Ein Herz, das im eigenen Takt schlägt. Atem, der tief geht. Hoch über Bregenz, umgeben von klarer Bergluft und stiller Natur, beginnt ein Rückzug, der Energie schenkt, Ruhe bringt und den Organismus harmonisch ausbalanciert.
Sinnlich erleben lässt sich diese Erkenntnis im Fritsch am Berg – einem Ort, an dem wissenschaftliche Präzision sanft auf Ruhe und Wohlgefühl trifft. Schon wenige Tage wirken hier wie ein Mini-Reset für Körper, Geist und Herz.
„Wir sind kein Ort für schnellen Wellnessgenuss, sondern ein Rückzugsraum für Menschen, die verstehen wollen, was ihrem Körper guttut – und die auf ihrem Weg begleitet werden möchten“, erzählt Diana Sicher-Fritsch, Leiterin des MentalSpa & Gesundheitszentrums.
Ankommen in der Bergzeit
Die Fahrt vom Bodensee hinauf ins Fritsch am Berg wirkt erhebend. Die Straße schlängelt sich in teils scharfen Kurven bergan, vorbei an verstreuten Gehöften, alten Bäumen und saftigen Wiesen. Mit jedem Höhenmeter schrumpft der Alltag, das Licht wird klarer, die Luft weiter. Oben angekommen öffnet sich der Blick, das Herz weitet sich, und der Atem findet Ruhe.

Wie ein gedämpftes Intermezzo zwischen Außenwelt und Retreat eröffnet sich die Lobby dem Gast. Dunkelgrüne Sessel und Barhocker holen den Wald nach innen, ihre Töne korrespondieren mit Licht und Materialien, so dass der Raum Ruhe ausstrahlt und den Übergang in die meditative Atmosphäre des Herzkreislauf-Retreats beinahe körperlich spürbar macht.

Der Kern liegt im bewussten Leben
Mit dem individuellen Behandlungsplan werden Impulse für eine Zeit gesetzt, die ganz der Gesundheit gewidmet ist. Jeder Schritt öffnet Raum für Ruhe, Energie und die Kraft, Körper und Geist in Einklang zu bringen. Im Herz-Kreislauf-Retreat führt Diana Sicher-Fritsch, Biofeedback-Trainerin, MSc und zertifizierte Expertin für alles, was Herz und Kreislauf stärkt, behutsam durch das Programm.
Gemeinsam mit ihrem Mann Thomas Fritsch, der für Organisation und Ablauf sorgt, leitet sie das familiengeführte Haus – ein Ort, an dem wissenschaftliche Klarheit auf menschliche Wärme trifft. „Viele Herz-Kreislauf-Belastungen entstehen, weil Körper und Nervensystem zu lange im ‚Dauer-An‘ bleiben – ständig aktiv, aber kaum erholsam entspannt“, erklärt Diana Sicher-Fritsch.
Im Fritsch am Berg wird der Körper wieder lesbar gemacht – nicht durch Esoterik, sondern durch Daten: HRV-Analysen, Bio-Impedanz-Messungen und Biofeedback-Training zeigen, wie Herz, Kreislauf und Gehirn auf Stress reagieren.
Rituale der Entschleunigung
Der Tag beginnt bewusst: ein Kaffee am Panoramafenster, der Blick streift über den glitzernden See, während die Sonne langsam höher steigt. Kräftige Schwimmzüge im Pool lassen den Kreislauf erwachen, Wasser und Licht verschmelzen zu einem sinnlichen Start in den Tag.

Im Laufe des Tages zieht es einen in die unterschiedlichen Saunen. Der Duft von warmem Holz mischt sich mit feuchter Luft, die Hitze legt sich auf den Körper. Geschwitzt wird finnisch, aromatisch oder mit Blick aufs Panorama. Zwischen Aufguss und Ausatmen wird klar – das ist keine Wellness, das ist die hohe Kunst des Loslassens.

Beim Frühstück warten frische Säfte, Kräuter aus dem Garten und Brot aus der Region, die Energie geben und den Körper spürbar auf den Tag vorbereiten. Mittag- und Abendessen folgen demselben Prinzip: leichte, regionale Gerichte, liebevoll angerichtet, bei denen Genuss und Gesundheit Hand in Hand gehen. So entsteht ein Tag, der fließt wie ein ruhiger Strom – Bewegung, Entspannung und bewusste Pausen greifen ineinander, und Herz wie Kreislauf finden einen klaren, kraftvollen Rhythmus.

