Ein innovatives Gastronomieerlebnis gibt es in Kapstadts quirligem Vorort Woodstock zu entdecken – The Test Kitchen. Es gehört zu den 50 besten Restaurants der Welt und in Südafrika steht das stylische Restaurant von Luke Dale-Roberts auf Platz eins. Sein innovatives Gastronomiekonzept avancierte zur Pilgerstätte globaler Gourmets, weshalb mehrere Monate im Voraus ein Tisch reserviert werden sollte.

Die letzten Vorbereitungen und Absprachen werden getroffen, denn in wenigen Minuten finden die ersten Feinschmecker Einlass
Die letzten Vorbereitungen und Absprachen werden getroffen, denn in wenigen Minuten finden die ersten Feinschmecker Einlass / © Redaktion FrontRowSociety.net

Die Welt unter einem Dach

So mancher Essensbegeisterte richtet seinen Reiseplan nach Luke Dale-Roberts, der das einzigartige Restaurant seit 2010 betreibt. Wir trafen Menschen aus New York, die eigens für den Restaurantbesuch nach Kapstadt reisten, eine Gruppe aus Philadelphia, Briten, Australier sowie Gourmets aus Japan und Indien.

Es ist immer wieder eine Freude zu sehen, wie Essen und Trinken Menschen jeglicher Nationen und Ethnien miteinander verbindet. Erst recht in der lockeren und entspannten Atmosphäre, die im Restaurant The Test Kitchen vorherrscht. Besonders interessant für Hobbyköche ist der Platz am Küchentresen. Vis-à-vis der Akteure sind Entstehungsprozesse hautnah erlebbar, können die flinken Handgriffe direkt mitverfolgt werden.

Am Tresen sitzend ist die Konzentration der Küchencrew zum Greifen nahe
Am Tresen sitzend ist die Konzentration der Küchencrew zum Greifen nahe / © Redaktion FrontRowSociety.net

Luke Dale-Roberts verkörpert den fleischgewordenen subkulturellen Kreativen. Seine Wiege steht in Irland, doch sein Herz schlägt für Südafrika. Nach namhaften europäischen Stationen gewann er in Asien Inspirationen, die seinen Horizont erweiterten. Die Eindrücke seiner unsteten Wanderjahre bilden nun einen Schmelztiegel aus den unterschiedlichsten Küchen der Welt. Überbordende Aromen und gewagte Kombinationen zeichnen den Stil des Mannes aus, der nicht nur ein großartiger Koch ist, sondern ein noch besserer Gastronom.

Luke Dale-Roberts - weitgereister kulinarischer Kosmopolit
Luke Dale-Roberts – weitgereister kulinarischer Kosmopolit / © Redaktion FrontRowSociety.net

Fine Dining im Industriedesign

In dem hippen Stadtteil Woodstock tummeln sich geschäftstüchtige Schöpfer, die hier die Trends von morgen setzen. Auch The Test Kitchen reiht sich in die Riege des Understatements ein. Auf Statussymbole verzichtend, stellt doch das Konzept so manches schicke Restaurant in den Schatten. The Test Kitchen ist mehr als ein Restaurant, es ist ein Erlebnis.

Wir waren eingeladen, vor den ersten Gästen das Restaurant zu betreten, um Luke zu treffen und den vielen fleißigen Händen bei den Vorbereitungen zu zuschauen. Unser Eindruck: Luke Dale-Roberts überlässt nichts dem Zufall, keine stoische Gelassenheit, alles ist perfekt geplant.

das Markenzeichen des Luke Dale-Roberts sind die Synergien der unterschiedlichsten Küchenstile
Das Markenzeichen des Luke Dale-Roberts (re.) ist die Synergie der unterschiedlichsten Küchenstile; hier im Gespräch mit FrontRowSociety Redakteurin Annett Conrad / © Redaktion FrontRowSociety.net

Getaktet wie ein Schweizer Uhrwerk treffen die Gäste ein. Jeder Tisch wird zu einer exakt vorher bestimmten Uhrzeit besetzt und jeder Mitarbeiter kennt seinen Posten bis ins Detail. Von Anfang bis Ende ist das Erlebnis “The Test Kitchen” bestimmt durch Perfektion, einzelne Rädchen fügen sich nahtlos ineinander, um dem Gast einen vollendeten Abend zu bescheren.

