Das Flaggschiff von Phoenix-Reisen feiert 2026 Jubiläum: Seit 20 Jahren ist die „Amadea“Teil der Flotte und erfreut sich großer Beliebtheit – nicht zuletzt dank ihrer „Zweitkarriere“ als ZDF-Fernsehtraumschiff.
Die „Amadea“ ist nicht das größte der Phoenix-Schiffe, versprüht jedoch durch ihre japanische Herkunft und ihre intime Bordatmosphäre einen ganz besonderen Charme. Auf dem deutschen Kreuzfahrtmarkt hat sie daher seit vielen Jahren einen festen Platz.

Familiär geht es bereits bei der Einschiffung zu. 80 Prozent der Gäste der bevorstehenden Kreuzfahrt sind Stammgäste, da ist das Wiedersehen zwischen Passagieren und Besatzung wie ein Klassentreffen. Maximal 570 Passagiere kann die „First Lady der Meere“ (Phoenix Reisen) fassen, nicht wenige von ihnen verbinden die „Amadea“ mit Herzschmerz-Romantik aus dem Fernsehen.

Ein Schiffsklassiker
Die schnittige „Amadea“ ist inzwischen ein Schiffsklassiker. 1991 gebaut, sind die Kabinennummern an Bord noch dreistellig, die Außendecks weitläufig, und ein Kasino sucht man genauso vergeblich wie ein Kinderspielzimmer. Zudem sind 95% der „Amadea“-Passagiere Deutsche, Österreicher oder Schweizer, auf einem Phoenix-Schiff ist man also auch sprachlich unter sich.

Die zweite Gelegenheit zum Wiedersehen (oder Kennenlernen) ist das Abendessen. In den beiden gleichwertigen Restaurants „Vier Jahreszeiten“ und „Amadea“ wird in einer einzigenlangen Tischzeit bei freier Platzwahl gespeist, wobei „lange“ von 18:30 Uhr bis 21 Uhr bedeutet – wer also das Auslaufen nicht verpassen oder nach seinem Landgang erst noch in Ruhe duschen möchte, kann sich dafür alle Zeit der Welt lassen.

Dass die „Amadea“ schon ein älteres Semester ist, erkennt man an ihrer klassischenEinteilung mit den Kabinen im vorderen Teil des Schiffes (es gibt an Bord ausschließlich Außenkabinen) und den öffentlichen Räumen achtern. Das sorgt für ruhige Kabinenkorridore, erfordert aber immer wieder ein bisschen Treppensteigen: Die Rezeption befindet sich auf Deck 5, die Bars und Lounges auf den Decks 6 und 9, und alles andere irgendwo dazwischen.

Lieblingsplätze
Überhaupt versprüht das Fernseh-Traumschiff den Charme klassischer Passagierschiffe: Hierzu gehören holzgetäfelte Wandpaneele etwa als Trennelemente zwischen den Fahrstühlen, das schöne teak-gedeckte Promenadendeck oder auch das große Modell der alten „Albatros“, das den Eingangsbereich der Vista Lounge ziert.

Ein anderer Lieblingsplatz an Bord: die auf Deck 9 gelegene Bibliothek. Nebst „Kaminzimmer“ ist dies der Raum an Bord, den die beiden Eigner des Schiffes seit dessenIndienststellung fast unangetastet gelassen haben. Schwere Polstersessel laden hier zumVerweilen ein, und die Bücherschränke sind im Gegensatz zu neueren Schiffen bis an den Rand gefüllt mit Romanen, Bildbänden und Schmökern aller Art.

Japanisches Erbe und deutsche Handschrift
Doch auch eine „Japanerin“ ist die „Amadea“ noch immer ein bisschen. Gebaut als „Asuka“, finden sich in der Inneneinrichtung noch immer Hinweise auf die 15 Jahre, die das Schiff unter der Flagge von Nippon Yusen Kaisha (NYK) Cruises verbracht hat. Das eindrucksvollste davon: das Kunstwerk „Song of the Seasons“, welches in Form eines riesigen Wandgemäldes als Bildhintergrund des Atriums dient.

Einen unverkennbar deutschen Charakter trägt die „Amadea“ nach 20 Jahren in der Phoenix-Flotte aber natürlich auch. So sind die Suiten auf Deck 10 nach deutschen Städten benannt, mischen sich in Harrys Bar unter Bilder von Musikinstrumenten auch Zitate von Friedrich Nietzsche und Wilhelm Busch, und stehen auf dem Sonnendeck echte Strandkörbe – ganz wie in Travemünde oder Westerland.

Die beiden Köpfe der „Amadea“ sind Kapitän Fronenbroek und Kreuzfahrtdirektorin Manuela Bzdega, die ein eingespieltes Team bilden. „Die „Amadea“ ist eine Lady und möchte auch wie eine solche behandelt werden“, erzählt uns der niederländische Kapitän, der sein Schiff kennt wie kein zweiter. Und auch die Kreuzfahrtdirektorin ist voll des Lobes für „ihr“ Schiff. Dessen größter Vorzug? Dass viele Programmpunkte nur einmal stattfindenmüssen. Das erleichtert nicht nur die Bord-Organisation, sondern schweißt auch Passagiere und Besatzung zusammen. Nicht ohne Grund begrüßt Phoenix seine Gäste mit dem Slogan „Willkommen an Bord – willkommen zu Hause“.
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