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Der Glacier Express von verbindet die exklusiven Schweizer Tourismusdestinationen Zermatt und St. Moritz mit einer fast achtstündigen Zugfahrt mit dem Panoramazug durch die eindrucksvolle Berglandschaft. Vom Fuß des Matterhorns bis in die Engadiner Seenlandschaft führt die reizvolle Strecke vorbei an Bergen und Gletschern über 291 Brücken und durch 91 Tunnel. Wer Luxus liebt, wählt ein Ticket in der exklusiven Excellence Class. Die setzt Maßstäbe für Zugreisen in Sachen Komfort, Luxus und Kulinarik.

Der Luxuszug startet im Schatten des Matterhorns

Der Glacier Express ist als Panoramazug das touristische Premium-Produkt auf den Gleisen
Der Glacier Express ist als Panoramazug das touristische Premium-Produkt auf den Gleisen / © FrontRowSociety.net, Foto: Christian Kolb

08:45 Uhr – Zermatt Bahnhof. Nach einem gemütlichen Frühstück in einem der Hotels im autofreien Ferienort Zermatt finden sich die Gäste am Bahnhof ein. Der Panoramazug, der pro Wagen mit 45 m² Fensterfläche ausgestattet ist, kann nur mit Fahrkarte und einer obligatorischen Reservierung genutzt werden. In der höchsten Klasse gibt es pro Zug nur 20 Plätze – und auch nur für die komplette Strecke bis St. Moritz. Während man in der 1. und 2. Klasse auch Teilstrecken buchen kann, soll das exklusive Erlebnis in der erst im Winter 2019 eingerichteten Excellence Class ungestört bleiben. Die 20 Sessel aus beigem Leder – an den meisten Tagen sind sie ausgebucht – kann man nur für die ganze Strecke buchen und sich so auf einen besonderen Tag in der Berglandschaft freuen.

Eine Reise in der Luxus-Klasse

In der Excellence Class wird die Zugreise zu einem entspannten Vergnügen
In der Excellence Class wird die Zugreise zu einem entspannten Vergnügen / © Foto: Glacier Express AG – Stefan Schlumpf

Für die Gäste der Excellence Class beginnt das Erlebnis schon auf dem Bahnsteig. Am Welcome Desk erwartet sie Concierge Omar Sabri Ayats. Mit seinen Kollegen nimmt er das Gepäck entgegen und weist den Weg zu den reservierten Plätzen im für die Gäste der Excellence Class reservierten Wagen. Deren Interieur ist von noblen Berghotels und den Farben der vorbeiziehenden Landschaft inspiriert. Da nur 20 Gäste in einem Wagen Platz finden, der z.B. in der zweiten Klasse auch Platz für rund 80 bieten würde, sitzt jeder Gast in einem bequemen, elektronisch verstellbaren Lounge-Sessel und hat einen garantierten Fensterplatz. Jeweils zwei Gäste sitzen sich dabei an einem Tisch gegenüber. Ausgestattet sind die Sitze nicht nur mit Steckdosen, auch für deutsche Geräte, sondern auch mit einem Tablett, das während der Fahrt Informationen zur Strecke zeigt und mit einem bereitgestellten Kopfhörer auf Wunsch zum Audioguide wird. WLAN stellt während der Fahrt auch für mitgebrachte Geräte die Verbindung zum auch in den Bergen meist stabilen Internet her.

Ein Concierge kümmert sich um 20 Gäste

Die Excellence Class hat eine eigene Bar, in der die 20 Gäste frisch gemixte Getränke bekommen
Die Excellence Class hat eine eigene Bar, in der die 20 Gäste frisch gemixte Getränke bekommen / © Foto: Glacier Express AG – Stefan Schlumpf

Begrüßt werden die Gäste mit Champagner und einer Apéro-Platte. Auf der Platte erwartet die Gäste ein Tartar-Tartelette, ein Käse-Tartelette und eine Nussmischung. Damit zeigt die Küche, die für die Gäste der Excellence Class an Bord des Zuges ein regionales und saisonales 5-Gang-Menü kocht, auch kulinarisch höchsten Ansprüchen genügt. Während der Zug mit durchschnittlich 42 km/h durch die Landschaft fährt und man sich langsam an den Blick durch die großen Panoramafenster gewöhnt, erklärt der Concierge wie man den Sitz einstellt, was das Infotainment-System zu bieten hat und auch, welche Getränke es in der Glacier Bar am Ende des Wagens gibt.

Eine Strecke voller Highlights

Die Ingenieure mussten viele Herausforderungen bewältigen, um die Stecke des Glacier Expresses zu bauen
Die Ingenieure mussten viele Herausforderungen bewältigen, um die Stecke des Glacier Expresses zu bauen / © Foto: Glacier Express AG – Stefan Schlumpf

Rund zehn Minuten nach der Abfahrt kann man oberhalb des Dorfes Randa den rund 3,5 km langen Bisgletscher sehen. Bei Kalpetran fährt der Zug durch die Kipfenschlucht, die die Gleise sich mit dem Fluss Vispa teilen. Das sorgt für spektakuläre Blicke auf den Fluss. In der Nähe von Neubrück steht die Ritibrücke aus dem 15. Jahrhundert. Bevor der Zug die Stadt Brig erreicht, passiert er das Dorf Vispertermiten mit dem höchstgelegenen Weinberg Europas. Der dort gekelterte Heida-Wein wird auch im Glacier Express serviert. Nach dem kurzen Halt im Bahnhof Brig geht die Fahrt weiter in Richtung Osten. Hinter dem Stadtzentrum ist das Stockalperschloss aus dem 17. Jahrhundert zu sehen. Der prächtige Bau mit drei Zwiebeltürmen zeugt vom früheren Reichtum der Handelsfamilie. Auf seiner Fahrt kommt der Zug durch kleine Dörfer, passiert Wiesen und Wälder und wird teilweise auch von Wanderwegen begleitet. Das Hochtal Goms zum Beispiel ist im Winter bei Langläufern beliebt und im Sommer bei Wanderern. Dass der Zug kurz vor Andermatt auch an Zumdorf, dem mit Kirche, Restaurant, zwei Ferienhäusern und einer Familie kleinsten Dorf der Schweiz, vorbeikommt, weiß man nur, wenn man zwischendurch auf das Tablett schaut.

