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Bamberg fasziniert nicht nur durch seine tausendjährige Architektur, die als UNESCO-Weltkulturerbe geschützt ist. Die fränkische Metropole etabliert sich dank ihrer blühenden musikalischen Hochkultur und Gastronomie ebenso als Ziel für einen luxuriösen Kurzurlaub.

Das urbane Refugium: Hotel Villa Geyerswörth

Angesichts der strengen Denkmalschutzbestimmungen im historischen Zentrum, die einige Hotels von modernen Annehmlichkeiten wie Aufzügen ausschließen, ist das 4-Sterne Superior Hotel Villa Geyerswörth eine ausgezeichnete Wahl für einen Aufenthalt in Bamberg. Das moderne Haus schafft den Spagat zwischen zentraler und dennoch ruhiger Lage. Es verfügt über eine Tiefgarage direkt am Hotel und ermöglicht es, die wichtigsten Sehenswürdigkeiten der Altstadt bequem zu Fuß zu erreichen. Die Zimmer sind großzügig bemessen und zeitgemäß ausgestattet. Der positive Gesamteindruck wird durch die 24-Stunden-Rezeption mit aufmerksamem Personal, einen feinen, wenn auch kompakten Sauna- und Fitnessbereich im Souterrain sowie ein erlesenes Frühstücksbuffet abgerundet. Wer sich nach einem ausgedehnteren Wellness-Erlebnis sehnt, findet in der weitläufigen Schwimm- und Saunalandschaft Bambados außerhalb des Stadtzentrums ein luxuriöses Angebot mit sechs verschiedenen Saunen und eleganten Ruheräumen.

Archaisch: Aechtes Schlenkerla Rauchbier

Der Brauereigasthof
Der Brauereigasthof „Schlenkerla“ ist für sein Rauchbier bekannt / © Foto: FrankenTourismus / BAMBERG TKS / H. Leue

Die faszinierende Geschichte Bambergs ist untrennbar mit der Braukunst verbunden. Da die Regnitz einst zur Energiegewinnung gestaut und gleichzeitig als Abwasserkanal genutzt wurde, war das Bier damals deutlich bekömmlicher als Wasser. Einen tiefen Einblick in die Welt der traditionellen Brauer bietet der historische Brauereiausschank Schlenkerla in der Dominikanerstraße. Die Brauerei wurde erstmals 1405 urkundlich erwähnt und wird heute von der sechsten Generation der heutigen Eigentümerfamilie geführt. Sie ist bekannt für das Aechte Schlenkerla Rauchbier. Das Grünmalz erhält seinen charakteristischen, intensiven Rauchgeschmack durch die Trocknung über Buchenholz-Feuern. Das dunkle, braune Bier wird traditionell aus Eichenfässern gezapft. Unter den tiefhängenden Decken, deren Balken früher zum Schutz in Ochsenblut getaucht wurden, genießt man das Rauchbier im fränkischen „Seidla“ begleitet von traditionellen, deftigen Speisen.

Kulinarische Kreativität: Kuro Neko

Der kreativ angerichtete Salat ist Teil des Menüs im Bamberger Restaurant Kuro Neko
Der kreativ angerichtete Salat ist Teil des Menüs im Bamberger Restaurant Kuro Neko / © FrontRowSociety.net, Foto: Christian Kolb

Marco Schneider gilt mit seinem Restaurant Kuro Neko als einer der Vorreiter der gehobenen Küche in Bamberg. In seinem fränkisch-japanischen Konzeptrestaurant stehen drei Menüs zur Wahl, die unter kreativen Mottos wie „Aschenputtel“ präsentiert werden. Der Küchenchef serviert beispielsweise geschmorten Kürbis, fermentiertes Kimchi vom Butterkürbis sowie frittierten Rosenkohl mit Tamarindenketchup. Ein Begleitblatt erläutert nicht nur die Zutaten, sondern ordnet den Gang auch in die jeweilige Märchengeschichte ein. Der Gang „Schneewittchen“ präsentiert gebeizte Lachsforelle in einer Blutorangen-Traubensuppe, kombiniert mit Walnusscreme aromatisiertem Kohlrabisalat.

