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Statt einer langen Autofahrt oder eines mitunter anstrengenden Flugs lässt sich die Schweiz jetzt auch bequem mit einem durchgehenden ICE erreichen.

Der ICE 107 verbindet Hamburg mit Brig und ermöglicht Reisenden aus zahlreichen deutschen Städten (Hamburg-Altona, Bremen, Osnabrück, Münster, das Ruhrgebiet, Düsseldorf, Köln, Frankfurt, Mannheim, Karlsruhe, Baden-Baden und Freiburg) eine komfortable Anreise ohne Umsteigen. In Brig kommt man am frühen Abend an, sodass einem guten Abendessen in einem der örtlichen Restaurants oder einer für die Region typischen Raclette Party nichts im Wege steht.

Auf dem Weg zum Matterhorn

Das Schneefeld zeigt, wie hoch schon der Aussichtspunkt mit Blick auf das Matterhorn ist
Das Schneefeld zeigt, wie hoch schon der Aussichtspunkt mit Blick auf das Matterhorn ist / © FrontRowSociety.net, Foto: Christian Kolb

Die Matterhorn Gotthard Bahn ist als ganz normaler Regionalzug ein Stück auf der gleichen Strecke unterwegs wie der legendäre Glacier Express. In rund 90 Minuten erlebt man vom Zug aus die landschaftliche Schönheit der Schweizer Alpen und kommt schließlich in der autofreien Touristendestination Zermatt an. Gleich gegenüber dem Bahnhof startet die Gornergrat Bahn. Der Zug in die Berge ist auch im Sommer stark nachgefragt, sodass es sich lohnt neben dem Ticket für einen kleinen Aufpreis das „Priority Boarding“ zu buchen, damit man als eine der ersten Personen an Bord gehen und sich einen schönen Fensterplatz aussuchen kann. Die Zahnradbahn fährt in 35 Minuten über eine landschaftlich reizvolle Strecke, bei der man den dreieckigen Gipfel des Matterhorns aus verschiedenen Perspektiven sehen kann.

Matterhorn und Gletscherblick

Wie ein gigantischer, gefrorener Fluss fließt der Gletscher langsam ins Tal
Wie ein gigantischer, gefrorener Fluss fließt der Gletscher langsam ins Tal / © FrontRowSociety.net, Foto: Christian Kolb

Die Bergstation liegt auf 3.089 Metern und bietet einen ebenso spektakulären Blick auf das Matterhorn und die Bergkulisse. Insgesamt kann man von der Aussichtsplattform mit 360°-Blick über die Berge bei gutem Wetter 29 Viertausender sehen. Wendet man den Blick in eine andere Richtung, sieht man den drittgrößten Gletscher der Alpen. Der Gornergletscher ist rund 12,9 km lang und fließt eindrucksvoll den Berg hinab. An den Felsen an der Seite kann man erkennen, wie mächtig der Gletscher einst war. Insgesamt sieben unterschiedlich große Gletscher kann man vom Gornergrat sehen. Als besonderen Hingucker hat die Gornergrat Bahn einen ihrer historischen Züge vergolden lassen und auf die Aussichtsplattform „Golden Spot“ gestellt. Wer mag, kann in der ZOOOM Multimedia-Ausstellung mehr über die Bergwelt rund um das Matterhorn erfahren.

Gehobene Gastronomie mit Bergblick

Einer der alten Wagen der Bergbahn wurde vergoldet und ist nun ein beliebtes Fotomotiv
Einer der alten Wagen der Bergbahn wurde vergoldet und ist nun ein beliebtes Fotomotiv / © FrontRowSociety.net, Foto: Christian Kolb

Im Kulm Hotel auf dem Gornergrat liegt das Glacier Alpine Kitchen Restaurant. Auf der Terrasse mit Blick auf das Matterhorn schmecken internationale und Walliser Spezialitäten besonders gut. Sei es ein Rinds-Tatar mit Eigelb, Radieschen, Senf und Bergkräuter-Focaccia, ein Rösti mit Raclettekäse oder Walliser Cholera, ein in der Region typischer Butterteigkuchen mit Kartoffeln, Äpfeln und Bergkäse. Auch bei den Hauptgängen hat das Glacier Alpine Kitchen Restaurant einiges zu bieten. Sei es das Cordon bleu vom Thurgauer Apfelschwein mit Gruyère Käse oder das Alpen-Lamm mit Bergkräuterkruste. Mit Blick auf das Matterhorn schmecken diese Spezialitäten besonders gut. Gut gestärkt kann man trotz der Höhenluft noch eine kleine Runde um die Aussichtsplattform gehen oder man entscheidet sich für eine längere Wanderung.

Aus der fahrenden Bergbahn bieten sich immer neue Perspektiven auf den Gipfel des Matterhorns
Aus der fahrenden Bergbahn bieten sich immer neue Perspektiven auf den Gipfel des Matterhorns / © FrontRowSociety.net, Foto: Christian Kolb

Je nach Kondition startet man zu Fuß am Gornergrat oder man fährt mit der Gornergrat Bahn ein Stück in Richtung Tal. An der Station Rotenboden liegt auf 2.800 Meter Höhe der höchstgelegene Alpingarten Europas. In dem abgezäunten Gebiet sind seltene und widerstandsfähige Alpenblumen zu sehen, die sich an das extreme Klima angepasst haben. Botanikfreunde können mit Hilfe von QR-Codes alles über die Pflanzen erfahren. Für alle anderen sind die von Juli bis Mitte August in voller Blüte stehenden Pflanzen einfach eine farbenfrohe Freude in der kargen Bergwelt.

Eine Wanderung am Riffelsee vorbei

Je weniger Wind, desto besser spiegelt sich der Gipfel des Matterhorns im Wasser des Riffelsees
Je weniger Wind, desto besser spiegelt sich der Gipfel des Matterhorns im Wasser des Riffelsees / © FrontRowSociety.net, Foto: Christian Kolb

Wenige Minuten unterhalb des Alpengartens liegt der malerische Riffelsee. In seinem meist ruhigen Wasser spiegeln sich oft der Gipfel des Matterhorns und die umgebenden Wolken, was den See zu einem beliebten Fotomotiv macht. Während sich am bekannten Riffelsee häufig viele Touristen aufhalten, folgt kurz dahinter ein zweiter See, der meist menschenleer und genauso sehenswert ist. Der Wanderweg zur Bahnstation Riffelberg ist rund 2,9 km lang, überwindet dabei aber 233 Höhenmeter, sodass man auf gutes Schuhwerk achten sollte. Bergab ist die Wanderung gut in einer Stunde zu schaffen, allerdings sollte man genug Zeit für Pausen einplanen, um das eindrucksvolle Bergpanorama zu genießen.  Am Riffelberg kann man später wieder in die Bergbahn steigen und sich zurück nach Zermatt bringen lassen, wo man den Tag im geschäftigen Stadtzentrum ausklingen lässt.

Eine kleine Wanderung durch den Alpingarten führt zum Riffelsee
Eine kleine Wanderung durch den Alpingarten führt zum Riffelsee / © FrontRowSociety.net, Foto: Christian Kolb

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