Ein Besuch in der TAKAMAKA Destille auf den Seychellen

Im Rahmen unserer Reportage über die Seychellen sind wir mit dem heimischen Rum TAKAMAKA in Berührung gekommen. Die Inselgruppe der Seychellen liegt östlich von Afrika, zirka 2 Flugstunden nördlich von Madagaskar. Somit weit entfernt von den bekannten Rumgebieten in der Karibik. Jedoch verfügen die Seychellen über hervorragende klimatische Voraussetzungen, um Zuckerrohr, welches für die Rumproduktion benötigt wird, gedeihen zu lassen.

TAKAMAKA ist auf den Seychellen allgegenwärtig – ob pur, in Cocktails oder wie hier, in Softdrinks / © Redaktion FrontRowSociety.net

Der Geschmack des Rum hat uns absolut überzeugt, so dass wir ihm bzw. der Distillerie eine eigene Reportage widmen. In jedem Luxushotel auf den verschiedenen Inseln der Seychellen ist TAKAMAKA zu finden. Patriotismus für regionale Produkte, gepaart mit dem Wissen um die hervorragende Qualität und den unnachahmlichen Geschmack der heimischen Erzeugnisse, findet man auf den Seychellen häufig.

In den besten Luxushotels der Insel steht TAKAMAKA präsent im Blickfeld der Gäste, wie hier im 5 Sterne Hotel Banyan Tree Mahe / © Redaktion FrontRowSociety.net

Der geneigte Seychellenurlauber hätte vermutet, dass die Distillerie an der Takamaka Bay liegen würde, denn so hieß der Rum noch bis zum Jahre 2016. Heute trägt er kurz und prägnant den Namen TAKAMAKA.

Die Distillerie liegt nicht an der Takamaka Bay, wie der Name vermuten lässt / © Redaktion FrontRowSociety.net

In den Anfangsjahren wurde der Rum in der Hauptstadt der Seychellen, Victoria, produziert. Nach dem zweijährigen liebvollen Umbau bzw. der Renovierung der La Plaine St. André hatte man sich jedoch dazu entschieden, die Produktionsstätte zu der ehemaligen Gewürzplantage La Plaine St. André zu verlegen. Auf der einst 60 Hektar großen Plantage wurden von den französischen Siedlern Gewürze angebaut. Im Französisch-Englischen Krieg fielen die Seychellen und somit auch die Plantage an die Engländer. Es verbleib für die Nachkommen lediglich ein Hektar zum Anbau von Gewürzen.

Der East Cost Road von der Hauptstadt Victoria in Richtung Süden folgend, führt diese direkt an der TAKAMAKA Produktionsstelle – der Trois Freres Distillery – vorbei. Ein großes Schild weist hier auf die täglichen Führungen durch die Distillerie hin: “Visitors Welcome –  Rum Tasting & Tours”.

Den Eingang der Distille von TAKAMAKA kann man nicht verpassen / © Redaktion FrontRowSociety.net

Beim Erspähen dieses Schildes legten auch wir einen Stopp ein und erfuhren alsbald, dass man in der Distillerie am heutigen Nachmittag keine Führungen mehr anbieten würde. Nach einer kurzen Vorstellung des Luxus & Lifestyle Magazins FrontRowSociety.net wurden wir zu einer privaten Führung von General Manager Francis Mondon von TAKAMAKA eingeladen.

