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Das Abenteuer beginnt an Bord: Die Star Flyer, ein 115 Meter langer Viermast-Topsegelschoner der Reederei Star Clippers, ist mit maximal 170 Gästen weit entfernt vom Massenbetrieb großer Kreuzfahrtschiffe. Statt schwimmender Kleinstadt erlebt man hier entspanntes Bordleben. Und genau das macht den besonderen Reiz aus.

Italien aus der besten Perspektive: Mitten im Tyrrhenischen Meer ruht die Star Flyer im endlosen Blau / © FrontRowSociety.net, Foto: Astrid Steinbrecher-Raitmayr
Italien aus der besten Perspektive: Mitten im Tyrrhenischen Meer ruht die Star Flyer im endlosen Blau / © FrontRowSociety.net, Foto: Astrid Steinbrecher-Raitmayr

Und das Beste ist,

dass die Erlebnisse nicht am Schiffsdeck enden. An Land warten neue Eindrücke – von Amalfi bis Positano, von Sorrent bis Ponza. Schon nach der ersten Nacht auf dem Tyrrhenischen Meer legt die Star Flyer an. Von da an reiht sich auf unserer fünftätigen Schiffsreise von und bis Civitavecchia ein Höhepunkt an den nächsten: mittelalterliche Gassen, mondäne Küstenorte, stille Buchten und große Namen. Italien zeigt sich bei jedem Stopp von einer neuen, unwiderstehlichen Seite.

Belohnung fürs Hinaufsteigen - Italiens Küste wie im Kino / © FrontRowSociety.net, Foto: Astrid Steinbrecher-Raitmayr
Belohnung fürs Hinaufsteigen – Italiens Küste wie im Kino / © FrontRowSociety.net, Foto: Astrid Steinbrecher-Raitmayr
Anlaufen statt Anreisen: Auf der Star Flyer erreicht man Gaeta übers Meer – und erlebt die Küste wie ein Entdecker / © FrontRowSociety.net, Foto: Astrid Steinbrecher-Raitmayr
Anlaufen statt Anreisen: Auf der Star Flyer erreicht man Gaeta übers Meer – und erlebt die Küste wie ein Entdecker / © FrontRowSociety.net, Foto: Astrid Steinbrecher-Raitmayr

Die Landgänge – Italien von seiner schönsten Seite

Gaeta – Nach der ersten Nacht liegt das Schiff frühmorgens zwischen Rom und Neapel an der „Ulysses-Riviera“. Normalerweise locken die mittelalterliche Altstadt, die Kathedrale Assunta e Sant’Erasmo und die Burg aus dem 13. Jahrhundert Besucher an. Bei unserem Besuch am Nachmittag aber: geschlossene Türen, verlassene Plätze – eine Stadt wie ausgestorben. Aber gerade diese Ruhe hatte auch etwas: leere Gassen, kein Gedränge, einmal Italien in der Hochsaison ganz ohne Trubel erleben.

Blick auf Gaeta: Zwischen Mittelalter und Mittelmeer ragt der Campanile von Sant’Erasmo in den Himmel / © FrontRowSociety.net, Foto: Astrid Steinbrecher-Raitmayr
Blick auf Gaeta: Zwischen Mittelalter und Mittelmeer ragt der Campanile von Sant’Erasmo in den Himmel / © FrontRowSociety.net, Foto: Astrid Steinbrecher-Raitmayr
Mittelalter trifft Mittelmeer: Gaetas Burganlage aus dem 13. Jahrhundert erhebt sich majestätisch über die dicht gedrängten Häuser der Altstadt / © FrontRowSociety.net, Foto: Astrid Steinbrecher-Raitmayr
Mittelalter trifft Mittelmeer: Gaetas Burganlage aus dem 13. Jahrhundert erhebt sich majestätisch über die dicht gedrängten Häuser der Altstadt / © FrontRowSociety.net, Foto: Astrid Steinbrecher-Raitmayr

Mit dem Tenderboot geht´s nach Amalfi …

Amalfis Dom mit seinem Glockenturm aus dem 13. Jahrhundert wirkt wie ein Wahrzeichen der Küste. Auf der Piazza davor drängen sich Cafés, Gelaterien und kleine Läden – das Leben pulsiert im Schatten der Kathedrale. Überall begegnet man den berühmten Amalfi-Zitronen: süß als Limoncello, erfrischend als eisgekühlte Granita, als Motiv auf bemalter Keramik oder Souvenirs wie Topfhandschuhen oder Schürzen.

