Der Kronplatz ist kein gewöhnlicher Gipfel. Er ist ein Berg mit vielen Gesichtern, ein Erlebnisraum statt nur Panorama und Höhenmeter.
Wer im Falkensteiner Hotel Kronplatz logiert, hat den Berg praktisch vor der Haustür – samt Seilbahn, Trail-Einstieg und Wanderwegen. Kaum steigt man in die Gondel, öffnet sich eine andere Welt. Hier vereinen sich Sport, Architektur und alpine Kultur zu einem grandiosen Outdoor-Erlebnis.

„Der Kronplatz ist wie eine Bühne – du steigst oben aus, und jede Richtung erzählt eine andere Geschichte“, sagt ein Einheimischer aus Bruneck zu mir, der am frühen Morgen die Gondel mit mir teilt. Dabei zeigt er mit leuchtenden Augen und einer ausladenden Geste auf das weite Gipfelplateau.

Kronplatz – facettenreicher Outdoor-Spielplatz
Oben, auf 2.275 Metern, empfängt mich der Berg mit einem Panorama, das von den Zillertalern bis zu den Dolomiten reicht – und mit zwei architektonischen Leuchttürmen: dem LUMEN Museum für Bergfotografie, das den Blick auf die Alpen in Szene setzt, sowie dem Messner Mountain Museum Corones, wo Reinhold Messner die Geschichte des Alpinismus in monumentaler Architektur erzählt. Beides verbindet sich hier zu einem kulturellen Dialog zwischen Mensch und Natur – eine gelungene Symbiose aus Moderne und Hochgebirge.


Ein paar Schritte weiter trifft man auf zwei Wahrzeichen des Kronplatzes: die monumentale Friedensglocke Concordia 2000, die jeden Mittag erklingt und ihre Botschaft über die Täler trägt, und – für die Mutigen – die große Riesenschaukel am Gipfelrand. Dort pendelt man, gut gesichert, mit freiem Blick ins Pustertal. Und genau in dem Moment zwischen Schweben und Staunen höre ich die Rufe voller Überraschung und Glück der jungen Wanderin, die jetzt die Berge aus der Vogelperspektive sieht. Als sie aus dem Gurt steigt, sagt sie lachend: „Wenn du schaukelst, fühlt sich der Himmel plötzlich ganz nah an – und die Erde unglaublich weit weg.“ Nur ein paar Schritte weiter starten die Paraglider zu ihrem Flug über das Pustertal. Ich bleibe einen Augenblick stehen und schaue ihnen nach, wie sie sanft und still in der Weite entschwinden.




Auf zwei Rädern oder zwei Beinen durch das Paradies
Der Kronplatz ist ein Eldorado für Biker. Das ausgebaute Mountainbike- und Downhillnetz lässt kaum Wünsche offen: Flowtrails, technische Linien, schnelle Waldpassagen und geshapte Kurven, die vom Gipfel bis ins Tal führen. Ich sehe Namen wie Alex Trail, Andreas Trail oder Crazy Bunny Line – sie stehen Pate für Abwechslung pur, denn jeder Trail hat seinen eigenen Charakter, mal verspielt, mal fordernd.

Ein lokaler Bikeguide, der regelmäßig Gruppen auf den Berg führt, erzählt mir, dass die Biker samt Rad mit den Bergbahnen bequem nach oben gelangen. Ob Einsteiger oder erfahrene Downhiller – die Auswahl an Strecken und die moderne Infrastruktur machen den Kronplatz zu einem der vielseitigsten Bike-Spots der Alpen. „Man spürt hier die Freiheit jedes Höhenmeters – die Trails sind technisch fordernd, aber immer fair.“ Für E-Biker stehen zudem mehrere Rundrouten bereit, die sanftere Wege durch Wälder und Wiesen verbinden, oft mit gemütlichen Hüttenstopps und Panoramaplätzen.

Wer – so wie ich – lieber zu Fuß unterwegs ist, findet ein ebenso feinmaschiges Wandernetz. Von gemütlichen Familienwegen über aussichtsreiche Höhenpfade bis hin zu anspruchsvollen Steigen reicht die Palette. Viele Routen lassen sich dank der Gondel kombinieren – wer mag, fährt hinauf und wandert gemächlich talwärts. Trittsicherheit und eine solide Kondition sind für die längeren Bergtouren empfehlenswert, doch die Vielfalt an Routen erlaubt es, die eigene Herausforderung zu wählen.



Im Frühling, Sommer und Herbst profitieren Gäste zudem von verschiedenen Tourismus- und Gästekarten, die Busse, Züge und oft auch Seilbahnen inkludieren. Viele Hotels – darunter auch das Falkensteiner – bieten saisonale Pakete an, bei denen Berg- und Talfahrten Teil des Aufenthalts sind. So bleibt mehr Zeit, um die Aussicht zu genießen, statt Tickets zu suchen.

Genuss, der von den Bergen erzählt
Nach so viel Bewegung lockt die Einkehr – und am Kronplatz wird sie zur kulinarischen Entdeckung. Im Restaurant AlpiNN am Gipfel, geführt von Sternekoch Norbert Niederkofler, erlebt man seine Philosophie „Cook the Mountain“ in Reinform. Hier kommen nur Zutaten auf den Teller, die die Region hergibt, sorgfältig komponiert und mit Respekt vor Herkunft und Saison. „Wir kochen nicht gegen den Berg, sondern mit ihm“, sagt Niederkofler, wenn er über seine Philosophie spricht. „Jede Pflanze, jedes Produkt hat hier eine Geschichte. Wir wollen sie schmeckbar machen.“ Niederkoflers Gerichte sind ein kulinarischer Dialog mit der Landschaft: Jede Zutat erzählt von den Wiesen, Wäldern und Bauernhöfen rund um den Berg.


So schließt sich am Kronplatz der Kreis: Bewegung, Begegnung und Bewusstsein. Was mit einer Gondelfahrt begann, endet mit einem Blick auf die Dolomiten und einem Geschmack, der die Essenz dieses magischen Ortes einfängt. Zwischen Trail und Tisch, zwischen Glockenklang und Bergluft wird klar: Der Kronplatz ist ein Lebensgefühl – dynamisch, sinnlich, geerdet.

Infobox: Tipps & Highlights am Kronplatz
- Beste Zeit:
Mai bis Oktober – im Frühling für ruhige Wanderungen, im Sommer für Trail-Action, im Herbst für klare Luft und Panorama pur - Ausgangspunkt:
Falkensteiner Hotel Kronplatz, Reischach – direkter Zugang zu Seilbahnen und Bike-Verleih - Nicht verpassen:
- Riesenschaukel: Der Kick über dem Abgrund mit Dolomitenblick.
- Friedensglocke Concordia 2000: Läutet täglich um 12 Uhr – ein Moment der Stille über den Gipfeln
- LUMEN & MMM Corones: Zwei Museen, die Kunst, Geschichte und Architektur mit dem Berg verbinden
- AlpiNN Restaurant: Regionale Haute Cuisine mit Aussicht – und mit Ethos
- Tipp für Aktive:
Kombiniere Bike & Hike: Morgens mit dem Bike über die Trails, nachmittags ein leichter Gipfelweg oder ein Besuch im Museum – und abends Spa im Falkensteiner

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