Piemont, die Schatztruhe des Weinbaus:

Piemontesischer Wein gehört zweifelsfrei zu den großartigen menschlichen Schöpfungen. Diese Region in Norditalien ist mit pittoresken und gleichzeitig atemberaubenden  Landschaften gesegnet. Schneebedeckte Bergmassive, wohlgefällige hügelige Territorien oder fruchtbare Landstriche wie die Po-Ebene zeigen diesen Facettenreichtum in allen Nuancen.

Im Weinbau hebt sich die Region Piemont durch die besondere Güte ihrer Erzeugnisse ab. In 58 DOC und DOCG Gebieten werden ausnahmslos Qualitätsweine produziert, das macht 90 Prozent der gesamten Weinproduktion aus. Piemont ist geradezu ideal für Weinliebhaber, auf vinophile Entdeckungsreise zu gehen.

Vietti – eines der berühmtesten Weingüter der Langhe

Das Dorf mit dem wohlklingenden Namen Castiglione Falletto ist die Heimat der Familie Vietti. In diesem kleinen Örtchen scheint rein äußerlich die Zeit stehengeblieben zu sein. Das mittelalterliche Dorfbild mutet wie eine Filmkulisse an. Eingebettet in die reizvolle Landschaft der Langhe, ist Castiglione Falletto ein wirklich malerischer Ort. 

Die hügelige Landschaft lässt so manchen Romantiker ins Schwärmen geraten. Hier ist das Zuhause der Familie Vietti, die seit vier Generationen Weinbau betreibt / © Vietti
Die hügelige Landschaft lässt so manchen Romantiker ins Schwärmen geraten. Hier ist das Zuhause der Familie Vietti, die seit vier Generationen Weinbau betreibt / © Vietti

In diesem Landstrich beschäftigen sich die Viettis seit über 100 Jahren mit dem Weinbau. Carlo Vietti legte Ende des 19. Jahrhunderts – im Jahr 1873 – den Grundstein, sein Sohn Mario führte dann ab 1919 das Familienweingut in die Moderne.

Das Jahr 1960 stellt einen weiteren Wendepunkt in der Geschichte des Weinguts Vietti dar. Schwiegersohn Alfredo Currado übernahm die Führung des Guts. Sohn Lucca wurde mit essentiellen Aufgaben im Weinberg beauftragt und mit ihm prägt seit Anbeginn Mario Cordero die Weinproduktion von Vietti. 

Herausgeber Andreas Conrad (mi.) traf sich mit Enrico Berta (li.), Geschäftsführer der Distilleria Berta und Mario Cordero (re.) bei der Feier anlässlich der Prämierung des Barolo Riserva Villero 2009, welche mit 100 Parker Punkten ausgezeichnet wurde / © FrontRowSociety.net, Foto Annett Conrad

Alfredo Currado gilt im Piemont als Weinpionier. Seinem Weitblick verdanken Weinliebhaber heute großartige Lagenweine. Direkt nach der Übernahme begann er dieses ehrgeizige Projekt umzusetzen und ging sofort mit den ersten „Crus“ an den Start. Des Weiteren rekultivierte er in seinen Weinbergen die fast vergessene Rebsorte Arneis, die heute wieder auf zirka 600 Hektar Rebfläche im Piemont gedeiht.

Malerische Weinberge sind markant im Piemont. Familie Vietti setzt auf hochqualitative Weine aus ersten Lagen bei der Herstellung ihrer edler Tropfen / © Vietti
Malerische Weinberge sind markant im Piemont. Familie Vietti setzt auf hochqualitative Weine aus ersten Lagen bei der Herstellung ihrer edler Tropfen / © Vietti

Nicht nur im Barolo-Weinanbaugebiet besitzt die Familie Filetstücke, also beste Lagen, die aus der Historie heraus schon immer erstklassigste Weine hervorbrachten. Auch wenn noch bis Mitte des 20. Jahrhunderts alle Trauben an Kooperativen verkauft und von diesen vinifiziert wurden, war jedem Weinbauer die Bedeutung bestimmter Lagen bewusst.

