Advent bedeutet: Ankunft. Und zu keiner Zeit war der Advent laut und überbordend. Sein Ursprung liegt im stillen Warten, in der bewussten Vorbereitung auf das Licht, das in der dunkelsten Zeit des Jahres geboren wird.
Vier Wochen, die einst dazu dienten, innezuhalten, sich zu sammeln, das Wesentliche wieder zu spüren. Nicht Besitz stand im Mittelpunkt, sondern Hoffnung. Nicht Eile, sondern Vorfreude. Advent bedeutete, sich Geschichten zu erzählen und das Weihnachtsfest mit Liebe und Fürsorge vorzubereiten. Unsere Welt dreht sich immer schneller, und parallel dazu wächst die Sehnsucht nach diesem ursprünglichen Sinn. Nach Orten, an denen der Advent nicht übertönt, sondern gelebt wird. Advent bedeutet heute mehr denn je, Momente zu finden, die nicht ablenken, sondern verbinden.


Ankunft im Winter am Katschberg
Am Katschberg beginnt der Advent statt mit einer Auslage, mit einer Fahrt. Langsam setzen sich die Pferde in Bewegung, der Schlitten gleitet durch den Schnee, und mit jedem Meter scheint der Alltag weiter zurückzubleiben. Die Glöckchen klingen leise, der Atem der Tiere steigt wie Dampf in die klare Abendluft. Unter warmen Decken sitzend, lauschen wir dem Rhythmus der Hufe und spüren: Hier darf man wahrhaftig ankommen.

Allmählich senkt sich die Dämmerung über das Gontal, Laternen flackern auf, und der Weg öffnet sich wie ein Übergang von der Geschäftigkeit zur Stille, ja vom Außen ins Innere. Behutsam entfaltet sich der Adventsweg, der die Ankommenden mit den Klängen der Alphörner begrüßt. Hier erwartet uns heißer Tee statt grellem Licht. Weder Drängen noch Überfluss, stattdessen spüren wir die raue Luft des Winters auf unserem Weg.


Laternen säumen den Pfad, ihr warmer Schein spiegelt sich im Schnee. In der anbrechenden Dunkelheit tauchen die alten Berghütten auf, die im Advent voller Leben sind. Dazu klingen die Weihnachtsmelodien der Bläser durch die kalte Luft, und manchmal mischt sich Gesang darunter. An jeder Station wird erzählt, gesungen, gelauscht. Geschichten vom Warten, vom Teilen, von Jesu Geburt. Wir bleiben stehen, nicht weil wir müssen, sondern weil wir möchten. Denn Zeit bekommt hier wieder Gewicht.



Teddywerkstatt und Weihnachtsengel
Besonders für Kinder öffnet sich am Weg eine Welt voller leiser Wunder. In einer kleinen, warm erleuchteten Hütte sitzt ein Weihnachtsengel in der Teddywerkstatt. Die Teddys entstehen nicht am Fließband. Mit ruhigen Bewegungen werden die Körper der braunen und weißen Bären gefüllt, damit sie auch wirklich kuschelig sind. Diese Teddys sind nicht zum Verkauf bestimmt. Sie werden gesammelt, sorgsam aufbewahrt und schließlich an jene Kinder verschenkt, die den Heiligabend am Katschberg verbringen.


Allerdings darf sich jeder eingeladen fühlen, dem Weihnachtsengel zu helfen und überdies einen individuellen Weihnachtsteddy auszustopfen. Schenken ist ein stiller Akt, das Schönste am Weihnachtsfest.

Traditionen, die weitergetragen werden
Seit 2017 wird dieser Weg begangen, gewachsen aus dem Wunsch, den Advent wieder spürbar zu machen. Alte Bräuche finden hier ihren Platz: das gemeinsame Singen, das Weitergeben von Geschichten, das bewusste Miteinander. Ein Becher Tee, der an jeder Station ausgeschenkt wird, wärmt die Hände, Gespräche wärmen das Herz.


Gerade Familien erleben den Advent hier als gemeinsame Zeit. Nicht jeder für sich, sondern miteinander. Bewusst wird auf Kitsch und Kommerz verzichtet, stattdessen wird die Vorweihnachtszeit ruhig und naturnah gestaltet.

Am Katschberg haben sich auch Gastgeber dieser Idee verschrieben. Häuser wie das Falkensteiner Hotel Cristallo verstehen Familienurlaub nicht als Animation, sondern als wertvolle gemeinsame Zeit. Hier dürfen Kinder nach Herzenslust toben, und gleichzeitig wird Raum geschaffen, in dem Eltern zur Ruhe kommen können. Der Advent wird in diesem herzlichen Familienhotel mit kleinen Ritualen gelebt. Dazu gehören jede Menge Wintererlebnisse mitten im Skigebiet und natürlich ein Ausflug zum Adventweg.


Adventweg – Ankommen beim Wesentlichen
Am Ende des Katschberger Adventwegs steht die Krippe. Unaufgeregt und still. Und gerade darin liegt etwas Kraftvolles. Sie erzählt von Ankunft, von Hoffnung, von Licht im Dunkel. Hier, in der letzten Hütte des Weges, liegen kleine Holzfiguren und Bleistifte parat. Darauf können die persönlichen Weihnachtswünsche geschrieben werden. Wer sich die Zeit nimmt und die Wünsche auf den aufgehängten Holzfiguren liest, wird feststellen, dass die wenigsten materieller Art sind. Es gibt Dinge, die kann man eben nicht kaufen.


Wir verlassen den Adventweg, und uns begleitet noch lange ein inneres Nachklingen. An diesem Abend teilen wir die Erinnerung daran, dass der Advent kein Ziel ist, sondern ein Weg. Einer, den man gemeinsam geht. Schritt für Schritt, wartend, hoffend und miteinander verbunden. Wieder zurück im 5 Sterne Falkensteiner Schlosshotel Velden begegnet uns auch hier die Langsamkeit des Advents – wie schön, dass es das noch gibt.
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