Amalfi Zitronen: Amalfi lebt und liebt sein Markenzeichen in jeder erdenklichen Variante / © FrontRowSociety.net, Foto: Astrid Steinbrecher-Raitmayr
Amalfi Zitronen: Amalfi lebt und liebt sein Markenzeichen in jeder erdenklichen Variante / © FrontRowSociety.net, Foto: Astrid Steinbrecher-Raitmayr
Wir entscheiden uns für die gefrorene Variante - einfach köstlich / © FrontRowSociety.net, Foto: Astrid Steinbrecher-Raitmayr
Wir entscheiden uns für die gefrorene Variante – einfach köstlich / © FrontRowSociety.net, Foto: Astrid Steinbrecher-Raitmayr
Bestes Fortbewegungsmittel an Land: die gute alte Vespa, natürlich in der Farbe der Zitronen / © FrontRowSociety.net, Foto: Astrid Steinbrecher-Raitmayr
Bestes Fortbewegungsmittel an Land: die gute alte Vespa, natürlich in der Farbe der Zitronen / © FrontRowSociety.net, Foto: Astrid Steinbrecher-Raitmayr

… und mit dem Positano Jet weiter nach Positano

Da wir Amalfi bereits gut kennen, geht es für uns nach einem schnellen Espresso mit der Fähre weiter nach Positano (Positano-Jet, 10 Euro pro Strecke, Dauer rund 15 Minuten). Steile Gassen, rund 200 Boutiquen – je höher man steigt, desto hochwertiger die Auswahl. Mittagessen gönnen wir uns im Caffè Positano, dazu der Blick über die Bucht – die Tischreservierung hat sich ausgezahlt.

Landgang mit Postkartenmotiv: Wer Amalfi vom Meer aus anläuft, sieht die Stadt wie aus dem Bilderbuch / © FrontRowSociety.net, Foto: Astrid Steinbrecher-Raitmayr
Landgang mit Postkartenmotiv: Wer Amalfi vom Meer aus anläuft, sieht die Stadt wie aus dem Bilderbuch / © FrontRowSociety.net, Foto: Astrid Steinbrecher-Raitmayr
Auch Positano erreicht man am besten vom Meer: Der Positano Jet legt nach 15 Minuten Fahrt von Amalfi aus direkt im Herzen der Stadt an. Ticketpreis: 10 Euro – Ausblick: unbezahlbar / © FrontRowSociety.net, Foto: Astrid Steinbrecher-Raitmayr
Auch Positano erreicht man am besten vom Meer: Der „Positano Jet“ legt nach 15 Minuten Fahrt von Amalfi aus direkt im Herzen der Stadt an. Ticketpreis: 10 Euro – Ausblick: unbezahlbar / © FrontRowSociety.net, Foto: Astrid Steinbrecher-Raitmayr

Romantik pur & Kunst

Ein romantischer Programmpunkt ist das elegante Hotel Poseidon. Die Terrasse zählt zu den schönsten der Küste – hoch über dem Wasser, mit einem Ausblick, der atemberaubend ist. Und die Panna Cotta dort gehört – seit Jahrzehnten – zu den besten. Zwischen all den Souvenirshops erweist sich außerdem die Liquid Art System Galerie als ein Highlight – sehenswert, inspirierend und ein wohltuender Kontrast zum üblichen Gassentreiben.