In anderen Gemeinden, die sich an das Herz des Barolo DOCG anschließen, nennt das Weingut Vietti ebenfalls eine stattliche Anzahl großartiger Lagen ihr Eigen, wie  beispielsweise in La Morra oder Serralunga d’Alba. Auf insgesamt 37 Hektar Rebfläche betreiben die Viettis konventionellen Weinbau und erzeugen unter Aufsicht des Önologen Luca Currado zirka 250.000 Flaschen pro Jahr.

Luca Currado zwischen seinen Reben / © Vietti
Luca Currado zwischen seinen Reben / © Vietti

Vietti – das Besondere gesucht

Die Weine des Weinguts Vietti, welches 2016 in den Besitz der Familie Krause aus den USA übergegangen ist, dürfen sich alljährlich über zahlreiche Prämierungen freuen. Der wohl berühmteste und einflussreichste Weinkritiker, Robert Parker, ist Jahr für Jahr von den filigranen Weinen überzeugt. Den seltenen Ritterschlag, 100 von 100 Punkten, vom Anwalt der Spitzenweine zu erhalten, gelang der Familie Vietti gleich mehrfach. 

Ihr Barolo Riserva Villero erhielt die Höchstbewertung für den Jahrgang 2007 und 2009, der Jahrgang 2010 wurde mit 99 Punkten bedacht. Die meisten anderen Weine aus dem Hause Vietti dürfen sich ebenfalls über Bestnoten freuen, die den 100 Punkten sehr nahe kommen.

Das Forbes Magazin nahm das Weingut Vietti in die Liste der 25 besten Produzenten von Barolo auf, weitere höchste Bewertungen von Antonio Galloni oder James Suckling lassen sich ebenfalls aufführen.

100 Parker Punkte – besser geht es nicht mehr. Das zweite Meisterstück von Vietti: Der Barolo Riserva Villero aus 2009 / © Redaktion FrontRowSociety

Mit den Öffnen einer Flasche guten Weins aus dem Keller der Familie Vietti kann der geneigte Weingenießer nichts falsch machen. Die feingliedrigen Baroli, die nichts mehr mit den einstigen schweren Tanninungetümen zu tun haben, eröffnen zu jeder Gelegenheit den Horizont für das Besondere. 

Die feinen, frischen Noten eines Roero Arneis lassen einen lauen Sommertag stilvoll ausklingen, während ein eleganter Nebbiolo bestens für einen Abend am Kamin geeignet ist. Ein Moscato d’Asti mit seiner zarten Süße ist ideal als Aperitif bei einem Treffen mit guten Freunden und ein würziger Barbera fügt sich fantastisch zu einem erstklassigen Menü mit Wild- oder Rindfleisch.

Springbock - ein südafrikanischer Hackfleischauflauf auf Safranreis mit Milchkruste und dazu gibt es Süßkartoffelrösti, Blumenkohlpüree und eine Curry-Linsen-Jus
Zu einer formidablen Speise gehört selbstverständlich ein edler Tropfen / © Redaktion FrontRowSociety.net

In jedem edlen Tropfen wird das Beste gebündelt, was Terroir und Klima in den Weinbergen der Familie Vietti erschaffen. Für den Qualitätsanspruch von Luca Currado und Mario Cordero ist das Beste gerade gut genug.

Vietti – Wein und Kunst

Im Jahre 1970 nahm eine Idee im Weinkeller auf dem Gut Vietti Gestalt an: Besondere Weine mit einem eigens designten Etikett herauszuheben. Alfredo Currado hatte Freunde geladen. Gemeinsam mit ihnen genoss er einen formidablen Barolo Rocche.

Seine Freunde entbrannten voller Begeisterung für den Barolo und die anwesenden  Künstler engagierten sich in dieser illustren Runde für eine verdiente Würdigung der edler Getränke aus dem Hause Vietti.