Der Übersichtsplan vom Gelände: Heute waren wir zu spät, aber wir sollten eine private Führung von Gerneral Manager Francis Mondon bekommen / © Redaktion FrontRowSociety.net

Eine Distillerie auf den Seychellen ist in dem gleichen Maße über die Berichterstattung in einem Luxus & Lifestyle Magazin erfreut, wie sonst die luxuriösen Hotels, Sterne-Restaurants oder exklusiven Weingüter. Aus diesem Grund sind wir der Einladung gerne gefolgt. Auch in der Bar unseres Relais & Châteaux Hotels, dem Luxusresort Château de Feuilles auf Praslin, hatten wir das Vergnügen, hauseigen geflaverte Rumvariationen zu degustieren. Natürlich aufgesetzt auf der Basis von TAKAMAKA. (Hier geht es zur ausführlichen FrontRowSociety.net-Reportage über das Château de Feuilles auf Praslin)

In unserem Relais & Châteaux Hotel, dem Luxusresort Chateau de Feuilles auf Praslin hatten wir schon hauseigene geflaverte Rums verkostet / © Redaktion FrontRowSociety.net
In unserem Relais & Châteaux Hotel – dem Luxusresort Château de Feuilles auf Praslin – hatten wir hauseigen geflaverte Rumvariationen verkostet / © Redaktion FrontRowSociety.net

TAKAMAKA General Manager Francis Mondon ist deutscher Abstammung

Zu unserer Freude vernahmen wir, dass General Manager Francis Mondon deutscher Abstammung ist; seine Mutter kam aus der Gegend um Minden/Westfalen. So konnten wir die private Führung in vollen Zügen genießen und mussten nicht jedes Fachwort – welches wohl sonst in Englisch oder Französisch gefallen wäre – nachschlagen. Francis ist mehrerer Sprachen mächtig, die internationalen Touristen fühlen sich auch deshalb sehr wohl bei den täglichen Exkursionen durch das TAKAMAKA-Gelände.

General Manager Francis Mondon spricht mehrere Sprachen, auch hervorragendes Deutsch / © Redaktion FrontRowSociety.net

Und die Luxushotels auf Mahé haben längst erkannt, dass die Trois Freres Distillery mit ihrem Markennamen TAKAMAKA den idealen Ausflugsort für ihre exklusiven Gäste darstellt. Diese sind allesamt von dem Rundumpaket begeistert. Dem Forestwalk folgend erreicht man eine kleines Gehege, in welchem das Schilkrötenpaar TAKA und MAKA ihr Zuhause haben. Daneben ist ein kleiner Garten mit Gewürzen angelegt und auf einem marginalen Feld wächst Zuckerrohr. Aus diesem hauseigenen Zuckerrohr wird ein spezieller, limitierter  Reserve Rum produziert.

Auf einer kleinen Fläche baut die Distillerie selbst Zuckerrohr an. So können Gäste sehen, wie diese Pflanzen wachsen. Aus diesem Zuckerrohr wird der besondere Reserve Rum destilliert / © Redaktion FrontRowSociety.net

Im letzten Jahr hatte TAKAMAKA zwölftausend Gäste durch die Anlage geführt. Das kleine Eintrittsgeld wird für die Erhaltung dieser Anlage eingesetzt.

Die Wegweiser in der Gartenanlage von TAKAMAKA / © Redaktion FrontRowSociety.net
… und der Rundgang lohnt sich, neben der Destille kann man auf dem Forestwork seltene Pflanzen und Gewürze finden / © Redaktion FrontRowSociety.net
Beim Rundgang entdeckt man im Garten die Ruine der alten Küche. Das Haupthaus – aus Holz gebaut – war zweimal abgebrannt; denn in der Küche wurde mit Holz gefeuert. In der heutigen Zeit wird kein offenes Feuer zum Kochen benötigt, so dass die Küche wieder ins alte Haus zurückgezogen ist / © Redaktion FrontRowSociety.net
Auf dem Areal gibt es viel zu entdecken. Hier die Plantation Bell – damit wurde früher geleutet, so dass die Plantagenarbeiten wussten, es war Zeit das Essen einzunehmen / © Redaktion FrontRowSociety.net

Alles begann mit dem Pioniergeist der Brüder D‘Offray, die den Versuch starteten, selbst angebautes Zuckerrohr einzusetzten, um einen guten Rum für die Menschen auf den Seychellen – die Seychellios – zu produzieren. Mittlerweile ist das Unternehmen so erfolgreich und versendet seinen Rum in die ganze Welt; auch nach Deutschland werden einige Tausend Flaschen pro Jahr verschifft.

