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Auch in den Sommermonaten sind Holland und Belgien beliebte Ziele für eine Flusskreuzfahrt. Wer bei luxuriösen Flussschiffen wie der A-ROSA Sena an Bord geht, erlebt in einer Woche eine gelungene Mischung aus modernen Metropolen und traditionellem Holland aus dem Bilderbuch. Buffet-Konzept, Familienkabinen und die entspannte Atmosphäre an Bord begeistern dabei auch ein jüngeres Publikum. Mit Ausflügen, Spa-Anwendungen und dem Spezialitätenrestaurant kann man die Reise individualisieren und zu einem besonders exklusiven Erlebnis machen.

Auf dem Weg nach Rotterdam

Die moderne Skyline von Rotterdam
Die moderne Skyline von Rotterdam / © FrontRowSociety.net, Foto: Christian Kolb

Ausgangspunkt der Reisen der A-ROSA Sena ist Köln – bzw. ab 2027 Duisburg. Nach der individuellen Anreise in die Hafenstadt kann man sich vom Bahnhof oder der Parkgarage zum Schiff bringen lassen. Die A-ROSA Sena ist seit 2022 auf dem Rhein unterwegs und bis heute das größte Flusskreuzfahrtschiff in Europa. Größe bedeutet in diesem Fall nicht Länge, denn die ist durch die Schleusen limitiert, sondern ein zusätzliches Deck mit Kabinen und öffentlichen Bereichen. Erstes Ziel der Reise ist Rotterdam. Dort liegt das Schiff zentral in der Innenstadt in Sichtweite der ikonischen Erasmusbrücke.

Manche der Schiffe im Hafen von Rotterdamm sind mit Pflanzen dekoriert
Manche der Schiffe im Hafen von Rotterdamm sind mit Pflanzen dekoriert / © FrontRowSociety.net, Foto: Christian Kolb

Rotterdam ist nicht nur die wichtigste Hafenstadt Europas, sondern auch bekannt für die moderne Kunst und Architektur wie die Kubus-Häuser oder die moderne Markthalle mit integrierten Wohnungen. Genauso sehenswert sind die zahlreichen, teils historischen Schiffe, die in den verschiedenen Hafenbecken in der Innenstadt liegen. Viele davon werden als Hausboote genutzt. Wer genug von Rotterdam gesehen hat, kann am Nachmittag einen Ausflug nach Delft und Den Haag buchen. In Delft flaniert man durch kleine Gassen und entlang von Grachten. Auch das reich verzierte Rathaus am belebten Marktplatz gehört zu den Sehenswürdigkeiten der Stadt. Den Haag ist Regierungssitz der Niederlande. Der erste Stopp des Ausflugs ist am Friedenspalast. In diesem reich geschmückten Gebäude sitzt der Internationale Gerichtshof der Vereinten Nationen. Wir haben einige Minuten für das kleine Museum. Dann geht es weiter in die Innenstadt.

Amsterdam – Hier hat man die Wahl

Im Freilichtmuseum Zaanse Schans sind zahlreiche Windmühlen zu sehen
Im Freilichtmuseum Zaanse Schans sind zahlreiche Windmühlen zu sehen / © FrontRowSociety.net, Foto: Christian Kolb

Wer Amsterdam sehen möchte, entscheidet sich am besten für eine Reise, bei der das Schiff einen Liegeplatz im Zentrum der Stadt bekommt und nicht im 60 km entfernten Lelystad. Einen guten ersten Eindruck bekommt man bei einer Grachtentour, die man auch gleich auf dem Schiff buchen kann. Sie fährt in 45-60 Minuten an den größten Sehenswürdigkeiten der Stadt vorbei. Anschließend kann man zu Fuß auf Tour gehen und Museen wie das Anne-Frank-Haus besichtigen. Hat man genug vom Trubel von Amsterdam, führt ein Ausflug nach Zaanse Schans und Edam. Zaanse Schans ist ein frei zugängliches Freilichtmuseum mit Windmühlen und traditionellen Handwerksbetrieben. So zeigt eine Käserei, wie einst Milch zu Käse verarbeitet wurde. Eine Holzschuhmacherei verwandelt Holz in Schuhe.

Die Skulptur erinnert an den traditionellen Transport von Käse zum Markt
Die Skulptur erinnert an den traditionellen Transport von Käse zum Markt / © FrontRowSociety.net, Foto: Christian Kolb

Je nach Farbe hatten diese einst unterschiedliche Zwecke. In gelben Holzschuhen ging man zur Arbeit, in roten zum Tanz. Wer sich die einzelnen Mühlen anschauen möchte, kauft jeweils eine Eintrittskarte und erfährt so, wie die einzelne Mühle funktionierte und was in ihr einst hergestellt oder gemalen wurde. Auf dem Weg nach Edam halten wir in einer anderen Käserei. Nach einer kurzen Präsentation besteht im Verkaufsraum die Möglichkeit, ganz verschiedene Käse zu kosten und so den eigenen Lieblingsgeschmack zu finden. Edam wurde einst reich durch den Getreidehandel. Wir spazieren durch schmale Gassen, die meisten davon reich mit Blumen geschmückt.