Das Menü ist ein kulinarisches Erlebnis

Während der Zugreise wird ein vorzügliches Menü gereicht. Schmackhaft sind zum Beispiel die regionalen Forellen
Während der Zugreise wird ein vorzügliches Menü gereicht. Schmackhaft sind zum Beispiel die regionalen Forellen / © FrontRowSociety.net, Foto: Christian Kolb

Das Menü geht weiter mit geräucherter Forelle mit im Ofen gerösteter Rotebeete, Apfel, Salat und Meerrettich-Frischkäse. Als nächster Gang folgt eine am Tisch aufgegossene Erbsen-Minze-Suppe mit getrockneten Blüten aus dem Alpenraum. Hauptgang ist ein schmackhaftes Rindsfilet mit Trüffel-Kartoffelstampf, Möhren, Frühlingszwiebeln und Bergkräutersauce. Später am Tag folgt eine Käseplatte mit Viamala Käse, Bündner Bergkäse, Aletsch Hobelkäse sowie Langwieser Bio-Schafskäse. Dazu gibt es ein aromatisches Tomaten-Aprikosen-Chutney, Birnenbrot und Kräcker. Abschluss des Menüs ist ein warmer Schokoladenkuchen mit Vanillesauce und gerösteten Mandeln. Zu jedem Gang wird ein passender Wein gereicht. Die alkoholfreie Alternative beschränkt sich auf ZERO’SI Schaumwein, einen Weis- und Rosewein sowie die alkoholfreien Getränke aus der Barkarte inkl. frisch gemischter Mocktails.

Auch Bahnfans kommen voll auf ihre Kosten

Während der Fahrt gibt es immer wieder etwas zu entdecken. Wie hier am Oberalppass
Während der Fahrt gibt es immer wieder etwas zu entdecken. Wie hier am Oberalppass / © Foto: Glacier Express AG – Stefan Schlumpf

Hinter Andermatt wird die Strecke baulich wieder anspruchsvoller. Während schon hinter Zermatt auf steilen Streckenabschnitten in die Gleise integrierte Zahnräder zum Einsatz kamen, damit der Zug die Steigungen überwinden kann, wurde für diesen Teil der Strecke die geballte Ingenieurskunst des frühen 20. Jahrhunderts gebraucht. Tunnel wurden in die Berge geschlagen, Brücken überwinden tiefe Täler. Mit 2033 Höhenmetern ist der Oberalppass der höchste Punkt der Strecke. Rund um den See weiden im Sommer Kühe und alpine Blumen blühen in allen Farben. Ein Stück oberhalb liegt die mit einem rot-weißen Leuchtturm gekennzeichnete Quelle des Rheins. Einen etwas größeren aber sonst identischen Turm fand man einst an der Mündung des Rheins in die Nordsee. Nur aus der Ferne sieht man vom Zug hingegen das Kloster Disentis. Das monumentale, über 1.400 Jahr alte Benediktinerkloster erinnert an die Religionsgeschichte der Region.

Seit 2008 gehört die Albulalinie zum Weltkulturerbe

Der Panoramazug bietet seinen Gästen einen viel besseren Blick auf die eindrucksvolle Landschaft als
Der Panoramazug bietet seinen Gästen einen viel besseren Blick auf die eindrucksvolle Landschaft als „normale“ Züge / © Foto: Glacier Express AG – Stefan Schlumpf

Landschaftlich reizvoll ist auch die Rheinschlucht zwischen Reichenau und Ilanz. Der „Grand Canyon“ der Schweiz besteht aus bis zu 350 Meter hohen Steilwänden und schroffen Felsen, durch die sich der türkisblaue Fluss schlängelt. Anschließend macht der Zug auf einer modernen Strecke einen kurzen Abstecher nach Chur, bevor der reizvollste Teil der Stecke folgt. Seit 2008 ist die Albulalinie, die Thusis mit St. Moritz verbindet, Teil des UNESCO-Welterbes. Auf nur 61,67 Kilometern Strecke wurden 42 Tunnel und 144 Brücken gebaut. Dazu gehört das 42 Meter lange und 85 Meter hohe Soliser Viadukt, dessen elf Kalksteinbögen eine Schlucht überqueren. Spektakulär ist auch das 65 Meter hohe und 142 Meter lange Landwasserviadukt.

Die Brückenkonstruktion aus Naturstein überwindet den Fluss in einer Kurve und führt in einen Tunnel hinein. Allein zwischen Preda und Bergün ermöglichen sechs Viadukte, drei Spiral- und zwei Kehrtunnel die Überwindung der Höhendifferenz von über 400 Metern. Der außergewöhnliche Tagesausflug mit dem Glacier Express endet in St. Moritz. Mit einem kleinen Geschenk aus dem Bordshop und guten Tipps von Concierge Omar verabschiedet, machen sich die Gäste des Panoramazugs nach der gemeinsamen Fahrt nun wieder ganz individuell auf den Weg, um St. Moritz und seine Umgebung zu entdecken.

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