Im Bamberger Restaurant Kuro Neko wird das Fischgericht zu einer Inszenierung der Farben
Im Bamberger Restaurant Kuro Neko wird das Fischgericht zu einer Inszenierung der Farben / © FrontRowSociety.net, Foto: Christian Kolb

Als Hauptgang „Die drei kleinen Schweinchen“ begeistert eine Komposition aus 36 Stunden gegarten Wildschweinbäckchen mit Wolfsbeeren, gebratenem Blumenkohl und Topinambur auf einem Blumenkohl-Eisenkraut-Püree. Das Abschlussdessert „Süßer Brei“ besteht aus frittiertem Maronen-Hirsebrei mit einer geeisten Schokoladen-Birnen-Kugel und in Sirup eingelegten Maronen. Die fantasievollen und geschmackvollen Menüalternativen mit Fisch oder vegetarischen Zutaten begeistern anspruchsvolle Gourmets. Marco Schneider wechselt die Menüs regelmäßig und überrascht stets mit kreativen, saisonal passenden Themen.

Steakkultur mit Welterbe-Blick: Henrii

Im Bamberger Restaurant Henrii werden Steaks aus dem Josper Ofen serviert
Im Bamberger Restaurant Henrii werden Steaks aus dem Josper Ofen serviert / © FrontRowSociety.net, Foto: Christian Kolb

Das Restaurant Henrii liegt zwischen dem Alten Rathaus und dem Zentrum Welterbe Bamberg. Es bietet eine unkomplizierte, aber dennoch gehobene Atmosphäre, in der kulinarisch die auf dem Josper-Holzkohlegrill zubereiteten Speisen im Mittelpunkt stehen. Auch maritime Delikatessen gehören zum Repertoire des Henrii. So bilden die gut gewürzten „Wan Tan Tuna Tacos“ einen hervorragenden Auftakt für ein selbst zusammengestelltes Menü. Als Hauptgang ist das argentinische Steak ein Muss. Je nach ausgewählter Größe und Beilage variiert das Festmahl in seinem Umfang. Selbstverständlich stehen auch passende Desserts bereit, von Tiramisu über das Sorbet der Woche bis hin zur Käseplatte.

Elegant und Frei: Edelfrei

Das Eis im Restaurant Edelfrei ist eine besondere Köstlichkeit
Das Eis im Restaurant Edelfrei ist eine besondere Köstlichkeit / © FrontRowSociety.net, Foto: Christian Kolb

„Edel, aber trotzdem frei“ lautet das Motto des Bamberger Restaurants Edelfrei. Die Wahl eines Flamingos als Logo für ein Restaurant in einem Sandsteingebäude aus dem 18. Jahrhundert signalisiert kreativen Geist. Im Inneren wird diese Philosophie mit freundlichem, entschleunigtem Service umgesetzt. Eine Ceviche vom Kingfish als Vorspeise, gefolgt von einem köstlichen Fischgericht mit Fenchel und Brokkoli als Hauptspeise, und drei erlesene Kugeln Eis, darunter die spektakuläre Sorte mit mexikanischer Vanille, ermöglichen die Zusammenstellung eines genussvollen Abends. Auch wer nicht das gesamte Menü wünscht, ist im ehemaligen Palais der edelfreien Adelsfamilie von Aufseß willkommen. Im vorderen Bereich des Restaurants befindet sich eine Wein-Café-Bar, in der sowohl Weinanfänger als auch Profis in eleganter Umgebung begrüßt werden.

Klangliche Höhepunkte: Die Bamberger Symphoniker

Die Konzerthalle an der Regnitz ist Spielstädte der Bamberger Symphoniker
Die Konzerthalle an der Regnitz ist Spielstädte der Bamberger Symphoniker / © Foto: Peter Eberts

Auch musikalisch bietet Bamberg Hochkultur auf internationalem Niveau. Freunde klassischer Musik sollten sich ein Konzert der Bamberger Symphoniker nicht entgehen lassen. Gastdirigentin Elim Chan bestätigte Anfang Dezember die Richtigkeit des Mottos „Spielfreude“, als sie das Orchester und den Solisten Augustin Hadelich an der Violine durch einen inspirierenden Abend führte. Das Programm begann mit Sofia Gubaidulinas „Märchenpoem“, der Geschichte eines Kreidestücks. Es folgte Antonin Dvořáks Violinkonzert, dessen Finale, basierend auf dem böhmischen Volkstanz „Furiant“, besonders begeisterte. Nach der Pause stand Béla Bartóks „Konzert für Orchester“, ein Klassiker des 20. Jahrhunderts, auf dem Programm des vom Publikum gefeierten Konzerts.

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