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Das mondäne Nizza und das exklusive Monaco sind vielbesuchte Ziele an der französischen Riviera. Doch der malerische Küstenstrich kurz vor der italienischen Grenze hält noch weitere Entdeckungen parat: das ruhige Städtchen Menton beispielsweise – ein Traum in Gelbtönen.

En plus: Panoramaausblicke vom Künstler-Bergdorf Èze. Dieses thront hoch über den Klippen der Côte d’Azur und bezaubert mit seinem botanischen Garten.

Menton ist die letzte französische Stadt vor der italienischen Grenze und eine der farbenfrohsten an der Côte d’Azur. Die Altstadt mit ihren orange, gelb und ocker getönten Häusern zieht sich den Hang hinauf und bietet von oben einen großartigen Blick über das Meer. Am besten lässt man sich einfach durch die schmalen Gassen treiben, entdeckt dabei kleine Plätze, Treppen und alte Hauseingänge, die zum Fotografieren einladen. Ein guter Aussichtspunkt ist die Terrasse vor der Kirche Saint-Michel-Archange. Von hier reicht der Blick über die Dächer der Stadt und die malerische Bucht von Menton.

Die Kirche Saint-Michel-Archange in Menton, Südfrankreich
Die Kirche Saint-Michel-Archange in Menton, Südfrankreich / © FrontRowSociety.net, Foto: Anna Engberg
Gelb, orange, ocker: Kleine Gassen in Menton, Südfrankreich
Gelb, orange, ocker: Kleine Gassen in Menton, Südfrankreich / © FrontRowSociety.net, Foto: Anna Engberg

Plages des Sablettes: Baden an der Côte d’Azur

Zugegeben: Kiesstrand ist nicht jedermanns Sache. Sieht man aber über diese Tatsache hinweg, ist das kristallklare Wasser und das idyllische Setting am Badestrand Plages des Sablettes in Menton ein wirklicher fabelhafter Ort, um sich nach dem Bummel durch die Altstadt zu erfrischen. Der langgezogene Strand Mentons ist leicht erreichbar und wird im Sommer auch von den Einheimischen gern zum Baden besucht. Wer mag, spaziert von hier aus an der Uferpromenade entlang – bis zur italienischen Grenze ist es ein 30-minütiger Spaziergang.

Das Hotel de Londres in Menton, Südfrankreich
Das Hotel de Londres in Menton, Südfrankreich / © FrontRowSociety.net, Foto: Anna Engberg

Übernachten in Menton: Das Hotel de Londres

Zentral wohnt es sich beispielsweise im Hotel de Londres, fußläufig direkt hinter der Strandpromenade von Menton gelegen. Die Lobby macht dem Ruf des Ortes als Stadt der Zitronen mit gelben Akzenten alle Ehre – gelbe SUP Boards können sich sportliche Hotelgäste auch ausleihen. Wer noch mehr Zitroniges möchte, kommt gleich zum Zitronenfest Mentons, das jährlich von Februar bis März stattfindet. Übrigens: Menton ist klimatisch gesehen der wärmste Ort an der gesamten französischen Riviera.

Die Lobby im Hotel de Londres in Menton, Südfrankreich
Die Lobby im Hotel de Londres in Menton, Südfrankreich / © FrontRowSociety.net, Foto: Anna Engberg

An diesem Teil der Côte d’Azur, nur einen Katzensprung von Italien entfernt, stehen auch Pasta-Klassiker auf fast jeder Speisekarte. Besonders beliebt: Gnocchi mit Pistou, Ravioli Niçois und frische Tagliatelle mit Meeresfrüchten.

Küste von Menton
Küste von Menton / © FrontRowSociety.net, Foto: Anna Engberg

Wanderung von Menton nach Monaco – vorbei am Cap Martin

Die Küstenwanderung von Menton nach Monaco zählt zu den schönsten Abschnitten der Côte d’Azur. Auf etwa 10 Kilometern führt der Weg entlang der „Promenade Le Corbusier“, die sich durch mediterrane Vegetation und spektakuläre Ausblicke auszeichnet.

Der Pfad beginnt in Menton und führt über Roquebrune-Cap-Martin bis nach Monaco. Unterwegs passiert man das Cap Martin, wo das azurblaue Wasser schäumend gegen das steinige Ufer schlägt. Die Route ist gesäumt von Oliven-, Zitronen- und Kiefernbäumen, die in der Mittagshitze angenehm Schatten spenden. Immer wieder eröffnen sich Blicke auf elegante Villen und gepflegte Gärten, während sich in der Ferne die Silhouette von Monaco abzeichnet.