Hotel Poseidon, Positano – seit 1955 ein Klassiker. Beliebt für seine Terrasse, den Ausblick und eine Panna Cotta, die man nicht vergisst / © FrontRowSociety.net, Foto: Astrid Steinbrecher-Raitmayr
Hotel Poseidon, Positano – seit 1955 ein Klassiker. Beliebt für seine Terrasse, den Ausblick und eine Panna Cotta, die man nicht vergisst / © FrontRowSociety.net, Foto: Astrid Steinbrecher-Raitmayr
Eine Terrasse wie aus einem italienischen Liebesfilm: Blütendach oben, Meer unten, Positano ringsum / © FrontRowSociet.net, Foto: Astrid Steinbrecher-Raitmayr
Hotel Poseidon: Eine Terrasse wie aus einem italienischen Liebesfilm: Blütendach oben, Meer unten, Positano ringsum / © FrontRowSociet.net, Foto: Astrid Steinbrecher-Raitmayr
Antica Sartoria - die Anlaufstelle für Touristen in allen Küstenorten. Dennoch werden hier nicht nur billige Souvenirs, sondern durchaus auch schöne Sachen verkauft / © FrontRowSociety.net, Foto: Astrid Steinbrecher-Raitmayr
„Antica Sartoria“ – die Anlaufstelle für Touristen in allen Küstenorten. Dennoch werden hier nicht nur billige Souvenirs, sondern durchaus auch schöne Sachen verkauft / © FrontRowSociety.net, Foto: Astrid Steinbrecher-Raitmayr
Mitten im Trubel von Positano bietet die Liquid Art System Galerie eine stille Bühne für zeitgenössische Kunst / © FrontRowSociety.net, Foto: Astrid Steinbrecher-Raitmayr
Mitten im Trubel von Positano bietet die „Liquid Art System Galerie“ eine stille Bühne für zeitgenössische Kunst / © FrontRowSociety.net, Foto: Astrid Steinbrecher-Raitmayr

Ravello und Pompej vertagt, Positano umso mehr genossen

Ein Abstecher nach Ravello wäre natürlich noch verlockend gewesen – hoch über der Küste, per Auto oder Roller erreichbar. Dort hätte man durch Gärten und Villen schlendern können: die Parkanlagen der Villa Rufolo – die Richard Wagner zu Szenen seines Parsifal inspirierten – oder die legendäre Terrace of Infinity in der Villa Cimbrone. Auch der historische Dom oder das modernistische Auditorium von Oscar Niemeyer prägen den kleinen Ort. Das Belmond Hotel Caruso thront in Ravello wie eine eigene Attraktion, bekannt für seine Terrasse, Gärten und den Infinity-Pool mit Blick über die Amalfiküste.

Doch wir haben uns so lange durch Positanos verwinkelte Gassen treiben lassen, dass am Ende keine Zeit mehr blieb. Auch Pompeji hätte sich angeboten – wir haben es im Juli aber bewusst ausgelassen, zu heiß, zu voll. Das heben wir uns für kühlere Tage in der Vor- oder Nachsaison auf. Ein Gelato mit Meerblick war die angenehmere Wahl.

Die Tischreservierung im Caffè Positano hat sich ausgezahlt - wir sitzen hoch über dem Meer und genießen Ausblick und Pasta / © FrontRowSociety.net, Foto: Astrid Steinbrecher-Raitmayr
Die Tischreservierung im „Caffè Positano“ hat sich ausgezahlt – wir sitzen hoch über dem Meer und genießen Ausblick und Pasta / © FrontRowSociety.net, Foto: Astrid Steinbrecher-Raitmayr
So geht Pasta. Einmal mit Muscheln... / © FrontRowSociety.net, Foto: Astrid Steinbrecher-Raitmayr
So geht Pasta. Einmal mit Muscheln… / © FrontRowSociety.net, Foto: Astrid Steinbrecher-Raitmayr
... und einmal mit Garnelen. Dazu ein Glas Wein und danach ein Espresso, das Leben ist schön / © FrontRowSociety.net, Foto: Astrid Steinbrecher-Raitmayr
… und einmal mit Garnelen. Dazu ein Glas Wein und danach ein Espresso – das Leben ist schön / © FrontRowSociety.net, Foto: Astrid Steinbrecher-Raitmayr