Bio-Impedanz und HRV – das Herz verstehen lernen
Nach ein paar Schwimmzügen im Pool und einem belebenden Gang durch das Kneipp-Becken pulsiert der Kreislauf spürbar, und der Körper ist bereit, sich selbst neu zu entdecken. Der erste Halt auf dem Behandlungsplan: der Vital Check. Er offenbart auf fast spielerische Weise, wie Herz, Kreislauf und Energielevel zusammenwirken und welche Schritte den Tag optimal unterstützen.
Die BIA-Messung – die bioelektrische Impedanzanalyse – liefert präzise Daten zur Körperzusammensetzung. Sie erfasst den Anteil von Körperwasser, Fett- und Muskelmasse sowie die Verteilung dieser Parameter. Darüber hinaus lassen sich Rückschlüsse auf die Zellintegrität, den Ernährungszustand und die Stoffwechselaktivität ziehen. Auf diese Weise entsteht ein differenziertes Bild der körperlichen Vitalität und funktionellen Leistungsfähigkeit.

Herzratenvariabilität – ein Blick ins feine Zusammenspiel des Herzens
Dann folgt die HRV-Messung, die Herzratenvariabilität – ein besonders feinsinniger Indikator der Herzaktivität. Sie gibt Aufschluss darüber, wie flexibel das Herz-Kreislauf-System auf Stress, Bewegung und Ruhe reagiert, und ermöglicht eine Einschätzung, ob Aktivität und Erholung im Gleichgewicht stehen. Je größer die Variabilität, desto anpassungsfähiger der Organismus – und desto besser kann er die Herausforderungen des Alltags reagieren.

Biofeedback und Atemtraining
Nach den ersten Ritualen und Messungen öffnet sich ein neuer Blick auf den eigenen Körper: Was passiert in Herz, Kreislauf und Atem, wenn Gedanken ziehen und Gewohnheiten wirken? Genau hier setzt das Biofeedback an.
Aus den Ergebnissen von BIA und HRV entsteht ein individuelles Profil: Wie steht es um Balance, Belastbarkeit und Energie? Die Zahlen werden nicht bewertet, sondern als Einladung verstanden, sich selbst besser kennenzulernen. „Auf dieser Basis helfen wir, einfache und wirksame Strategien zu entwickeln – Bewegung, Atmung, bewusste Pausen. Mein OASE-Gesundheitsmodell beschreibt das sehr treffend: Organisation, Achtsamkeit, Stärke und Entspannung – diese vier Säulen bringen Körper und Herz wieder ins Gleichgewicht“, betont Diana Sicher-Fritsch.

Herz und Atem im Dialog
Die Ergebnisse aus BIA und HRV-Messung zeigen, wie sehr Herzfrequenz und Atemrhythmus miteinander verbunden sind – ein Hinweis darauf, dass kontrollierte Atmung helfen kann, innere Spannungen zu lösen. Im weiteren Verlauf des Behandlungsplans folgt daher die sogenannte RSA-Atmung (Respiratorische Sinusarrhythmie-Atmung). Sie wird in entspannter Position – liegend oder sitzend – durchgeführt. Etwas sechs bewusste Atemzüge pro Minute genügen, um Herzfrequenz und Blutdruck zu harmonisieren, den Vagusnerv zu stimulieren und parasympathische Aktivität zu fördern. So findet der Körper schrittweise in seinen physiologischen Rhythmus zurück. „Die Respiratorische Sinusarrhythmie ist ein einfaches, alltagstaugliches Instrument zur Entspannung – ob im Büro, im Auto oder zuhause. Der Körper reagiert unmittelbar“, erklärt Diana Sicher-Fritsch.
Tiefere Entspannung: Die „Aufatmen Atem-Massage“
Im Anschluss öffnet sich der Körper fast von selbst für tiefere Entspannung – bei der „Aufatmen Atem-Massage“ im Wellness-SPA.

Präzise Grifftechniken lösen die Atemhilfsmuskulatur im Zwerchfell und Brustkorb, aktivieren Akupressurpunkte und öffnen den gesamten Brustraum. Unterstützt von ätherischem Eukalyptusöl erleichtert sie das freie Durchatmen, verbessert den Sauerstoffaustausch und ergänzt das Atemtraining auf ideale Weise – eine zentrale Säule für ein starkes, gesundes Herz-Kreislauf-System.
Abschied mit neuen Werkzeugen

Der Herzschlag wird ruhiger, der Atem tiefer, der Geist klarer. Es geht nicht um kurzzeitige Auszeiten, sondern darum, zu spüren, was Körper und Seele wirklich brauchen, um dauerhaft gesund und ausgeglichen zu bleiben. Die Natur wirkt als stiller Co-Trainer, begleitet beim Waldbaden, Spazierengehen oder auf Wanderungen.
Wer abreist, nimmt mehr mit als Entspannung, ein Stück inneres Gleichgewicht, das Wissen um den eigenen Rhythmus und die leise Ahnung, dass Langlebigkeit weniger von Jahren abhängt als von Momenten, in denen das Herz frei schlägt.
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