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Die kanarische Vulkaninsel Teneriffa zählt zu den vielseitigsten Reisezielen Spaniens. Schwarze Sandstrände, der imposante Teide – mit 3.715 Metern Spaniens höchster Berg. Karge Vulkanlandschaften und fruchtbare Täler wechseln einander ab. Ideale Voraussetzungen also für Aktivurlaub, Naturerlebnisse und Erholung am Meer – ergänzt durch Luxushotels wie das JOIA El Mirador by Iberostar.

Cool am Pool, Sonnenschein und 20 Grad inklusive / © Joia el Mirador by Iberostar
Cool am Pool, Sonnenschein und 20 Grad inklusive / © Joia el Mirador by Iberostar
Teneriffa: Schwarze Sandstrände, üppige Vegetation, im Hintergrund der schneebedeckte Teide / © FrontRowSociety.net, Foto: Astrid Steinbrecher-Raitmary
Teneriffa: Schwarze Sandstrände, üppige Vegetation, im Hintergrund der schneebedeckte Teide / © FrontRowSociety.net, Foto: Astrid Steinbrecher-Raitmary

Alltag auf Flugmodus 

Check-in im JOIA El Mirador by Iberostar. Freundliche Gesichter, eine angenehme Atmosphäre, nichts wirkt gekünstelt. Genau das, was man von einem Fünf-Sterne-Resort erwarten darf. 

Der Alltag tritt hier schnell in den Hintergrund. Stattdessen kreisen meine Gedanken um einfache Dinge: welches Buch ich mit auf den Balkon nehme oder ob es ein Glas Wein an der Bar oder doch lieber eine Tasse Tee am Pool sein soll.

Architektonisch erinnert das Joia el Mirador by Iberostar eher an ein mediterranes Schloss als an ein klassisches Beach Resort / © FrontRowSociety.net, Fotos: Astrid Steinbrecher-Raitmayr
Architektonisch erinnert das Joia el Mirador by Iberostar eher an ein mediterranes Schloss als an ein klassisches Beach Resort / © FrontRowSociety.net, Fotos: Astrid Steinbrecher-Raitmayr
Auch im Jänner blühen auf Teneriffa überall Blumen / © FrontRowSociety.net, Foto: Astrid Steinbrecher-Raitmayr
Auch im Jänner blühen auf Teneriffa überall Blumen / © FrontRowSociety.net, Foto: Astrid Steinbrecher-Raitmayr

Zentrale Lage und doch Ruhe 

Zwar liegt das Resort an der berühmten Golden Mile von Costa Adeje, an der Playa del Duque, einer der belebtesten Gegenden Teneriffas. Doch davon ist im Resort kaum etwas zu spüren. Jedenfalls nicht im Jänner. 

Und bei mir stellt sich dieses herrliche Winterluxus-Gefühl ein, wenn mir bei knapp 20 Grad die Sonne auf die Nasenspitze scheint, während zu Hause Väterchen Frost regiert.

Architektonisch erinnert das JOIA El Mirador eher an ein mediterranes Schloss als an ein klassisches Beach Resort. Türmchen, Arkaden, kleine Durchgänge und versteckte Nischen schaffen eine eigene Welt zwischen Palmen, Gärten und Pools. Der Strand ist – wie in Spanien üblich – öffentlich, doch um diese Jahreszeit findet hier jeder ein ruhiges Plätzchen am Meer, auch an Wochenenden.

Eine Junior Suite ist im Joia el Mirador by Iberostar die
Eine Junior Suite ist im Joia el Mirador by Iberostar die „niedrigste“ Zimmerkategorie, „Standard“ gibt es hier nicht / © FrontRowSociety.net, Foto: Astrid Steinbrecher-Raitmayr
Aus diesen kuscheligen Betten möchte man morgens eher nur widerwillig aufstehen / © FrontRowSociety.net, Foto: Astrid Steinbrecher-Raitmayr
Aus diesen kuscheligen Betten möchte man morgens eher nur widerwillig aufstehen / © FrontRowSociety.net, Foto: Astrid Steinbrecher-Raitmayr
Zeit für Entspannung und Anwendungen im Spa-Bereich des Resorts / © FrontRowSociety.net, Foto: Astrid Steinbrecher-Raitmayr
Zeit für Entspannung und Anwendungen im Spa-Bereich des Resorts / © FrontRowSociety.net, Foto: Astrid Steinbrecher-Raitmayr