Benvenuti a Sorrento

Spektakulär thront Sorrent auf einer steilen Felswand über dem blauen Golf von Neapel. Der Blick nach oben zeigt die dicht bebaute Küstenlinie, die Stadt scheint förmlich auf den Klippen zu kleben. Wir beginnen den Tag im Grand Hotel Excelsior Vittoria, einer Ikone seit 1834. Von der Terrasse dieses historischen Hauses, in dem schon Caruso und Sophia Loren residierten, genießen wir bei einem Kaffee die Aussicht auf unser Schiff tief unter uns.

Sorrent empfängt seine Gäste mit Grandezza: Das Excelsior Vittoria thront hoch über dem Hafen / © FrontRowSociety.net, Foto: Astrid Steinbrecher-Raitmayr
Sorrent empfängt seine Gäste mit Grandezza: Das „Grand Hotel Excelsior Vittoria“ thront hoch über dem Hafen / © FrontRowSociety.net, Foto: Astrid Steinbrecher-Raitmayr
Vom Hafen führt der Weg entlang der Straße und über Treppen hinauf ins Herz von Sorrent / © FrontRowSociety.net, Foto: Astrid Steinbrecher-Raitmayr
Vom Hafen führt der Weg entlang der Straße und über Treppen hinauf ins Herz von Sorrent / © FrontRowSociety.net, Foto: Astrid Steinbrecher-Raitmayr
Verdient: Kurze Pause auf der Terrasse des Grand Hotel Excelsior Vittoria Sorrent / © FrontRowSociety.net, Foto: Astrid Steinbrecher-Raitmayr
Verdient: Kurze Pause auf der Terrasse des „Grand Hotel Excelsior Vittoria“ / © FrontRowSociety.net, Foto: Astrid Steinbrecher-Raitmayr

Gassen voller Leben und dennoch Winkel voller Ruhe

Danach geht es in die Altstadtgassen – ein Labyrinth voller kleiner Läden, Cafés und Boutiquen. Hier reiht sich eine Eisdiele an die nächste, daneben Feinkostgeschäfte, Keramikläden und Parfümerien, etwa Scotti Sorrento Perfumes, mit handgemachten Düften. Die Gassen sind quirlig, bunt, voller Leben – und dennoch findet man immer wieder auch stille Winkel.

Zum Mittagessen landen wir im La Lanterna, einem Restaurant in einer der kleinen Seitenstraßen. Dort werden wir nicht nur ausgezeichnet bekocht, sondern auch herzlich umsorgt. So herzlich, dass wir uns fast wie Stammgäste fühlen. Alternativ lohnen sich auch das Bistro La Maison Douce, das L’Abate Ristorante Pizzeria oder die Trattoria Donna Nina, alle drei ebenfalls beliebte Adressen für gutes Essen.

Muscheln, Prosciutto, Aperol – im La Lanterna in Sorrent schmeckt Italien so, wie man es sich vorstellt. Dazu Gastgeber, die einen wie alte Freunde behandeln / © FrontRowSociety.net, Foto: Astrid Steinbrecher-Raitmayr
Muscheln, Prosciutto, Aperol – im „La Lanterna“ in Sorrent schmeckt Italien so, wie man es sich vorstellt. Dazu Gastgeber, die einen wie alte Freunde behandeln / © FrontRowSociety.net, Foto: Astrid Steinbrecher-Raitmayr
Gaeta-Tipp: In der Trattoria Donna Nina gibt’s nicht nur gutes Essen, sondern mit Glück auch eine persönliche Führung vom Hausherrn / © FrontRowSociety.net, Foto: Astrid Steinbrecher-Raitmayr
Gaeta-Tipp: In der „Trattoria Donna Nina“ gibt’s nicht nur gutes Essen, sondern mit Glück auch eine persönliche Führung vom Hausherrn / © FrontRowSociety.net, Foto: Astrid Steinbrecher-Raitmayr
Nomen est omen: von der Terrasse des Hotel Bellevue Syrene genießen wir einen traumhaft schönen Ausblick / © FrontRowSociety.net, Foto: Astrid Steinbrecher-Raitmayr
Nomen est omen: von der Terrasse des „Hotel Bellevue Syrene“ genießen wir einen traumhaft schönen Ausblick. Und Prosecco / © FrontRowSociety.net, Foto: Astrid Steinbrecher-Raitmayr