Die einzelnen Gerichte liegen im fabelhaften Restaurant The Test Kitchen jenseits des Mainstreams. Der Aufwand an Vorbereitungen ist enorm und während die Gäste lässig plaudernd am Tisch sitzen, funktioniert hinter der Bühne ein eingeschworenes Netzwerk aus geübten Handgriffen und nonverbaler Kommunikation
Die einzelnen Gerichte liegen in dem unverwechselbaren Restaurant The Test Kitchen jenseits des Mainstreams. Der Aufwand an Vorbereitungen ist enorm und während die Gäste lässig plaudernd am Tisch sitzen, funktioniert hinter der Bühne ein eingeschworenes Netzwerk aus geübten Handgriffen und nonverbaler Kommunikation / © Redaktion FrontRowSociety.net

Angekommen im Dark Room gehört dieser Teil des Restaurants dem Amuse bouche. Es hat eher den Anschein, man säße in einer Old Fashioned Bar. In dem Ambiente aus Holzverkleidung im Industrie-Vintage-Style, tiefen, bequemen Sesseln und dämmriger Beleuchtung richtet man automatisch den Fokus auf seinen Gesprächspartner und natürlich auf die Köstlichkeiten, die in sieben kleinen Gängen die Entdeckung der kulinarischen Unendlichkeit beginnen lassen.

The Dark Room - angekommen im shabby chic Industrie-Design erinnert die äußere Hülle noch an die einstige Industriekultur des Vorortes Woodstock
The Dark Room – angekommen im shabby chic Industrial-Design erinnert die äußere Hülle noch an die einstige Industriekultur des Vorortes Woodstock / © Redaktion FrontRowSociety.net

Zwei Dinge bekommt der geneigte Gourmet zuerst gereicht: Eine Weltkarte, auf der die kulinarischen Stationen des Amuse Bouches verzeichnet sind sowie einen Gin-Cocktail, gemixt in vier unterschiedlichen Geschmacksrichtungen. Dieser Gin wurde eigens für Luke’s Restaurant von der jungen Destillerie Hope on Hopkins hergestellt. Diese liegt nur einen Steinwurf entfernt und hat sich mit außergewöhnlichen und qualitativen Gin-Kreationen binnen kurzer Zeit in der ersten Liga positioniert. 

Die junge Destillerie von Lucy Beard und Leigh List steht Pate für erstklassige Gins, die auch in Deutschland bereits die Barszene erobert haben. Hier ist ein Mitarbeiter mit dem Messen des Alkoholgehalts beschäftigt / © Redaktion FrontRowSociety.net
Hope on Hopkins: Die junge Destillerie von Lucy Beard und Leigh List steht Pate für erstklassige Gins, die auch in Deutschland bereits die Barszene erobert haben. Hier ist ein Mitarbeiter mit dem Messen des Alkoholgehalts beschäftigt / © Redaktion FrontRowSociety.net

Bon Voyage

Ausgangspunkt Schottland: Mit einem Shortbread begann die Reise durch die kulinarische Welt des Luke Dale-Roberts. Das traditionelle süße Mürbeteiggebäck wurde mit Trüffel-Gelee, Enterleberparfait sowie einer dunklen Schokolade mit Trüffel-Infusion verfeinert und ganz royal mit 24 Karat Plattgold verziert.

Erster Zwischenstop Korea: Pico-Gemüse – Baby-Bio-Gemüse reichte das Dark Room Team mit einem Tofu Dip. Für das intensive Aroma des Dips sorgte Ssamjang, eine koreanischen Würzpaste.