Genug Platz zum Wohlfühlen

Die 126 Zimmer beginnen bereits in der Kategorie Junior Suite – ein weiteres Zeichen dafür von konsequenter Großzügigkeit. Ein „Standard-Zimmer“ im herkömmlichen Sinn existiert nicht. Eleganz und viele liebevollen Details zeichnen die Räume aus. Die Badezimmer sind außergewöhnlich groß und je nach Zimmer mit Dusche, Badewanne oder beidem sowie Doppelwaschbecken und separatem WC ausgestattet. 

Großes Plus: Der beleuchtete Kosmetikspiegel hängt erfreulich alltagstauglich und ist ganz ohne akrobatische Verrenkungen erreichbar. Handtücher werden zweimal täglich gewechselt. Ein begehbarer Schrankraum erleichtert auch längere Aufenthalte. 

Gästen mit noch größerem Platzbedarf bieten vier exklusive Signature-Suiten zusätzlichen Raum. Wer noch mehr Privatsphäre benötigt, bucht die La Balconada Star Prestige Area – einen exklusiven Bereich mit eigener Snack Bar, Jacuzzi, Butler-Service. Die Minibar ist hier im Preis inkludiertert. 

Mein Balkon mit Meerblick wird schnell zu meinem Lieblingsplatz / © FrontRowsociety.net, Foto: Astrid Steinbrecher-Raitmayr
Mein Balkon mit Meerblick wird schnell zu meinem Lieblingsplatz / © FrontRowsociety.net, Foto: Astrid Steinbrecher-Raitmayr
Türmchen, Arkaden, kleine Durchgänge und versteckte Nischen schaffen eine eigene Welt zwischen Palmen, Gärten und Pools / © FrontRowSociety.net, Foto: Astrid Steinbrecher-Raitmayr
Türmchen, Arkaden, kleine Durchgänge und versteckte Nischen schaffen eine eigene Welt zwischen Palmen, Gärten und Pools / © FrontRowSociety.net, Foto: Astrid Steinbrecher-Raitmayr

Mein Lieblingsplatz mit Blick aufs Meer

In meiner Junior Suite wartet im Schlafbereich ein wunderbar kuscheliges Kingsize-Bett mit feinster Bettwäsche. Es ist eines dieser Betten, aus denen man morgens nur widerwillig aufsteht. Über eine kleine Stufe gelange ich in den Wohnbereich mit Sofa und Tisch, auf dem frische Blumen und kleine Snacks bereit stehen. Der Balkon mit Meerblick wird schnell zu meinem Lieblingsplatz.

Zum Haus gehören weiters ein Spa mit hydrodynamischem Pool, Whirlpool sowie Behandlungsräumen, zwei À-la-carte-Restaurants, ein Buffetrestaurant, eine Snack Bar, ein eigener Pilatesraum und sogar eine Squashhalle. Yoga findet auch im Jänner im Freien statt. Handpan und Gesang sorgen für eine dezente Klangbegleitung. 

Bester Tagesstart, Espumoso-Verkostung direkt am Weingut / © FrontRowSociety.net, Foto: Astrid Steinbrecher-Raitmayr
Bester Tagesstart, Espumoso-Verkostung direkt am Weingut / © FrontRowSociety.net, Foto: Astrid Steinbrecher-Raitmayr
Zum Schaumwein werden regionale Snacks wie Käse, Oliven oder Nüsse gereicht / © FrontRowSociety.net, Foto: Astrid Steinbrecher-Raitmayr
Zum Schaumwein werden regionale Snacks wie Käse, Oliven oder Nüsse gereicht / © FrontRowSociety.net, Foto: Astrid Steinbrecher-Raitmayr

Höhenmeter im Glas

Doch ich möchte nicht nur im Hotel verweilen. So fahre ich auf Empfehlung des General Managers etwa eine Stunde zum Weingut Bodegas Altos de Trevejos, das auf rund 1.300 Metern Höhe liegt. Teneriffas Weinkultur steht für eine besondere Verbindung aus vulkanischem Terroir, atlantischem Mikroklima und handwerklichem Weinbau – eine Symbiose, die Weine mit ausgeprägter Mineralität, Frische und Charakter hervorbringen soll.

