis Hand in Hand: Neben verantwortungsvollem Tourismus prägen auch Entschleunigung und Achtsamkeit das Erlebnis der Bäderdestination hoch oben in den Bergen – vielseitig, atemberaubend und trotzdem erdend. 

Leukerbad ist eine Bäderdestination. Sprudeln im Wallisser Dorf auf 1411 Metern über Meer doch seit Jahrmillionen aus verschiedenen Quellen heisses Bergwasser. Rund 40 Jahre dauert die beeindruckende Reise eines Regentropfens, bis er wieder an die Erdoberfläche gelangt. Entsprechend stark ist das Schweizer Bergdorf inmitten atemberaubender Natur vom Wasser geprägt. Neben drei öffentlichen Thermen verfügen zahlreiche Hotels über eigene Spas und Bäder, wo das wohltuende Nass Erholung schenkt.

Leukerbad ist die grösste Thermalbade-Destination der Alpen und verfügt über drei öffentliche Bäder mit natürlichem Thermalwasser
Leukerbad ist die grösste Thermalbade-Destination der Alpen und verfügt über drei öffentliche Bäder mit natürlichem Thermalwasser / © Foto: Copyright My Leukerbad AG

3,9 Millionen Liter Thermalwasser sprudeln täglich mit bis zu 51° Celsius aus dem Berg. Damit verfügt Leukerbad über das grösste Thermalwasservorkommen Europas. Diesem aussergewöhnlichen Geschenk der Natur wollen die Verantwortlichen Sorge tragen, damit sich auch künftige Generationen im warmen Wasser entspannen können. Deshalb setzt Leukerbad auf nachhaltiges Reisen für mehr Bewusstsein, Genuss und Tiefe, ohne dass Gäste dabei zwingend auf etwas verzichten müssen. Die Destination engagiert sich aktiv im Nachhaltigkeitsprogramm der Schweizer Tourismusbranche und ist mit dem Label «Swisstainable Level II – engaged» klassifiziert.

Das Viersternehotel Therme 51 mitten im Dorfkern verfügt über verschiedene Bäder, Saunen und Liegebereiche. Das zum Viersternehotel gehörende Restaurant bietet eine breite Auswahl an veganen und vegetarischen Speisen an
Das Viersternehotel Therme 51 mitten im Dorfkern verfügt über verschiedene Bäder, Saunen und Liegebereiche. Das zum Viersternehotel gehörende Restaurant bietet eine breite Auswahl an veganen und vegetarischen Speisen an / © Foto: Copyright My Leukerbad AG

Das Schweizer Nachhaltigkeitsprogramm Swisstainable unterstützt touristische Betriebe bei der Weiterentwicklung ihres Nachhaltigkeitsengagements. Gleichzeitig bietet es Gästen Orientierung bei der Wahl von Betrieben. Gästen, denen die Nachhaltigkeit besonders am Herzen liegt, haben zudem die Möglichkeit, mit einem freiwilligen Beitrag an die Stiftung myclimate die Nachhaltigkeitsbestrebungen der Destination aktiv zu unterstützen. Leukerbad setzt sich zudem gegen Foodwaste und für barrierefreies Reisen ein.

Tosende Naturspektakel oder doch lieber innere Ruhe?

Wer die Thermalquellen zum hautnah erleben möchte, begeht den Thermalquellen-Steg. Dieser beginnt mitten im Dorf und führt einige Meter über dem Bachbett in die wilde Dalaschlucht. Der Steg – eine imposante Stahlkonstruktion – führt auf rund 600 Metern durch die Schlucht und bietet atemberaubende Einblicke in den sprudelnden Wildbach. Eine Hängebrücke leitet zu einem Wasserfall, der 35 Meter in die Tiefe stürzt: ein tosendes Naturspektakel.

Der Thermalquellensteg in der Dalaschlucht führt über eine abenteuerliche Konstruktion zu einem rauschendem Wasserfall
Der Thermalquellensteg in der Dalaschlucht führt über eine abenteuerliche Konstruktion zu einem rauschendem Wasserfall / © Foto: Copyright My Leukerbad AG

Wer lieber die innere Ruhe statt tosendes Wasser findet, dem ist ein ganz besonderer Anlass empfohlen. Seit vier Jahren findet jeweils Ende Juni, anfangs Juli das WEYO-Festival statt. Dieses widmet sich ganz dem ganzheitlichen Wohlbefinden und der Achtsamkeit. Das Festival ist geprägt von interaktiven Workshops und inspirierenden Vorträgen, einzigartigen Yoga-Sessions, Sunrise-Hikes und Biketouren sowie Achtsamkeits-Sessions. Nicht wenige Programmpunkte finden in der atemberaubenden Natur rund um das Dorf statt. So etwa Yogastunden oder die Immersive Sound Journey & Ecstatic-Dance-DJ-Set.