Auftakt zum kulinarischen Stopover im Dark Room: Gincocktail, schottisches Shortbread, koreanisches Pico-Gemüse mit der noch aufgerollte Reiseroute
Auftakt zum kulinarischen Stopover im Dark Room: Gincocktails, schottisches Shortbread, koreanisches Pico-Gemüse mit der noch aufgerollte Reiseroute / © Redaktion FrontRowSociety.net

Kurzer Anschlussflug nach Japan: Ein absolut fantastisches Thunfisch-Sashimi mit Rotkohl, Rotkohl-Gelee, Apfel-Senf-Dressing sowie Senfmayonnaise wartete während dieses Zwischenstops im Land des Lächelns.

Grandios: Thunfisch mit Sashimi mit Rotkohl
Grandios: Thunfisch mit Sashimi und Rotkohl / © Redaktion FrontRowSociety.net

Rückkehr nach Europa, nach England: Pork Scatchings, der fast legendäre englische Snack aus Schweineschwarte kommt im TTK neu interpretiert mit Topinambur und gewürzt mit einem Sherry-Essig-Salz gemeinsam mit geröstetem Mehl und einem Guinness-Bierschaum zum Gast. 

Dieses Stilleben könnte auch in Hogwarts aufgenommen worden sein, doch wir befinden uns immer noch im Dark Room bei Pork Scatching's und Schaum von einem Guinness
Dieses Stilleben könnte auch in Hogwarts aufgenommen worden sein, doch wir befinden uns immer noch im Dark Room bei Pork Scatching’s und Schaum von einem Guinness / © Redaktion FrontRowSociety.net

Weiterreise nach Südafrika: Tatare vom Blessbock – der Blessbock ist eine in Südafrika endemische Antilopenart – setzte das Team mit gerösteten Roten Beten, einer geräucherten Aioli-Creme, Pumpernickel Crisp sowie einem Dressing aus roten Zwiebeln und Trüffel mit etwas Parmesan in Szene.

Nächster Stop Mauritius: Exotisches Aromenspiel mit Kokosnuss-Langoustine – die pochierte Langoustine vollendete man mit einen Kokosnussdressing und drapierte diese, mit einem Kurkuma-Apfelband umwickelt, auf Korianderpesto. Das Yuzo-Gelee sorgte für die fruchtige Frische. 

Lasst Farben sprechen. Kokosnuss Langoustine à la Mauritius
Lasst Farben sprechen. Kokosnuss Langoustine à la Mauritius / © Redaktion FrontRowSociety.net

Ankunft Indien: Lamm Roti – der auf dem indischen Subkontinent beheimatete dünne Teigfladen (Roti) wurde hier mit langsam geschmortem Lamm gefüllt. Des Weiteren fanden Erdnuss Salsa, Limetten-Labneh und Jalapeño in die Füllung, Würze und Dekoration zugleich war das Angel-Hair Chili.

Indische Lamm Roti - die würzig gefüllten Teigfladen waren die letzte Station im Dark Room
Indische Lamm Roti – die würzig gefüllten Teigfladen waren die letzte Station im Dark Room / © Redaktion FrontRowSociety.net

Nach diesem Kurztrip ist der Gourmet soweit, durch eine unscheinbare Pforte zu schreiten. Diese Retro-Look Holztür lässt durch ein Bullauge einen Blick in den Light Room zu und öffnet sich nach mystischen Klopfzeichen des „man in charge“: 

Knockin’ on Heaven’s Door 

Der Light Room könnte nicht kontrastreicher sein. Man befindet sich in Restaurant und Küche gleichermaßen. Umgeben von Ziegelsteinwänden stehen distinguiert gedeckte Tische, ganz klassisch mit geschliffenen Gläsern und mit auf Hochglanz poliertem Besteck. Gerade noch lauschte man sanfter klassischer Musik, geht es im Light Room lebendiger zu, unterstützt durch House-Musik und unbeschwert plaudernden Gästen.