Die Weinverkostung mit Besitzer Enrique Alfonso startet mit „Espumoso“, einen Schaumwein, gereift nach der Méthode Champenoise. Ein optimaler Start in den Tag, denn „prickelnd“ geht immer. 

Mittaggegessen wird am Gut in San Miguel / © FrontRowSociety.net, Foto: Astrid Steinbrecher-Raitmayr
Mittaggegessen wird am Gut in San Miguel / © FrontRowSociety.net, Foto: Astrid Steinbrecher-Raitmayr
Home Base des Weinguts Bodegas Altos de Trevejos / © FrontRowSociety.net, Foto: Astrid Steinbrecher-Raitmayr
Home Base des Weinguts Bodegas Altos de Trevejos / © FrontRowSociety.net, Foto: Astrid Steinbrecher-Raitmayr

Ideale Bedingungen für den Weinbau

Beim anschließenden Mittagessen, mit viel Liebe gekocht von der Großmutter eines netten jungen Mitarbeiters, werden Quiche und Thunfisch ebenso serviert wie Weißweine aus den Rebsorten Listán Blanco und Malvasía sowie Listán Negro Rotweine. „Unsere Reben sind zwischen 20 und 100 Jahre alt. Nachts sinken die Temperaturen auf rund null Grad, tagsüber liegen sie zwischen zehn und fünfzehn.

Das sind ideale Bedingungen für unseren Weinbau“, erklärt Enrique. Rund 60.000 Liter biologische Weine produziert er jährlich mit seinem Team. Zum Thema Bio: „Viele Menschen hier auf den Kanarischen Inseln fühlen sich kulturell eher Lateinamerika verbunden und das Thema Bio spielt hier eine wesentlich geringere Rolle als in Europa. Wir setzen dennoch bewusst auf organischen Anbau. Zugleich verfügen wir über rund 30 autochthone Rebsorten, die es sonst nirgendwo gibt.“

Wenn die Oma kocht, weiß man, dass es gut wird. Sie serviert eine typische Quiche, die berühmte rote und grüne Sauce mit Salzkartoffel, Linsensuppe, Thunfisch und süße Leckereien / © FrontRowSociety.net, Foto: Astrid Steinbrecher-Raitmayr
Wenn die Oma kocht, weiß man, dass es gut wird. Sie serviert eine typische Quiche, die berühmte rote und grüne Sauce mit Salzkartoffel, Linsensuppe, Thunfisch und süße Leckereien / © FrontRowSociety.net, Foto: Astrid Steinbrecher-Raitmayr
Hausgemachte Linsensuppe als eine der Vorspeisen / © FrontRowSociety.net, Foto: Astrid Steinbrecher-Raitmayr
Hausgemachte Linsensuppe als eine der Vorspeisen / © FrontRowSociety.net, Foto: Astrid Steinbrecher-Raitmayr

Genuss in bester Gesellschaft 

Nach dem herrlichen Tag am Weingut treffe ich abends Marc Clement Roviro, General Manager des JOIA El Mirador by Iberostart, zum Dinner im  Gourmetrestaurant El Cenador. Ich erlebe Marc während meines Aufenthalts  aufmerksam, präsent, nahbar. Im Umgang mit den Gästen wie mit dem Team, sehr sympathisch. 

Der Auftakt unseres Menüs ist eine Pachanga, eine kanarische Teigtasche, gefüllt mit Schwertfisch und gepökeltem Wolfsbarsch. Es folgt ein Tomatentatar, bevor kanarisches Schnapper-Ceviche die maritime Linie fortsetzt.

Die rote Garnele in iberischer Brühe leitet zu den warmen Gängen über: einem Zackenbarsch-Eintopf mit Korianderinfusion sowie schwarzem kanarischem Schweinefleisch mit Puntalette-Risotto, einer cremig in Risotto-Technik gegarten Mini-Pasta, und geräuchertem Käse.