Die Silhouette Monacos in der Ferne: Wanderweg, von Menton aus kommend
Die Silhouette Monacos in der Ferne: Wanderweg, von Menton aus kommend / © FrontRowSociety.net, Foto: Anna Engberg

Für die Wanderung auf dem gut ausgebauten Weg sollte man gut zwei Stunden einplanen, je nach Tempo. Wer den Rückweg nicht zu Fuß antreten möchte, kann bequem den Zug nehmen. Die Züge und Busse der Lignes d‘Azur verkehren regelmäßig zwischen Menton und Monaco und benötigen für die Strecke nur rund 10 Minuten.

Der Hafen von Monaco
Der Hafen von Monaco / © FrontRowSociety.net, Foto: Anna Engberg
Die Casino-Halle de Monte-Carlo in Monaco
Die Casino-Halle de Monte-Carlo in Monaco / © FrontRowSociety.net, Foto: Anna Engberg

Abstecher nach Monaco: Exklusives Hafenpanorama

Elegant, glamourös, aufregend: Die Casino-Halle de Monte-Carlo ist das Herzstück des Stadtstaats Monaco und zieht Besucher magisch an. Warum? Hier trifft Belle Époque auf modernes Leben. Rund um den großen Hafen von Monaco gibt es mehrere Aussichtspunkte, von denen man die Stadt aus unterschiedlichen Perspektiven betrachten kann – besonders atmosphärisch ist das natürlich bei Nacht. Wer Zeit mitbringt, steigt hinaus bis zum Fürstenpalast, der hoch über Monaco thront.

Das Bergdorf Èze Village in der Nähe von Menton
Das Bergdorf Èze Village in der Nähe von Menton / © FrontRowSociety.net, Foto: Anna Engberg

Das Bergdorf Éze: Ein Magnet für Künstler

Obwohl kaum bekannt, ist das auf steilen Klippen gelegene Bergdorf Èze eines der Highlights an der Côte d’Azur. Èze Village liegt rund 430 Meter über dem Meeresspiegel und besteht hauptsächlich aus einer mittelalterlichen Burgruine, antiken Steinhäusern, Toren und Brunnen, die alle wie ein Filmschauplatz anmuten. Seit jeher hat das Dorf Künstler und Schriftsteller angezogen. Hier lebten und wanderten z.B. schon Walt Disney und der Philosoph Friedrich Nietzsche. Noch heute findet man in den kleinen Gassen zahllose Kunstgeschäfte, wo lokale Maler ihre Werke verkaufen.

Interessant ist auch: Èze hat noch einen zweiten Ortsteil, der unten am Wasser liegt. Wer hinunter nach Èze-sur-Mer wandert, kann dort z.B. Wassersportarten wie Tauchen und Kajakfahren ausprobieren oder bei einem Bootsausflug die Küste vom Wasser aus entdecken.

Botanischer Garten in Èze Village mit Panoramaausblick
Botanischer Garten in Èze Village mit Panoramaausblick / © FrontRowSociety.net, Foto: Anna Engberg

Botanik mit Panoramablicken: Der Jardin Exotique d’Èze

Wer Èze besucht, sollte unbedingt bis ganz nach oben steigen. Die etwas langwierige Anreise mit den lokalen Bussen lohnt sich: Tropische Vegetation und weitreichende Blicke auf das azurblaue Meer schenken Èze Village seine ganz besondere Magie – insbesondere, wenn man den dort befindlichen Jardin Exotique d’Èze durchstreift: Der kleine Eintrittspreis, um in den botanischen Garten zu gelangen, ist schnell vergessen, sobald man sieht, wie prächtig Mittelmeerpflanzen, Sukkulenten und Xerophyten hier oben gedeihen. Sie sind in schönster Weise terrassenförmig in Kaskaden, Höhlen und kleinen Oasen angepflanzt – ein echter Moment zum Ankommen.

Neben der eindrucksvollen Sammlung an Kakteen, Sukkulenten und anderen seltenen Pflanzen, die der botanische Garten von Èze beherbergt, besticht hier natürlich auch die Panoramasicht in alle Richtungen: Zwischen dem Grün der exotischen Botanik und den Ruinen der alten Burg öffnen sich spektakuläre Ausblicke über die Côte d’Azur. An klaren Tagen scheint das Mittelmeer endlos.

Wissenswert ist auch: Der Küstenabschnitt rund um Menton, Èze und Monaco ist bekannt für seine Vielzahl an kunstvollen, mediterranen Gärten. Allein in Menton gibt es mehrere bemerkenswerte botanische Gärten, darunter den Jardin Botanique Val Rahmeh mit einer beeindruckenden Sammlung exotischer Pflanzen. In Monaco kann man beispielsweise den auf einer Klippe gelegenen Jardin Exotique de Monaco besichtigen.

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