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Wer Hamburg verstehen will, muss erst das Meer verstehen. Die Reise für Hamburg-Besucher:innen beginnt daher im Internationalen Maritimen Museum (IMMH): Dieses zeigt, wie eng die Stadt mit dem Meer, der Schifffahrt und der Weltgeschichte verbunden ist. Bereit für eine Entdeckungsreise über sieben Decks?

Es geht durch die Jahrhunderte, über alle Weltmeere und in unbekannte Tiefen: Wer sich ins Internationale Maritime Museum Hamburg begibt, den erwartet eine einzigartige Entdeckungsreise. Über neun Decks hinweg erfahren Besucher:innen alles, was es über die Seefahrt zu wissen gilt: alte Navigationsinstrumente wie Astrolabien, Sextanten oder der Kompass reihen sich hier an Forschungsschiffe wie die Polarstern und die brandneue Methanol-betriebene „Uthörn“. Bereit, einzutauchen?

Maritime Schätze: das IMMH

Das Internationale Maritime Museum Hamburg (IMMH) befindet sich im alten Kaispeicher B
Das Internationale Maritime Museum Hamburg (IMMH) befindet sich im alten Kaispeicher B / © Foto: Internationales Maritimes Museum Hamburg

Das IMMH in der HafenCity befindet sich im historischen, zehn Stockwerke umfassenden Kaispeicher B. Bei diesem handelt es sich um den ältesten erhaltenen Speicherbau Hamburgs und einen einstigen Silo- und Bodenspeicher – er wurde um 1878/79 im neogotischen Stil der „Hannoverschen Schule“ erbaut. Für den Entwurf zeichnen die Architekten Bernhard Georg Jacob Hanssen und Wilhelm Emil Meerwein verantwortlich. Das Museum wurde 2008 – nach umfassenden Renovierungsarbeiten unter der Leitung der Architektin Mirjana Markovic – eröffnet. Es beherbergt die weltweit größte maritime Privatsammlung von Prof. Peter Tamm sen.

Internationales Maritime Museum Hamburg – Hard Facts

Von Bildern bis hin zu nautischen Geräten: das IMMH bietet maritime Vielfalt auf neun Decks
Von Bildern bis hin zu nautischen Geräten: das IMMH bietet maritime Vielfalt auf neun Decks / © FrontRowSociety.net, Foto: Christina Horn

Öffnungszeiten:
Koreastraße 1, 20457 Hamburg (Speicherstadt / Hafencity)
Mo. bis So.: 10:00 – 18:00 Uhr
Geschlossen am 24. und 25. Dezember

Eintrittspreise:
Erwachsene: 15 €
Kinder unter 6 Jahren: frei
Familienkarte: 30 €

IMMH – Zahlen, Daten, Fakten:

  • 9 Ausstellungsdecks
  • 12.000 Quadratmeter Ausstellungsfläche
  • 2 Kinderareale: Das „Schwimmende Klassenzimmer“ (Deck 1) und die „Tauchstation“ (Deck 7)
  • 1.700 Großmodelle von Schiffen, 7.000 Gemälde, Zeichnungen, Grafiken und Aquarelle, 50.000 Konstruktionspläne u. v. m.
Im Erdgeschoss des IMMH in Hamburg warten ein großer Museumsshop und die Fachbuchhandlung WEDE mit themenbezogenen Büchern und Mitbringseln. Perfekt, um sich glücklich zu stöbern!
Im Erdgeschoss warten ein großer Museumsshop und die Fachbuchhandlung WEDE mit themenbezogenen Büchern und Mitbringseln. Perfekt, um sich glücklich zu stöbern! / © FrontRowSociety.net, Foto: Christina Horn
  • Für den kleinen Hunger zwischendurch: Museumsbistro Alte Liebe und Café Bar Catch of the Day
  • Für das nautische Shopping-Vergnügen: Museumsshop und Fachbuchhandlung WEDE im Erdgeschoss
  • Nicht verpassen: Bei den Kapitänsführungen führen echte Seeleute durch das Museum und teilen ihre Erfahrungen.

Neun Decks, unzähliges Wissen

Auf neun Decks und 12.000 Quadratmetern Ausstellungsfläche tauchen Besucher:innen ein in die Welt der Nautik und des maritimen Lebens
Auf neun Decks und 12.000 Quadratmetern Ausstellungsfläche tauchen Besucher:innen ein in die Welt der Nautik und des maritimen Lebens / © FrontRowSociety.net, Foto: Christina Horn

Wer die gesamte Ausstellungsfläche des Museums abschreitet, sollte einiges an Zeit einberechnen. Denn der historische Kaispeicher B umfasst 12.000 Quadratmeter, auf denen sich – dicht gepackt – Jahrhunderte der Seemannsgeschichte versammeln. Dafür sollte man zumindest zwei, im besten Fall vier Stunden Besuchszeit einplanen.