Seit vier Jahren findet jeder Sommer das WEYO-Festival in Leukerbad statt. Es hat sich dem ganzheitlichem Wohlbefinden gewidmet
Seit vier Jahren findet jeder Sommer das WEYO-Festival in Leukerbad statt. Es hat sich dem ganzheitlichem Wohlbefinden gewidmet / © Foto: Copyright My Leukerbad AG

Bereit zum Staunen? Dann hoch hinaus!

Genug im und ums Dorf erlebt? Dann ab auf «die Gemmi», wie die Einhimischen sagen. Wer sich bereits beim Aufstieg auf die traumhafte Hochebene herausfordern möchte, nimmt den spektakulären Wanderweg, der sich über 1000 Höhenmeter über einen jahrhundertealten Weg nach oben windet. Schwindelfreiheit und gute Kondition sind hier gefragt. Wer seine Kräfte einteilen muss, nimmt die Seilbahn. Auf dem Gemmipass angekommen, wird mit einem Panoramablick auf diverse Viertausender wie das Matterhorn, das Monte-Rosa-Massiv und dem Dom belohnt. Die Gemmi ist als Ausgangspunkt für leichte Wanderungen sowie anspruchsvolle Bergtouren beliebt. So hat man beispielsweise die Möglichkeit, auf einem wenig anspruchsvollen Weg den Taubensee in malerischer Kulisse zu umrunden.

Der Daubensee liegt auf der Nordseite des Gemmipasses und ist einer der wenigen grösseren Naturseen des Kantons
Der Daubensee liegt auf der Nordseite des Gemmipasses und ist einer der wenigen grösseren Naturseen des Kantons / © Foto: Copyright My Leukerbad AG

Sehr zu empfehlen ist die Wanderung entlang des Gletscherpfads Lämmeren über das felsige Hochplateau vom Gemmipass über den Lämmerenboden zur gleichnamigen Hütte. Der 200 Höhenmeter umfassende, steile Aufstieg zur Lämmerenhütte ist an den schwierigeren Stellen mit Ketten gesichert. Oben angekommen, warten feine Wallisser Spezialitäten wie Rösti auf die Wanderer. Die mehrheitlich von Frauen bewirtete SAC-Hütte am Fuss des Wildstrubelmassivs bietet beeindruckende Ausblicke auf die Walliser Alpen. Auf dem Rückweg durch die felsige, hochalpine Gegend, entlang des Gletscherpfads, geben verschiedene Tafeln Informationen über die Geologie, Landschaftsformen und Biologie der Umgebung. Für die Begehung des Gletscherpfads steht zudem eine Broschüre zur Verfügung.

Die Lämmerenhütte des Schweizerischen Alpenclubs SAC liegt vor einer imposanten Bergkulisse aus mehreren Dreitausendern
Die Lämmerenhütte des Schweizerischen Alpenclubs SAC liegt vor einer imposanten Bergkulisse aus mehreren Dreitausendern / © Foto: Copyright My Leukerbad AG

Auch der Hausberg der Destination Leukerbad – der Torrent – bietet mit Blick auf die Walliser Viertausender ein einmaliges Alpenpanorama. Von diesem 2350 Meter hohen Berg aus stehen verschiedenste Wanderwege zur Verfügung. Wer oben bleiben möchte, wählt den Panoramaweg. Mehrere Wege führen in die tiefer liegenden Dörfer der Destination. Etwa in das intakte, malerische Bergdorf Albinen.

Achtsamkeit und Gesundheit in Albinen

Je tiefer man kommt, desto mehr Bäume säumen den angenehm begehbaren Naturweg. Die Lärchen verfärben im Herbst ihre Nadeln zu einem leuchtenden Gelb und erinnern an den Indian Summer. Beim Bergdorf Albinen angekommen, findet sich der Achtsamkeitsweg „Rendez-vous im Wald“. Der rund zweieinhalbstündige Naturweg lädt mit einfachen Übungen dazu ein, die Natur mit allen Sinnen zu erleben und den eigenen Rhythmus zu entschleunigen. An zehn Posten inmitten eines moosbewachsenen Märchenwaldes geben Holztafeln Impulse zu Themen wie Atmung, Wahrnehmung, Bewegung, Balance oder Dankbarkeit – eine wohltuende Auszeit für Körper, Geist und Seele.