The Test Kitchen - Willkommen im Light Room mit der Garantie für exzellente Haute Cuisine und erstklassige Weine
The Test Kitchen – Willkommen im Light Room mit der Garantie, exzellente Haute Cuisine und erstklassige Weine zu erleben / © Redaktion FrontRowSociety.net

Als interessierte Kulinariker nehmen wir am Tresen Platz. Es herrscht immer noch Betriebsamkeit hinter demselben, doch auch hier kennt jeder seinen Job. Jeder Handgriff sitzt, die Vorbereitungen sind perfekt gelaufen, hochkonzentriert arbeitet jedes Teammitglied an der jeweiligen Position. Über all diese einstudierten Abläufe wacht Head Chef Ryan Cole, die rechte Hand von Starkoch Luke. Mit autoritärer Nonchalance nimmt er jeden Teller in Augenschein, bevor dieser den Gast erreicht und organisiert fast unbemerkt den reibungslosen Ablauf.

Head Chef Ryan Cole verkörpert die wachsame Instanz des Teams. Mit ihm eröffnete Luke Dale-Roberts im Oktober ein neues Restaurant in Camp Bay, das Salsify
Head Chef Ryan Cole verkörpert die wachsame Instanz des Teams. Mit ihm eröffnete Luke Dale-Roberts im Oktober ein neues Restaurant in Camps Bay, das Salsify / © Redaktion FrontRowSociety.net

Schnell und konzentriert sind auch die Bewegungen des Service-Teams, ohne dabei hektisch zu wirken. Der Gast ist hier König, greifbar durch die nicht aufgesetzt wirkende Freundlichkeit. Head Sommelier Tinashe Nyamudoka ist der Mann, der die Weinbegleitung um Luke’s Gerichte strickt. Sein Schwerpunkt liegt ganz klar bei Weinen aus Südafrika, lediglich 10 Prozent der edlen Tropfen kommen aus dem Ausland.

Patriot beim Thema Wein, der Schwerpunkt liegt ganz klar beim Heimatland Südafrika
Head Sommelier Tinashe Nyamudoka ist Patriot beim Thema Wein, der Schwerpunkt liegt beim Heimatland Südafrika / © Redaktion FrontRowSociety.net

Light Room Menü

Luke Dale-Roberts globale Inspiration verdeutlicht sich ebenfalls im Menü des Light Rooms. Kulinarisch startete der Abend mit Sashimi von der geräucherten Jakobsmuschel in Pilz-Ponzu, einer auf Zitrone basierenden japanischen Sauce sowie Topinambur. Zu dem japanisch Auftakt wird stilecht Sake gereicht, als nonalkoholische Begleitung offeriert das Team erlesene Teesorten, die passend zu jedem Gericht harmonieren.

Geräuchertes Jakobsmuschel-Sashimi mit Pilz-Ponzu und Topinambur - die Bündelung der Aromen lässt etwas Unikates entstehen
Geräuchertes Jakobsmuschel-Sashimi mit Pilz-Ponzu und Topinambur – die Bündelung der Aromen lässt etwas Unikates entstehen / © Redaktion FrontRowSociety.net

Weiter geht es mit Winter Citrus: Naartjie – die südafrikanische Mandarine spielt hier die Hauptrolle. Dargeboten wurde Winter Citrus auf einer originalen Zeichnung der südafrikanischen Künstlerin Shaune Rogatschnig. Ihre Kunstwerke sind geprägt von den Farben und der Natur des Kaps. Einige ihrer Arbeiten zieren das zur Vereinigung The Leading Hotels of the World zählende Saxon Hotel, Villas & Spa in Johannesburg, in welchem Luke Dale-Roberts bis März 2018 ein Pop up Restaurant betrieb.