  • Deck 1: Die Entdeckung der Welt – Navigation, Kommunikation, Leuchttürme, Globen und ein professioneller Schiffsführungssimulator.
  • Deck 2: Mit dem Wind um die Welt: Schiffe unter Segeln. Über 50.000 Miniaturmodelle, Piraterie, Kapitäne und das Leben an Bord.
  • Deck 3: Geschichte des Schiffbaus – Von der Handwerkskunst zur modernen Wissenschaft.
Im IMMH erfahren Neugierige außerdem alles rund um Flaggen und Segel
Im IMMH erfahren Neugierige außerdem alles rund um Flaggen und Segel / © FrontRowSociety.net, Foto: Christina Horn
  • Deck 4: Dienst an Bord – Uniformen, Rituale und medizinische Versorgung auf See.
  • Deck 5: Krieg und Frieden – Marinen der Welt seit 1815, U-Boote und Marinefliegerei.
  • Deck 6: Moderne Seefahrt – Handels- und Passagierschifffahrt, Containerlogistik, Kreuzfahrten.
  • Deck 7: Expedition Meer – Meeresforschung mit Exponaten des Konsortiums Deutsche Meeresforschung (KDM).
  • Deck 8: Kunstsammlung – Marinemalerei, Schatzkammer mit Knochenschiffen und Modellen aus Gold, Silber und Bernstein.
  • Deck 9: Modelle – Über 50.000 Miniaturmodelle im Maßstab 1:1250.
  • Deck 10/Sonderdeck: Eventbereich

Das IMMH und die Welt des Wassers

Von der Entdeckung der Welt mithilfe erster nautischer Navigationsgeräte bis hin zu Miniaturmodelle: Im IMMH gibt es einiges zu entdecken
Von der Entdeckung der Welt mithilfe erster nautischer Navigationsgeräte (wie dem Sextanten) bis hin zu Miniaturmodelle: Im IMMH gibt es einiges zu entdecken / © FrontRowSociety.net, Foto: Christina Horn

Das Museum zeigt anhand von Skulpturen, Modellen, Kunstwerken und Kostümen eindrucksvoll, wie die Weltmeere die Menschheit geprägt haben. Dabei stößt man auf Traditionen wie die Äquatortaufe oder auf moderne Praktiken wie die Containerisierung. Ein echter Tiefseeforschungsroboter und Modelle historischer Schiffe machen den maritimen Alltag erlebbar. Eindrucksvoll ist auch die Dokumentation der Geschichte der deutschen Forschungsschifffahrt – von Carl Chuns Tiefsee-Expeditionen bis zur Polarstern II.

Auch dem maritimen Leben ist im IMMH ein Teil der Ausstellung gewidmet
Auch dem maritimen Leben ist ein Teil der Ausstellung gewidmet / © FrontRowSociety.net, Foto: Christina Horn

Auch Technikbegeisterte kommen im IMMH auf ihre Kosten: Die Palette reicht vom bronzenen Drahtseil aus Pompeji bis zum modernen Forschungsschiff SONNE. Wer sich für nachhaltige Zukunftstechnologien in der Schifffahrt interessiert, erfährt hier auch alles über alternative Treibstoffe wie grünes Methanol oder Ammoniak.

Das IMMH besticht durch eine Vielfalt an Exponaten – darunter dreidimensionale Kartenmodelle
Das IMMH besticht durch eine Vielfalt an Exponaten – darunter dreidimensionale Kartenmodelle / © FrontRowSociety.net, Foto: Christina Horn

Sonderausstellungen 2025

Aktuell begeistert das IMMH mit zwei Sonderausstellungen, die die Zerbrechlichkeit maritimer Lebensräume thematisieren und noch bis August 2025 zu sehen sind. „Korallen – Farbenspiel in Kunst und Wissenschaft“ auf Deck 1 präsentiert metergroße Korallenriffe aus filigraner Handarbeit, ein echtes Must-see. Darunter das „Baden-Baden Satellite Reef“, ein von tausenden Menschen gehäkeltes Korallenriff.

„Zwischen Welle und Wabe“ auf Deck 8 widmet sich, parallel dazu, den Arbeiten der Künstlerin Tanja Thordsen. Ihre Werke aus reinem Bienenwachs wurden von der Struktur mariner Ökosysteme inspiriert. Ihre Arbeiten sind ein stiller, zugleich kunstvoller Appell an den Schutz der Ozeane.

Where to stay:

25hours Hotel HafenCity
Überseeallee 5, 20457 Hamburg, Deutschland

Wer das IMMH besuchen möchte und Lust auf maritimes Flair hat, ist im 25hours HafenCity bestens aufgehoben
Wer das IMMH besuchen möchte und Lust auf maritimes Flair hat, ist im 25hours HafenCity bestens aufgehoben / © FrontRowSociety.net, Foto: Christina Horn

Stylisch, zentral, maritim – und wenige Fußminuten vom IMMH entfernt. Das 25hours HafenCity mit Blick auf die Elbe und die Speicherstadt punktet mit nautisch inspiriertem Design und entspannter Atmosphäre.

Where to eat:

NENI Hamburg
Osakaallee 12, 20457 Hamburg, Deutschland

Für den großen Hunger nach dem Museumsbesuch spaziert man gemütlich ins nahegelegene NENI / © FrontRowSociety.net, Foto: Christina Horn
Für den großen Hunger nach dem Museumsbesuch spaziert man gemütlich ins nahegelegene NENI / © FrontRowSociety.net, Foto: Christina Horn

Beste Stärkung nach einem langen Museumstag: Das NENI serviert orientalische und mediterrane Mezze im Balagan-Style.

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