Innerhalb der Familie Vietti grassiert ein Virus: die Leidenschaft zum Winzerhandwerk. Ihr fulminater Barolo Ravera aus dem Jahr 2013 legt Zeugnis über diese Epidemie ab, die jedes Familienmitglied erfasst hat. Ende des 19.Jahrhunderts begann Mario Vietti mit dem Weinbau in seiner Heimatgemeinde Castiglione Falletto. Nachdem sein Schwiegersohn Alfredo Currado 1960 die Geschicke des Guts in die Hand nahm, tragen heute Luca Currado und Mario Cordero die Verantwortung.

Mario Cordero (re.) vertritt die Familie Vietti und ihr gleichnamiges Weingut nach außen. Hier zu sehen mit Enrico Berta der Distilleria Berta aus dem Piemont bei der Präsentation des 2009 Vietti Barolo Villero Riserva in Köln / © Redaktion FrontRowSociety.net

In ihren Weinbergen wirtschaftet die Familie immer noch nach konventioneller Art und bringt Jahr für Jahr erstklassige Lagenweine auf den Markt. All ihre Lagenweine unterscheiden sich in Geschmack und Stoffigkeit. Geschuldet ist dies den unterschiedlichen Terroirs sowie dem Mikroklima jedes einzelnen Weinbergs. Die einzelnen Parzellen eines Weinbergs weisen je nach Ausrichtung, Höhe und Intensität der Sonneneinstrahlung Variationen des Mikroklimas auf.

Hier wachsen die Trauben für die besten Weine Italiens
Hier wachsen die Trauben für die besten Weine Italiens / © Vietti

Erstklassige Höhenlage

Die Lage Ravera befindet sich in dem kleinen Ort Novello. Eine exponierte Süd-West-Ausrichtung bringt aromatische Erträge der spätreifen Nebbiolo-Trauben. Auf kalkhaltigen Böden mit einer dünnen Auflage aus Lehm und Sand gedeihen Reben, die ein Durchschnittsalter von 25 Jahren aufweisen. Auch sind auf diesem Berg noch Rebstöcke zu finden, die 1935 gepflanzt wurden. 

Diese bereits in die Jahre gekommenen Reben erzeugen nur noch minimale Erträge, in denen sich jedoch das geballte Aroma des Terroirs wiederfindet. 

Die geballte Kraft des Terroirs steckt in dem Vietti Barolo Ravera
Die geballte Kraft des Terroirs steckt in dem Vietti Barolo Ravera / © Redaktion FrontRowSociety.net

Etwas Besonderes für den Keller

Weit über die Landesgrenzen Italiens hinaus genießt der Barolo ein enormes Renomee. Er gilt als einer der lagerungsfähigsten Rotweine unter den Italienern. Gleichzeitig bedient er ein Weinfeinschmeckerklientel mit einem deutlichen Hang zu tanninhaltigen Weinen. Sein Bedürfnis nach einer langen Ruhephase im Keller bei gleichbleibender Temperatur, macht ihn für hingebungsvolle Sammler besonders attraktiv. Mit dem Alter bekommt auch der Barolo Ravera die volle Reife. 

Hin und wieder darf der Weinfreund einen Blick in den hauseigenen Keller werfen und in Vorfreude auf kommende Gaumengenüsse schwelgen. 20 Jahre „Kellerarbeit“ sind keine Seltenheit und machen den Barolo Ravera ausgeglichen und einmalig.

Staub und oberflächliche Verschmutzung machen dem Wein nichts aus ...
Solang muss der Weinliebhaber dann doch nicht warten, bis er eine Flasche Vietti Barolo Ravera öffnet / © Redaktion FrontRowSociety.net 

Auch im Alter eines Heranwachsenden trägt er bereits ein tief granatrotes Gewand. Aromen von Kirsche lassen sich ausmachen sowie ein Hauch von geröstetem Getreide oder auch Malz. Auf der Zunge macht sich eine feste Tanninstruktur bemerkbar, die jedoch die Geschmacksknospen nicht sofort verschließt. Dunkle Früchte und Tabak paaren sich beim Genuss eines Glases dieses Barolos Ravera. Als junger Wein überrascht er mit viel Frucht – für einen Barolo.

Mit überraschend viel Frucht für einen Barolo präsentiert sich der jugendliche Vietti Barolo Ravera DOCG 2013. Sein volles Bukett entfaltet der Spitzenwein in einem rebsortenspezifischen Glas. Augenweide und Gebrauchsgegenstand gleichermaßen sind die Barolo-Gläser aus der Performence-Serie der österreichischen Glasmanufaktur Riede
Mit überraschend viel Frucht für einen Barolo präsentiert sich der jugendliche Vietti Barolo Ravera DOCG 2013. Sein volles Bukett entfaltet der Spitzenwein in einem rebsortenspezifischen Glas. Augenweide und Gebrauchsgegenstand gleichermaßen sind die Barolo-Gläser aus der Performence-Serie der österreichischen Glasmanufaktur Riedel / © Redaktion FrontRowSociety.net

Die Weinfachwelt lobte den jugendlichen Barolo Ravera bereits in höchsten Tönen. Robert Parker bewertete ihn mit 98 Punkten, James Suckling mit 97 Punkten, Antonio Galloni vergab 100 Punkte. Dass dieser fantastische Barolo ein methusales Alter erreichen kann, darüber waren sich die Experten einig.

Nach der späten Ernte Ende im Oktober erfolgte die erste Gärung im Stahltank über 4 bis 5 Wochen. In große Eichenfässer abgefüllt, lag der Barolo Ravera 2013 ein Jahr auf der Hefe und reifte weitere 32 Monate im großen Eichenholzfass bevor er unfiltriert abgefüllt wurde.  

Ein Barolo, so auch der Barolo Ravera 2013, darf immer solo genossen werden. Zu Wildgerichten oder zu saftigen Dry Aged Steaks kann er ein eleganter Begleiter sein, zu gealtertem bzw. würzigem Käse passt er ebenfalls hervorragend.

Der Vietti Barolo Ravera ist ein hervorragender Begleiter zu edlen Fleischgerichten
Der Vietti Barolo Ravera ist ein hervorragender Begleiter zu edlen Fleischgerichten / © Redaktion FrontRowSociety.net

Beschreibung: Vietti Barolo Ravera DOCG 2013

Rebsorte: 100% Nebbiolo
Ausbau: 32 Monate im großen Eichenfass
Farbe: granatrot
Nase: Kirsche, geröstetes Getreide
Gaumen: feste Tanninstruktur, dunkle Früchte, Tabak im Abgang
Flascheninhalt: 750 ml
Alkoholgehalt: 14,3 % vol

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