Naartjie, die Mandarine, die ihren Ursprung in China hat, bekommt durch die Zeichnung von Shaune Rotschnig eine einzigartige Bühne
Naartjie, die Mandarine, die ihren Ursprung in China hat, bekommt durch die Zeichnung von Shaune Rogatschnig eine einzigartige Bühne / © Redaktion FrontRowSociety.net

Ein Panna cotta aus Joghurt und Limone wird mit Königskrabbe und Forelle kombiniert sowie mit Dill und Blüten verfeinert. Gefüllt ist die Naartjie mit Mandarinenschaum und Dill. Das vor dem Gast angegossene Trockeneis entfaltet ein wunderbares Mandarinenbouquet, welches von der Spachteltechnik des parfümierten Papiers aufsteigt.

Ein wunderbarer Orangenduft stieg während des Angießens des Trockeneises von der parfümierten Zeichnung auf / © Redaktion FrontRowSociety.net
Ein wunderbarer Orangenduft stieg während des Angießens des Trockeneises von der parfümierten Zeichnung auf / © Redaktion FrontRowSociety.net

Dritter Gang: TTK Poke Bowl – eine hawaiianische Vorspeise à la Luke Dale-Roberts. Ganz klar an die japanische Küche angelehnt, wird auch hier Fisch roh verzehrt, mit einem exotischen Mix aus knackigem Gemüse.

TTK Poke Bowl vorher ... /
TTK Poke Bowl vorher … / © Redaktion FrontRowSociety.net
... und kurze Zeit später
… und kurze Zeit später / © Redaktion FrontRowSociety.net

Haute Cuisine bleibt immer eine Spielwiese für einfallsreiche Erneuerer. Traditionellem wird ein Make up verpasst und erscheint sodann in einem anderen Gewand. Yorkshire Tuiles – die klassische, gebackene Waffel ist eigentlich bogenförmig – landete im TTK als Ufo auf dem Beef Tatar mit einem Dressing aus roten Zwiebeln und Meerrettich-Schaum. Langsam rieselte über diesen Teller noch ein würziges Sellerie-Pesto.

Die klassische Waffel hatte eine avantgardistische Form angenommen und versteckte unter ihrem Mantel das Beef Tatar
Die klassische Waffel hatte eine avantgardistische Form angenommen und versteckte unter ihrem Mantel das Beef Tatar. Mit einem Augenzwinkern könnte man auf die Idee kommen, das Aussehen der Yorkshire Tuiles ist an das Design der Tische des Dark Room angelehnt / © Redaktion FrontRowSociety.net

Surf & Turf, diese beliebte Kombination aus Fisch und Fleisch inszenierte der Spitzenkoch gekonnt aus frischem Fisch vom Markt und Schwarzwälder Schinken in einer Extraktion aus Fischknochen, Walnusscreme sowie einem Anchovis-Püree.

Heimspiel für uns auf dem Teller: Schwarzwälder Schinken, jedoch in einem leichten Gewand mit frischen Fisch vom Markt, Fischsud, Walnusscreme und Sardellenpüree
Heimspiel für uns auf dem Teller: Schwarzwälder Schinken, jedoch in einem leichten Gewand mit frischen Fisch vom Markt, Fischsud, Walnusscreme und Sardellen-Püree / © Redaktion FrontRowSociety.net

Zu diesem Gang gesellte sich ein fantastischer Chardonnay aus dem Jahr 2009 von Südafrikas führenden Weingut Mulderbosch. Dieser im Fass vergorene, einhundertprozentige Chardonnay beeindruckte mit Rasse und Komplexität.

Neben einem Tea Pairing werden Weine in zwei unterschiedlichen Kategorien gereicht. Je nach Gusto und Geldbeutel entscheidet man sich für Gourmand oder Iconic Pairing
Neben einem Tea Pairing werden Weine in zwei unterschiedlichen Kategorien zu jedem Gang gereicht. Je nach Gusto und Geldbeutel entscheidet man sich für Gourmand oder Iconic Pairing / © Redaktion FrontRowSociety.net

Liebhaber von Schweinefleisch konnten sich aber auch für Pig Head Salad & Pork Pie entscheiden. Gegrillte Schweinebacke und rotes Sauerkraut fanden sich mit einem gegrillten Apfel auf dem Teller, an der Seite platzierte sich Schweinefuß und Sellerie, zubereitet wie ein herkömmlicher Pork Pie aus England.