Immer wieder dieser Ausblick …

Ein Abstecher führt uns in die Fotogalerie von Raffaele Celentano. Seine Schwarz-Weiß-Aufnahmen fangen italienisches Leben so ein, dass man glaubt, mitten in den Szenen zu stehen: spielende Kinder, alte Männer beim Kartenspiel, Nonnen beim Schaukeln.

Zum Abschluss des Tages zieht es uns ins Hotel Bellevue Syrene. Das Haus geht auf eine römische Villa aus dem 2. Jahrhundert v. Chr. zurück, wurde 1820 zum Hotel und ist seit 2011 Teil von Relais & Châteaux. 2024 erhielt es zwei Michelin Keys für Hospitality, 2025 wurde es offiziell als Relais & Châteaux Fünf-Sterne-Luxushotel ausgezeichnet. Wir nehmen einen Prosecco auf der Terrasse – hoch über dem Meer, mit Blick bis zum Vesuv.

1750 als Privatresidenz auf den Überresten einer römischen Villa errichtet, heute ist das Hotel Bellevue Syrene ein Relais-&-Châteaux-Luxushotel / © FrontRowSociety.net, Foto: Astrid Steinbrecher-Raitmayr
1750 als Privatresidenz auf den Überresten einer römischen Villa errichtet, heute ist das „Hotel Bellevue Syrene“ ein Relais & Châteaux Luxushotel / © FrontRowSociety.net, Foto: Astrid Steinbrecher-Raitmayr
Kristallklar und schillernd – das Meer zeigt sich hier in allen Blautönen / © FrontRowSociety.net, Foto: Astrid Steinbrecher-Raitmayr
Kristallklar und schillernd – das Meer zeigt sich hier in allen Blautönen / © FrontRowSociety.net, Foto: Astrid Steinbrecher-Raitmayr
In der Cala Corallo gibt es filigrane Silberarmbänder, Korallenketten oder Anhänger aus Bronze - alles entworfen von Alessandra Ravenna. Die Designerin arbeitet in New York für große Namen wie Van Cleef, Montblanc, Vera Wang, Mikimoto und Tiffany, bevor sie der Liebe wegen Manhattan den Rücken kehrte und nach Ponza zog / © FrontRowSociety.net, Foto: Astrid Steinbrecher-Raitmayr
In der „Cala Corallo“ gibt es filigrane Silberarmbänder, Korallenketten oder Anhänger aus Bronze – alles entworfen von Alessandra Ravenna. Die Designerin arbeitet in New York für große Namen wie Van Cleef, Montblanc, Vera Wang, Mikimoto und Tiffany, bevor sie der Liebe wegen Manhattan den Rücken kehrte und nach Ponza zog / © FrontRowSociety.net, Foto: Astrid Steinbrecher-Raitmayr

Geheimtipp Ponza

Freitag schließlich Ponza – eine Insel, die man fast als Geheimtipp im Tyrrhenischen Meer bezeichnen kann. Kristallklares Wasser, bizarre Klippen und versteckte Buchten machen sie zu einem Ort, an dem man unbedingt länger bleiben möchte. Besonders eindrucksvoll sind die Pilatus-Grotten, antike römische Fischbecken, die direkt in den Fels geschlagen wurden. Hoch über dem Meer thront der Leuchtturm von Guardia – einsam und majestätisch auf einem 80 Meter hohen Felsen. Und dann die Bucht von Chiaia di Luna, eingerahmt von strahlend weißen Klippen – so schön, dass man sie kaum in Worte fassen kann.

