Italienischer Wein steht für Kultur, Handwerkskunst und ein Lebensgefühl, das weit über das Glas hinausreicht. Genau diesen Anspruch verfolgt Taste Trip. Das Konzept der Gründer Marco und Maura Mazzei überträgt die Atmosphäre ihrer florentinischen Weinbar 54 Rosso in ein exklusives Genusserlebnis für zu Hause.
In 15 sorgfältig kuratierten Weinreisen führen sechs renommierte Sommeliers durch einige der spannendsten Weinregionen Italiens. Ausgewählte Spitzenweine, digitale Masterclasses, perfekt abgestimmte Food-Pairings des italienischen Küchenchefs Loris Parigi sowie eine hochwertig gestaltete Edition machen jede Box zu einer inszenierten Reise durch die italienische Weinkultur. Mit einem Preis von rund 330 Euro pro Edition positioniert sich Taste Trip bewusst im Luxussegment. Im Interview mit FrontRowSociety Herausgeber Andreas sprechen Marco und Maura Mazzei über die Idee hinter dem Konzept, die Bedeutung von Storytelling, den Anspruch an Qualität und darüber, weshalb Wein erst durch Wissen und Emotionen zu einem echten Erlebnis wird.
Exklusiv-Interview mit Marco und Maura Mazzei von der Weinbar 54 Rosso aus Florenz
Andreas Conrad: Taste Trip überträgt das Erlebnis Ihrer Weinbar 54 Rosso in ein sorgfältig kuratiertes Produkt. Was war der konkrete Auslöser dafür, den Schritt von einem physischen Ort wie einer Weinbar hin zu einem skalierbaren Luxusprodukt zu gehen?

Marco: Wein ist weit mehr als nur ein Getränk. Er erzählt eine jahrtausendealte Geschichte, die in Italien vor rund 6.000 Jahren begann und bereits die alten Griechen, Etrusker und Römer begleitete. Über die Jahrhunderte hat sich diese Kultur bis zu den heutigen hochentwickelten Herstellungsmethoden weiterentwickelt. Für uns ist ein Glas Wein ohne das Wissen um seine Herkunft, seine Herstellung und die Arbeit der Winzer eine verpasste Chance.
Im 54 Rosso begleiten wir unsere Gäste persönlich und helfen ihnen dabei, Wein bewusst zu erleben. Gleichzeitig haben wir festgestellt, dass viele Menschen eine Flasche für zu Hause kaufen und dort auf genau diese Einordnung verzichten müssen. Aus dieser Erkenntnis entstand Taste Trip.
Dabei geht es nicht einfach nur um Wein, sondern um ein zu hundert Prozent in Italien entwickeltes Erlebnis, bei dem jedes Detail buchstäblich durch unsere Hände geht. Taste Trip schafft ein sorgfältig inszeniertes Ritual, das italienische Gastfreundschaft direkt ins eigene Zuhause bringt und große Weine mit ausgewählten Gerichten zu einem Genussmoment für alle Sinne verbindet.
Andreas Conrad: Jede Edition von Taste Trip folgt einer klaren Dramaturgie mit Sommeliers, Weinregionen und kulinarischen Kombinationen. Nach welchen Kriterien entscheiden Sie, welche Geschichten und Weinregionen in einem der 15 „Reisen“ vorgestellt werden?
Maura: Unsere 15 Reisen basieren auf drei emotionalen und konzeptionellen Säulen: Body, Mind und Soul. Wir behaupten nicht, Körper, Geist oder Seele tatsächlich heilen zu können. Vielmehr nutzen wir diese Dreiteilung als einen persönlichen und zugleich spielerischen Zugang zur Welt des Weins.
Bei der Auswahl der Weine und Regionen vertrauen wir auf die Erfahrung von Fabio Ceccarelli. Seine Kompetenz und seine Vision, die sich über viele Jahre der Zusammenarbeit bewährt haben, sind für uns eine verlässliche Grundlage. Für den Start mussten wir uns auf 45 Weine in den ersten 15 Boxen beschränken. Gleichzeitig arbeiten wir bereits an den nächsten Weinreisen.
Andreas Conrad: Sie arbeiten mit sechs renommierten Sommeliers sowie einem Koch für die Speisenbegleitung zusammen. Wie gelingt es Ihnen, die individuelle Handschrift jedes Experten mit einer einheitlichen Markenidentität von Taste Trip zu verbinden?
Marco: Dieses Gleichgewicht entsteht ganz natürlich, weil das gesamte Taste-Trip-Team dieselben Werte teilt: den kompromisslosen Anspruch an Qualität und den Wunsch, mit dem eigenen Können ein außergewöhnliches Erlebnis für die Kunden zu schaffen. Diese Haltung verbindet alle Beteiligten – von den Sommeliers und dem Koch über Designer und Fotografen bis hin zu Technikern und Projektkoordinatoren.
Wir behalten zwar die strategische Gesamtverantwortung, sind aber überzeugt, dass ein Projekt nur dann sein volles Potenzial entfalten kann, wenn jeder Experte innerhalb seines Fachgebiets ausreichend Freiraum erhält. Gerade dieses Zusammenspiel aus individueller Kreativität und gemeinsamer Vision prägt die Identität der Marke.
Andreas Conrad: Mit einem Preis von rund 330 Euro pro Edition positioniert sich Taste Trip bewusst im Luxussegment. Wie definieren Sie in diesem Zusammenhang den Begriff Luxus – über die Produktqualität, das Storytelling oder das Gesamterlebnis?