Das Joia el Mirador by Iberostar bietet zwei À-la-carte-Restaurants, ein Buffetrestaurant und eine Snack Bar. Ganz egal, wo man isst, das Essen schmeckt überall / © FrontRowSociety.net, Foto: Astrid Steinbrecher-Raitmayr
Das Joia el Mirador by Iberostar bietet zwei À-la-carte-Restaurants, ein Buffetrestaurant und eine Snack Bar. Ganz egal, wo man isst, das Essen schmeckt überall / © FrontRowSociety.net, Foto: Astrid Steinbrecher-Raitmayr
Paradies für Genießer, egal, ob im Restaurant oder direkt am Pool / © FrontRowSociety.net, Foto: Astrid Steinbrecher-Raitmayr
Paradies für Genießer, egal, ob im Restaurant oder direkt am Pool / © FrontRowSociety.net, Foto: Astrid Steinbrecher-Raitmayr

Runder Abschluss 

Den süßen Abschluss bildet ein Coulant (warmer Kuchen) aus kanarischer schwarzer Kartoffel auf weißer Schokoladensauce, gefolgt von Texturen aus Mango und Passionsfrucht. Petits Fours runden den Abend ab.

Begleitet wird das Dinner von den hauseigenen Weinen der Finca El Ancón im Norden Teneriffas, direkt an der Küste von La Orotava gelegen: einem aromatischen Malvasía Blanco und einem Syrah Tinto aus eigener Produktion, angebaut zwischen Meer, Obst- und Gemüseterrassen und in der familieneigenen Bodega vinifiziert.

Grindwale sind an den Küsten Teneriffas fast ganzjährig anzutreffen / © Bernhard Staerck
Grindwale sind an den Küsten Teneriffas fast ganzjährig anzutreffen / © Bernhard Staerck
Nirgendwo ist ein Sonnenuntergang schöner als direkt über dem Ozean / © FrontRowSociety.net, Foto: Astrid Steinbrecher-Raitmayr
Nirgendwo ist ein Sonnenuntergang schöner als direkt über dem Ozean / © FrontRowSociety.net, Foto: Astrid Steinbrecher-Raitmayr

Plötzlich nicht mehr allein

Am nächsten Nachmittag geht es mit Captain Guy mit der Segelyacht hinaus aufs Meer, der Sonne entgegen. Denn nirgendwo ist ein Sonnenuntergang schöner als direkt über dem Ozean. Die Wellen sind spürbar, doch ich gehöre nicht zu jenen, die leicht seekrank werden. Und im selben Moment, in dem Guy von den Grindwalen in dieser Region erzählt, tauchen sie auch schon auf. Zuerst einer, dann mehrere und plötzlich umringen diese außergewöhnlichen Säugetiere unser Boot. 

Das ist der Moment, in dem wir ein Fläschchen öffnen und auf unser Glück und auf das Leben anstoßen.

Mit Captain Guy gehts auf der Segelyacht aufs Meer hinaus / © FrontRowSociety.net, Foto: Astrid Steinbrecher-Raitmayr
Mit Captain Guy gehts auf der Segelyacht aufs Meer hinaus / © FrontRowSociety.net, Foto: Astrid Steinbrecher-Raitmayr
Die Wellen sind spürbar, aber ich werde nicht seekrank, sondern genieße die Aussicht / © FrontRowSociety.net, Foto: Astrid Steinbrecher-Raitmayr
Die Wellen sind spürbar, aber ich werde nicht seekrank, sondern genieße die Aussicht / © FrontRowSociety.net, Foto: Astrid Steinbrecher-Raitmay

Stimmiger Ausklang 

Sobald die Sonne am Horizont untergegangen ist, wird es merklich kühler. Wir segeln also zurück an Land, voll mit bleibenden Eindrücken. Beim Cocktail in der Bar La Tosca im JOIA El Mirador klingt der Tag bei Loungemusik und Abendstimmung nach, bevor ich im hauseigenen Buffetrestaurant El Mirador zum Dinner Platz nehme.

Zugegeben, ich bin kein Buffet-Mensch. Umso mehr überraschen mich sowohl die Qualität als auch das Angebot: von Austern über verschiedene Braten bis zu frisch zubereiteten Fischgerichten. Ein weiterer Pluspunkt: Während Vorspeisen und Desserts am Buffet gewählt werden, werden die Hauptgänge à la carte serviert.

Später, auf meinem Balkon, ist es still. Vereinzelte Stimmen dringen herauf,  und sanftes Wellenrauschen vom Meer.

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