„Bäume – Der Atem der Welt“ ist kein gewöhnlicher Bildband – es ist eine Liebeserklärung an die stillen Giganten unseres Planeten. Das beim Midas Verlag erschienene Buch vereint beeindruckende Fotografien, feinfühlige Gemälde und inspirierende Kunstwerke aus aller Welt.
Jede Seite ist ein kleines Kunstwerk für sich. Diese zeigen uns: Der Baum ist ein Stück Natur, gleichzeitig ist er jedoch ein Sinnbild für Leben, Wandel und Verbundenheit.

Die Vielfalt der visuellen Darstellungen beeindruckt: Man entdeckt detailreiche Makroaufnahmen von Rinden und Blättern, atmosphärische Landschaften in Öl und expressive Installationen, in denen lebende Bäume Teil moderner Kunst werden. Diese Gegenüberstellung aus Fotografie, Malerei und Skulptur wirkt wie ein Dialog zwischen Wissenschaft und Poesie. Mal dokumentarisch, mal träumerisch – doch immer voller Ehrfurcht.

Der Baum als Künstler, Heiler und Geschichtenerzähler
Das Buch zeigt eindrucksvoll, wie tief der Baum in unserer Kulturgeschichte verwurzelt ist. In der Mythologie steht er für Leben und Wissen – vom Baum der Erkenntnis bis zum Weltenbaum Yggdrasil. Künstlerinnen und Künstler aller Epochen sahen in ihm einen Spiegel der menschlichen Seele, standhaft und verletzlich zugleich.

„Bäume – Der Atem der Welt“ spielt dabei mit dieser Symbolik. Es zeigt, wie Bäume nicht nur in Mythen, sondern auch in moderner Kunst zum Sprachrohr für ökologische und gesellschaftliche Themen werden. Einige Werke thematisieren die Zerstörung von Wäldern, andere feiern ihre Rückkehr in urbane Räume. So entsteht ein Spannungsbogen zwischen Vergangenheit und Gegenwart, auch zwischen Spiritualität und Umweltbewusstsein.


Ein Plädoyer für unsere grüne Lunge
Am stärksten wirkt das Buch dort, wo es uns still werden lässt. Beim Blättern spürt man fast den Duft von Erde und Harz, hört das Rascheln der Blätter im Kopf. Die Fotografien und Texte erinnern uns daran, dass Bäume nicht nur Sauerstoffproduzenten sind, sondern Lebensräume, Klimaregulatoren und Träger von Geschichten.

Anhand eines Zeitstrahls von Carolyn Fry sehen wir auf kompakte Weise, wie sich Menschen mit dem Baum in Kunst und Lebensraum auseinander gesetzt haben. Dieser beginnt vor 470 Millionen Jahren mit den ersten Pflanzen, die auf unserem Planeten auftauchen. Über sieben Seiten hinweg kann der Weg des Baums in unser Herz und in unseren Kopf verfolgt werden, und das bis 2024, ein Jahr, das den Fund eines intakten 350 Millionen Jahre alten Baumfossils in Kanada markiert.


In diesem Bildband geht es um wesentlich mehr, als um eine Sammlung schöner Bilder. Mit seiner wunderbaren Präsenz ist es ein Aufruf, genauer hinzusehen. Der Baum wird hier zum Symbol für das Gleichgewicht zwischen Mensch und Natur, für Atem, Wachstum und Erneuerung. Jeder, der sich in „Bäume“ vertieft, wird inspiriert, entschleunigt und dessen Blick weitet sich. Wen spricht es an? Natürlich Kunst- und Naturliebhaber, aber auch alle, die sich wieder ein bisschen erden wollen.

Titel: Bäume – Der Atem der Welt
Verlag: Midas Verlag, Zürich
ISBN: 978-3-03876-330-7
Erscheinungsjahr: 2025
Autor/in: internationales Autorenteam u.a. mit Tony Kirkham
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