Maura: Ganz eindeutig über das Gesamterlebnis.
Viele Menschen probieren hochwertige Weine, ohne wirklich nachvollziehen zu können, weshalb sie so besonders sind – schließlich ist nicht jeder Sommelier. Taste Trip schafft den passenden Rahmen, damit jeder Wein unter optimalen Bedingungen erlebt werden kann. Allzu oft wird eine teure Flasche eher beiläufig geöffnet. Unser Konzept verleiht diesem Moment wieder den Stellenwert, den er verdient.
Von der hochwertigen Verpackung über Videotutorials und die sorgfältig ausgewählten Weine bis hin zu den Rezepten unseres Küchenchefs schaffen wir ein kulturelles Gesamtkonzept, das Wein als Träger von Wissen, Tradition und Handwerkskunst vermittelt. Ein derart hoher Qualitätsanspruch bringt zwangsläufig entsprechende Produktionskosten mit sich und erklärt unsere Positionierung im Luxussegment.
Gleichzeitig halten wir den aktuellen Preis für angemessen und gut erreichbar für Menschen, die regelmäßig hochwertige Weine genießen. Künftig werden wir noch exklusivere Premium-Editionen anbieten. Heute soll Taste Trip jedoch allen echten Weinliebhabern offenstehen.
Andreas Conrad: Ein zentrales Element Ihres Konzepts ist das digitale Storytelling über QR-Codes und Masterclasses. Welche Bedeutung hat die digitale Komponente im Verhältnis zum physischen Produkt, und wie verändert sie die Wahrnehmung von Wein?
Maura: Der digitale Teil ist ein unverzichtbarer Bestandteil des gesamten Erlebnisses. Würde man ihn entfernen, ginge der eigentliche Charakter von Taste Trip verloren. Ohne die multimediale Begleitung durch unsere Sommeliers wäre das Erlebnis vergleichbar mit einem Museumsbesuch ohne fachkundige Führung.
Ein Kunstwerk kann auch auf den ersten Blick faszinieren. Wirklich verständlich wird es jedoch oft erst, wenn jemand seine Geschichte, seinen Hintergrund und seine Bedeutung erklärt. Für uns ist Wein genau das: ein flüssiges Kunstwerk, das erzählt werden muss, um vollständig verstanden und geschätzt zu werden.
Andreas Conrad: Ihre Arbeit basiert auf einem über Jahre gewachsenen Netzwerk aus Weingütern, Sommeliers und Produzenten in ganz Italien. Welche Rolle spielte dieses Netzwerk bei der Entwicklung von Taste Trip, und wie bewahren Sie bei wachsender Produktion die Authentizität des Konzepts?
Marco: Das Netzwerk aus Winzern und Fachleuten, auf dem Taste Trip aufbaut, ist das Ergebnis von fast zehn Jahren täglicher Arbeit und persönlicher Beziehungen, die im Umfeld des 54 Rosso entstanden sind. Ohne dieses direkte, menschliche Netzwerk wäre ein Projekt wie dieses nicht möglich.
Die Authentizität auch bei steigenden Stückzahlen zu bewahren, ist eine bewusste Entscheidung. Natürlich wird das mit zunehmender Produktion deutlich anspruchsvoller. Dennoch bleibt unsere Philosophie unverändert: Qualität hat für uns immer Vorrang vor Quantität. Wir wollen wachsen, ohne Kompromisse bei der handwerklichen Sorgfalt und der Authentizität unseres Produkts einzugehen.
Ich bedanke mich bei Marco und Maura Mazzei für die Zeit und die aufschlussreichen Antworten.

Intervista esclusiva con Marco e Maura Mazzei del wine bar 54 Rosso di Firenze
Weitere Informationen
54 Rosso s.r.l. – Via San Gallo 54/R (50129)
Florence, Italy
Hinweis der Redaktion: Die in diesem Interview geäußerten Aussagen, Einschätzungen und Meinungen geben die persönlichen Ansichten des Interviewpartners wieder. Die Redaktion macht sich diese nicht zu eigen. Für die inhaltliche Richtigkeit der Angaben ist der Interviewpartner verantwortlich. Die Recherche erfolgte aufgrund der Zurverfügungstellung von Verkostungsmustern. Der Inhalt wurde unabhängig erstellt; eine Einflussnahme fand nicht statt.“





























