Die Alternative zum Fisch - Pig Head Salad and Pork Pie
Die Alternative zum Fisch – Pig Head Salad and Pork Pie / © Redaktion FrontRowSociety.net

Als vinophiler Begleiter harmonierte ein grandioser Pinot Noir von Paul Cluver. Die Paul Cluver Wine Estate ist in Elgin beheimatet. Lediglich eine Autostunde von Kapstadts Zentrum entfernt, reifen spannende und oft prämierte Weine.

Hatte man sich für die Gourmet Weinbegleitung entschieden, wurde ein Blackwater Hinterland aus dem Jahr 2014 gereicht, für Fortgeschrittene war der Pinot Noir Seven Flags von Paul Cluver vorgesehen
Hatte man sich für die Gourmet Weinbegleitung entschieden, wurde ein Blackwater Hinterland aus dem Jahr 2014 gereicht, für Fortgeschrittene war der Pinot Noir Seven Flags von Paul Cluver vorgesehen / © Redaktion FrontRowSociety.net

Das nächste Gericht hat seinen Ursprung in Südafrika. Springbock – diese Antilope ist im südlichen Afrika zuhause – verfeinerte der Starkoch aus Kapstadt mit Knochenmark, Roten Beten und Haselnussquark. All seine Gerichte präsentiert Luke auf handgefertigter Keramik. Auch dabei überlässt der Perfektionist nichts dem Zufall, das Design trägt die Handschrift Dale-Roberts. 

Neben dem Gin wird auch das Geschirr eigens für The Test Kitchen gefertigt. Die authentischen, handgefertigten Stücke passen zum Gesamtensemble. Denn in der Küche darf auch schon einmal griffige Keramik benutzt werden. Der Springbock schmeckt ebenso delikat, wie das Auge es prophezeit
Neben dem Gin wird auch das Geschirr eigens für The Test Kitchen gefertigt. Die authentischen, handgefertigten Stücke passen zum Gesamtensemble, denn in der Küche darf auch schon einmal griffige Keramik benutzt werden. Der Springbock schmeckte ebenso delikat, wie das Auge es prophezeit / © Redaktion FrontRowSociety.net

Als Alternative zum Springbock konnte gebratene Entenbrust gewählt werden – eine Offenbarung mit geräucherter Macadamiabutter und karamellisierter Endivie sowie einer mit Kastanien gefüllten Entenkeule, vervollkommnet mit Kamillenextrakt und einem Orangenblätterteig.

Die in der Pfanne gebratene Entenbrust war eine echte Alternative zur deutschen Weihnachtsgans. Und die mit Kastanien gefüllte Entenkeule versteckte sich im Orangenblätterteig - fabelhaft
Die in der Pfanne gebratene Entenbrust war ein echtes Gegenstück zur deutschen Weihnachtsgans. Und die mit Kastanien gefüllte Entenkeule versteckte sich im Orangenblätterteig – fabelhaft / © Redaktion FrontRowSociety.net

Ganz im Zeichen der sieben Stühle wurden die Hauptgänge von einem großen Orchester der Weinwelt, einen 2004 Cabernet Sauvignon des Weinguts Boekenhoutskloof, begleitet.

Weinliebhaber kommen im Gourmet-Restaurant The Test Kitchen bei jedem Gang auf ihre Kosten
Weinliebhaber kommen im Gourmet-Restaurant The Test Kitchen bei jedem Gang auf ihre Kosten / © Redaktion FrontRowSociety.net

Eine Kleinigkeit von der Birne mit einer Chardonnay Eiscreme und einen Banana-Split einmal anders zauberte das Küchenteam um Südafrikas besten Koch als Dessert. Vinophil wurde der Abend perfekt mit einem Süßwein des Weinguts Kleine Constantia beendet. Man sagt dem malerischen Weingut nach, dass es das Schönste der Welt sei.