In den engen Gassen finden sich neben Alimentari – kleinen, meist familiengeführten Lebensmittelläden, die Obst, Prosciutto und italienische Käse verkaufen – auch feine Adressen wie die Boutique Oceano – eine kleine Schatzkammer für die Damenwelt. Auch kulinarisch hat die Insel einiges zu bieten: Das Ristorante Punta Bianca etwa mit seinen herzhaften Tagliatelle bis zu Pistazien-Cannoli. Oder die Oresteria by Ponza Fish: Hier kocht Chef Oreste Romagnolo, unkompliziert, regional, herrlich frisch. Spezialitäten sind u.a. Spaghetti mit Bottarga oder Kabeljaugerichte, serviert in rustikaler Eleganz mit Blick aufs Meer. Ponza ist ein Stück Italien, das man für sich behalten möchte – und doch jedem wünscht.

Ponza statt Trubel: Statt Selfiesticks und Touristenmassen dominieren hier Fischer im Hafen und Einheimische bei Limoncello und Kaffee / © FrontRowSociety.net, Foto: Astrid Steinbrecher-Raitmayr
Ponza statt Trubel: Statt Selfiesticks und Touristenmassen dominieren hier Fischer im Hafen und Einheimische bei Limoncello und Kaffee / © FrontRowSociety.net, Foto: Astrid Steinbrecher-Raitmayr
Der Fokus in der
In der „Oresteria by Ponza Fish“ dreht sich alles um frische Fischküche – kreativ, hochwertig und gern überraschend kombiniert. Auf der Karte stehen Gerichte wie eine feine Fischsuppe mit Limette und Kaviar oder die augenzwinkernden ‚Gnocchi Mojito‘ mit Thunfisch, Minze und Limette / © FrontRowSociety.net, Foto: Astrid Steinbrecher-Raitmayr
Statt Souvenirshops reihen sich auf Ponza noch die
Statt Souvenirshops reihen sich auf Ponza noch die „Alimentari“ an die Uferpromenade. Frisches Obst, Gemüse und lokale Spezialitäten stapeln sich unter der Markise – mit Blick auf Hafen und Fischerboote / © FrontRowSociety.net, Foto: Astrid Steinbrecher-Raitmayr

Wie neu aufgeladen

Über Nacht segelt die Star Flyer zurück nach Civitavecchia. Am Vorabend erklärt Kreuzfahrtdirektor Alex den Ablauf der Ausschiffung. Um 8 Uhr ist Beginn, bis 10 Uhr müssen alle Gäste das Schiff verlassen. Der Shuttle-Bus bringt uns zurück zum Shuttle-Bus-Bahnhof. Dort heißt es: Taxi zum Flughafen. Anfangs werden 280 Euro verlangt, am Ende zahlen wir 120 – geteilt durch sechs Reisende in einem Van. Tipp: Italienischkenntnisse sind von Vorteil.

Nach fünf Tagen an Bord fühlen wir uns wie neu aufgeladen. Die Star Flyer hat uns nicht nur von einem wunderschönen Ort zum nächsten gebracht, sondern Italien aus einer Perspektive gezeigt, die man an Land nie bekommt. Vom Meer aus anzulaufen, in kleinen Häfen festzumachen und die Freiheit an Bord zu genießen – wir hätten uns gut noch ein paar Tage mehr davon vorstellen können.

Unsere Reise neigt sich dem Ende zu. Draußen wartet die Star Flyer, bereit für die letzte Etappe. Ein Abend bleibt uns noch – und das Gefühl, etwas Besonderes erlebt zu haben / © FrontRowSociety.net, Foto: Astrid Steinbrecher-Raitmayr
Unsere Reise neigt sich dem Ende zu. Draußen wartet die Star Flyer, bereit für die letzte Etappe. Ein Abend bleibt uns noch – und das Gefühl, etwas Besonderes erlebt zu haben / © FrontRowSociety.net, Foto: Astrid Steinbrecher-Raitmayr

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