Claudio Bonichi designte das erste Künstleretikett. Seine Arbeit zierte einen 1971 Barbaresco Masseria. Auf der Abbildung ist ein"barbaresco". Es ist die alte Bezeichnung für einen Sarazenen. Auf seiner Schultern tragend, entführt er eine nackte junge Frau / © Vietti
Claudio Bonichi designte das erste Künstleretikett. Seine Arbeit zierte einen 1971 Barbaresco Masseria.
Auf der Abbildung ist ein”Barbaresco”. Es ist die alte Bezeichnung für einen Sarazenen. Auf seiner Schultern tragend, entführt er eine nackte junge Frau

Verschiedene Weine zieren nun seit 1974 von Künstlern entworfene Etiketten. Kein Etikett zu viel wird hergestellt, die Anzahl entspricht genau der Anzahl der produzierten Flaschen. Die ersten 100 Etiketten werden von den Künstlern persönlich signiert, was sicherlich jene Flaschen noch zusätzlich individualisiert.

Seit 1982 bleibt das Künstleretikett dem Barolo Riserva Villero vorbehalten, als Hommage an diese einzigartige Lage, aus deren Trauben nur in sehr guten Jahren ein Riserva entstehen kann.

Claudio Bonichi, ein lokaler Künstler hatte die Ehre der Erste zu sein, der den Ausdruck des Weins auf die Flasche bringen durfte. Weitere Künstler wie Pietro Cascella, dem Luca Currado heute noch in Freundschaft verbunden ist oder die Amerikanerin Janet Fisch folgten mit ihren Arbeiten. 

Pietro Cascella gestaltete das Etikett des Barolo Briacca Rocce 1970. Der vierfarbige Siebdruck entstand 1970 und zeigt die Phantasie einer Fauna sowie stilisierte Totems / © Vietti
Pietro Cascella gestaltete das Etikett des Barolo Briacca Rocce 1970. Der vierfarbige Siebdruck entstand 1970 und zeigt die Phantasie einer Fauna sowie stilisierte Totems 

Das Etikett des mit 100/100Parker Punkten prämierten Barolo Riserva Villero 2009 gestaltete der deutsche Künstler Anton Fuchs. Seine Arbeit trägt den verheißungsvollen  Namen „Schwarzes Gold“. Wie recht er hat, bestätigte Robert Parkers Wine Advocat 2017 mit Bewertung von Monica Larner, die Italienexpertin von Parker.

Anton Fuchs – der Kölner Künstler hier vor seinem Atelier im Rhenania Künstlerhaus am Rheinauhafen in Köln. Bekannt ist er unter anderem für seine Mitarbeit an der Kölner Heinz Welt, deren bronzene Männchen über die Stadt Köln verteilt sind / © Redaktion FrontRowSociety.net

In Deutschland werden die erstklassigen Weine aus dem Hauses Vietti unter anderem bei “VIP Weine” vertrieben. Nachdem Monica Larner vom Robert Parker Wine Advocate das Urteil gesprochen hatte, lud Geschäftsführer des Handelshauses VIP Weine, Santo Di Raimondo, Kenner aus der Weinszene und Liebhaber der Vietti-Weine ins Ateliers des Künstlers Anton Fuchs. Gemeinsam feierten sie die Höchstprämierung des renommierten Magazins The Wine Advocate im Rheinauhafen in Köln.

Santo Di Raimondo versammelte die italienische Wein-Elite ins Kölner Künstlerstudio von Anton Fuchs / © Redaktion FrontRowSociety.net

Das Weingut offeriert im gutseigenen Verkostungsraum regelmäßig Wine-Tastings, weiterhin Führungen über das Gut sowie Touren durch die Weinberge der Familie. Wer die Erzeugnisse der Marke Vietti in unserem Land beziehen möchte, kann bei

VIP Weine GmbH
Santo Di Raimondo
Halv-Miel-Ring 12
50997 Köln

so manches edle vinophile Geschöpf finden. 

Hier werden die Top Weine des Weinguts Vietti einzeln vorgestellt:

Villero Riserva Barolo DOCG 2009 (100 Parker Punkte)
Castiglione Barolo DOCG 2013
Lazzarito Barolo DOCG 2013
Ravera Barolo DOCG 2013
La Crena Barbera d’Asti Sup..DOCG 2015
TreVigne Barbera d’Alba DOC 2015
Perbacco Langhe Nebbiliolo DOC 2014
Roero Arneis DOCG 2016
Cascinetta Moscato d’Asti DOCG 2016