Antwerpen – von Diamanten und Schokolade

Das moderne Gebäude des Museeum aan de Strom ist ein Kontrast zur historischen Altstadt
Das moderne Gebäude des Museeum aan de Strom ist ein Kontrast zur historischen Altstadt / © FrontRowSociety.net, Foto: Christian Kolb

Das belgische Antwerpen steht als nächstes Ziel auf dem Reiseprogramm – und bietet mit einer Übernachtung im Hafen den längsten Aufenthalt. Das ist gut angelegte Zeit, denn in Antwerpen gibt es einiges zu entdecken. Freunde sakraler Kunst besuchen die Liebfrauenkathedrale und die anderen Kirchen im Stadtzentrum. Architekturfans schauen sich das reich verzierte Rathaus am zentralen Platz an und gehen dann weiter zum modernen Museum aan de Stroom. Hier ist nicht nur das Gebäude Kunst, sondern auch die wechselnden Ausstellungen in seinem Inneren. Man kann aber auch tiefer eintauchen in die Geschichte der Stadt. Das Diamanten-Museum informiert über diese für die Stadt wichtige Branche und zeigt eindrucksvolle Schmuckstücke.

Die mittelalterlichen Kanäle unter Antwerpen sind ein echtes Abenteuer
Die mittelalterlichen Kanäle unter Antwerpen sind ein echtes Abenteuer / © FrontRowSociety.net, Foto: Christian Kolb

Bei „Chocolate Nation“ steht hingegen die belgische Schokolade im Mittelpunkt. Eine interaktive Tour informiert über die Ernte der Bohnen und die Produktion der Schokolade. In einer Ausstellung werden aus Schokolade gefertigte Kunstwerke gezeigt. Wer mag, kann zum Abschluss selbst flüssige Schokolade verkosten und die eigene Lieblingssorte entdecken. Besucht man viele Sehenswürdigkeiten, ist der „Antwerp City Pass“ eine gute Wahl. Mit ihm kann man auch die mittelalterlichen Kanäle unter der Innenstadt besuchen. Ausgestattet mit Gummistiefeln und informativen Tabletts erfährt man in den Gängen einiges über die Geschichte der Stadt.

Eine Reise bleibt ein Abenteuer

Dordrecht ist eine äußerst sehenswerte Stadt
Dordrecht ist eine äußerst sehenswerte Stadt / © FrontRowSociety.net, Foto: Christian Kolb

Eigentlich führt die Reise weiter nach Nimwegen und dann über Düsseldorf zurück nach Köln. Doch in trockenen Sommern wird auch auf dem Rhein das Wasser knapp und Reisepläne ändern sich. Das muss kein Nachteil sein, denn so entdeckt man interessante Orte, die man sonst vielleicht übersehen hätte. Einer davon ist die uralte Handelsstadt Dordrecht. Eine Führung durch die Stadt beginnt am Groothoofdspoort, einem der ehemaligen Stadttore direkt am Fluss. Der Weg in die Stadt führt an einer Gracht entlang, an der zahlreiche Schiffe vor Anker liegen. Erhalten geblieben ist auch eine historische Anlage, mit der einst Schiffe aus dem Wasser gehoben wurden. Auffällig ist auch der Turm der Grote Kerk. An seiner Spitze ragen große Uhren in den Himmel. Insgesamt wirkt die Stadt trotz ihrer 1.500 Denkmäler wenig touristisch, sodass man sich einfach auf eine der Bänke im Hafen setzen und das authentische Leben miterleben kann.

Das Käsegeschäft in Gouda präsentiert seine Ware
Das Käsegeschäft in Gouda präsentiert seine Ware / © FrontRowSociety.net, Foto: Christian Kolb

Angeboten wird auch ein Ausflug nach Gouda – wo das historische Rathaus zwar aktuell renoviert wird, aber das Gebäude der Waage am Marktplatz genauso besucht werden kann wie die Stadtkirche oder die Geschäfte in der Innenstadt. In Utrecht liegt der Liegeplatz für Flusskreuzfahrtschiffe außerhalb des Stadtzentrums. In das gelangt man per Taxi, Bustransfer oder Ausflug. Im Zentrum hat Utrecht seine charmanten Seiten. Ein großer Kanal, die Oudegracht, zieht sich durch das Stadtzentrum. Die früheren Lagerräume unten am Wasser sind längst zu gefragten Restaurants geworden. Oben findet das normale Stadtleben statt. Interessant sind ein Besuch im Utrechter Dom, der den höchsten Kirchturm des Landes hat, aber auch im frei zugänglichen Kreuzgang des Klosters in der Nähe. So erlebt man in einer Woche moderne Großstädte, malerische, verschlafene Kleinstädte und je nach Wasserstand sogar noch überraschende Extras.

Die Innenstadt von Utrecht hat einiges zu bieten
Die Innenstadt von Utrecht hat einiges zu bieten / © FrontRowSociety.net, Foto: Christian Kolb

Welche Annehmlichkeiten auf der A-ROSA Sena angeboten werden, kann in unserem Artikel: Europas größtes Flusskreuzfahrtschiff in Erfahrung gebracht werden.

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