Zum guten Schluss wurde noch ein Banana Split mit einem Süßwein des Weinguts Kleine Constantia genossen
Zum guten Schluss wurde noch ein Banana Split mit einem Süßwein des Weinguts Kleine Constantia genossen / © Redaktion FrontRowSociety.net

Nach dem Vielen des Gutes schließt das fulminante Menü im besten Restaurant Südafrikas mit außergewöhnlichen Petit Fours, einer Variation von Gummibärchen. Aufregende Mischungen wie Birne und Buchu, ein am Kap heimischer Strauch, dessen Blätter zur Herstellung von Naturheilmedizin Verwendung finden oder Anissorbet mit schwarzer Johannisbeere, aber auch Rhabarber mit Hibiskussorbet finden neben einem Shortbread aus Vanillepudding, Rhabarbergel und Blutorangen-Ganache ihren Platz auf der Achatscheibe.

Auf der Achatscheibe tummeln sich neben dem Shortbread Gummibärchen in verschiedenen Geschmacksnuancen
Auf der Achatscheibe tummeln sich neben dem Shortbread Gummibärchen in verschiedenen Geschmacksnuancen / © Redaktion FrontRowSociety.net

Was noch zu sagen bleibt 

The Test Kitchen in Kapstadt gehört zu jenen Orten, die ein Gourmet unbedingt besucht haben sollte. Es ist das ultimative Erlebnis von urbanem Lifestyle in einer der angesagtesten Städte unseres Planeten. Der beste Koch Südafrikas holt seine Gäste auf einem hohen Level ab und vermag den noch so geübten Gourmet zu überraschen. 

Für viele Reisenden steht beim kulinarischen Sightseeing The Test Kitchen ganz oben auf ihrer Liste der Places to be. Und standesgemäß residieren kann der luxusgewöhnte Tourist in Kapstadt sowieso. Das zum vornehmen Bündnis The Leading Hotels of the World gehörende Hotel Cape Grace chauffiert seine Gäste mit Limousinen zu dem einmaligen Gastronomieerlebnis.

Nicht nur das 5 Sterne Hotel Cape Grace chauffiert seine Gäste kostenfrei in einem Radius von 10 Kilometern. Auch bei allen anderen Luxushotels in Kapstadt ist dieser Service Standard
Nicht nur das 5 Sterne Hotel Cape Grace chauffiert seine Gäste kostenfrei in einem Radius von 10 Kilometern. Auch bei allen anderen Luxushotels in Kapstadt, welche wir besucht haben, ist dieser Service Standard / © Redaktion FrontRowSociety.net

Etwas weiter gestaltet sich die Anreise vom The Twelve Apostels, Hotel & Spa, ebenfalls zu den Leading Hotels of the World gehörend, oder dem Luxushotel Tintswalo Atlantic, am legendären Chapman’s Peak Drive gelegen.

Jarat Tours – Südafrikas exklusiver Reise- und Limousinenservice – sorgt dann für eine komfortable Fahrt zu dem berühmten Restaurant, das zu den besten 50 Restaurants auf der Welt gehört – The Test Kitchen.

Das Küchenteam des Restaurants The Test Kitchen um Luke Dale Robertson - The World's 50 Best Restaurants - verwöhnen mit ihren Kreationen Gäste aus der gesamten Welt
Das Küchenteam des Restaurants The Test Kitchen um Luke Dale-Roberts – The World’s 50 Best Restaurants – verwöhnen mit ihren Kreationen Gäste aus der gesamten Welt / © Redaktion FrontRowSociety.net

Dieses ist ein redaktionell erstellter Artikel, der durch externe Unterstützung möglich gemacht wurde. Die Unterstützung hat jedoch keinen Einfluss auf den hier abgebildeten Inhalt. Es gilt der Redaktionskodex.

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