Der Achtsamkeitspfad oberhalb des malerischen Bergdorfs Albinen lädt zum Innehalten ein
Der Achtsamkeitspfad oberhalb des malerischen Bergdorfs Albinen lädt zum Innehalten ein / © Foto: Copyright My Leukerbad AG

Im selben Dorf lädt der Heilkräutergarten von Silvia Müller zum Staunen ein. Im mit viel Liebe zum Detail angelegten Garten gedeihen auf 1300 Metern über Meer über 200 verschiedene Heilpflanzen, darunter wohlduftende Küchenkräuter und Bergblumen. Der Garten kann jeweils zwischen Mai und November frei besucht werden. Interessierte finden hier einheimische Gewächse wie Ringelblumen, Dost und Schafgarben. Die ausgebildete Heilkräuterexpertin pflanzt jedoch immer wieder Exoten wie griechischen Bergtee oder Safran an. Während die Pflanze aus dem mediterranen Raum nicht jedes Jahr gleich gut gedeiht, so trieben die Zwiebeln des Safrans schon nach kurzer Zeit aus, sodass das wertvolle Gewürz geerntet werden konnte. Silvia Müller verarbeitet die Heilpflanzen zu Tees, Tinkturen, Gewürzen und Körperpflegeprodukten wie Salben und Seifen. Sie gibt ihr Wissen gerne weiter und bietet Führungen und Kurse an. So können Interessierte im malerischen Bergdorf nicht nur lernen, wie Kräutersalze oder Körperpflegeprodukte hergestellt werden, sondern auch, welche Wildpflanzen essbar sind oder wie Naturseifen gesiedet werden. Da die Kräuterfrau in der Nähe des Heilkräutergartens mit einer Gemeinschaft das Gasthaus Rhodania betreibt, besteht die Möglichkeit gleich mehrere Tage ganz entspannt in die Welt der Wild-, Heil- und Küchenkräuter einzutauchen. Das Haus lädt mit einem weiten Ausblick auf das Rhonetal zum Innehalten und Entspannen auf der Sonnenterrasse ein.

Im Heilkräutergarten von Silvia gedeihen auf über 1300 Metern über Meer über 200 verschiedene Pflanzen. Er kann zwischen Mai und November frei besucht werden
Im Heilkräutergarten von Silvia gedeihen auf über 1300 Metern über Meer über 200 verschiedene Pflanzen. Er kann zwischen Mai und November frei besucht werden / © Foto: Daniel Schumacher 

Von der Talsohle bis auf über 2000 Meter

Wer den nahen Naturpark Pfyn-Finges kennenlernen möchte, dem ist die Genusswanderung Savurando empfohlen. Diese führt durch das Kerngebiet des Parks, welcher neben Leukerbad elf weitere Naturparkgemeinden mit vielfältiger Biodiversität und einmaligen Mooren entlang des Rhonebeckens umfasst. Die Wanderung führt kulinarisch, spielerisch und informativ durch einen landschaftlich sehr eindrücklichen Teil des Naturparks, entlang naturnah bewirtschafteter Rebterrassen mit einem grandiosen Panorama auf das Schutzgebiet Pfynwald und die frei fliessende Rhone. Auf rund zehn Kilometern bietet sie spannende Einsichten in die Welt des Wallisser Weins und heimischer Spezialitäten wie exklusive Produkte aus Traubenkernen, welche gesundheitsfördernd sein sollen. So lassen sich in diesem Gebiet Genuss, Nachhaltigkeit und eindrückliche Naturerlebnisse von der Talsohle bis auf über 2000 Meter über Meer in Ruhe entdecken und geniessen.

Dieser Beitrag wurde unabhängig und nach journalistischen Standards redaktionell erstellt. Externe Unterstützung ermöglichte die Veröffentlichung, ohne Einfluss auf Inhalt, Bewertung oder redaktionelle Ausarbeitung. Zur Unterstützung der Recherche sowie zur Prüfung und Optimierung von Sprache, Grammatik und Rechtschreibung kamen teilweise KI-gestützte Tools zum Einsatz. Es gilt der Redaktionskodex.