TAKAMAKA Rum wird (fast) in die ganze Welt verschifft. Hier wird gerade für Deutschland geladen / © Redaktion FrontRowSociety.net

Auf den Seychellen gibt es keine großen Zuckerrohrplantagen

Bei der Führung wies General Manager Francis Mondon uns darauf hin, dass es auf den Seychellen keine großen Zuckerrohrplantagen – wie in der Karibik – geben würde.

Zuckerrohr benötigt neun Monate bis es ernetreif ist. Hier ein Foto aus Le Jardin du Roi auf Mahé / © Redaktion FrontRowSociety.net

Das Zuckerrohr, welches die Destellerie regelmäßig erreicht, wird von den umliegenden Bauern – die sich zu einer unabhängigen Kooperative zusammengeschlossen haben und auf ihren kleinen Feldern Zuckerrohr anbauen – geliefert.

Geliefertes Zuckerrohr wird sofort gewogen und vermerkt. Aus einer Tonne Zuckerrohr können zirka 750 Liter Zuckerrohrsaft gewonnen werden / © Redaktion FrontRowSociety.net

So ist die Produktionskapazität von der maximalen Lieferung an Zuckerrohr abhängig; zukaufen lohnt sich nicht, da alles per Schiff auf die Seychellen transportiert werden müsste. Und die nächst größeren Zuckerrohrplantagen liegen viele Tausend Kilometer entfernt.

Wenn das Zuckerrohr von den Bauern angeliefert wurde, wird es umgehend verarbeitet, so General Manager Francis Mondon auf seiner Führung / © Redaktion FrontRowSociety.net

Das Zuckerohr ist rein und ohne chemische Zusätze gewachsen; man darf von Bio-Zuckerrohr sprechen.

Master Blender Dave Boule sorgt für Spitzenqualität

Aus diesem Grundstoff destilliert Master Blender Dave Boule erstklassigen Rum. Er überwacht mit den Brüdern D‘Offray den kompletten Herstellungsprozess, von der Auswahl des gelieferten Zuckerrohrs, über die Fermentation bis hin zur Destillation. Selbstverständlich liegt auch die richtige Fasswahl und der Zeitraum des Reifeprozesses in einer Hand.

Die Mitarbeiter von TAKAMAKA sind jeden Tag unermüdlich im Einsatz und sorgen für Spitzenqualität / © Redaktion FrontRowSociety.net

TAKAMAKA Rum: Das Fermentieren und Destillieren

Nach der Zerkleinerung des Zuckerrohrs startet kurze Zeit später die Fermentation des Zuckerrohrsaftes. Diese erfolgt temperaturgesteuert, so dass eine optimale Fermentierung des Zuckerrohrsaftes stattfinden kann. Trois Freres Distillery setzt hier auf Edelstahltanks.

Das sind die Reste, welche vom Zuckerrohr übrig bleiben. Den Bioabfall holen die Bauern wieder ab und düngen damit ihre Felder / © Redaktion FrontRowSociety.net

Der Destillationsprozess des TAKAMAKA Rum hat eine Besonderheit: Der fermentierte Zuckerrohrsaft wird durch drei Copper Stills, zwei Pot Stills und dann durch einen Colum Still geführt. Die ersten beiden Prozesse sorgen – unter anderem – für den unnachahmlichen Geschmack des TAKAMAKA Rum, und der letzte Prozess – in der Rektifiziersäule – für die Reinheit des Destillats.

Das besondere Destillationsverfahren macht den TAKAMAKA Rum so einmalig / © Redaktion FrontRowSociety.net
Selbstverständlich sind die Brennkessel bzw. – blasen aus reinem Kupfer / © Redaktion FrontRowSociety.net

Die besonderen Rumsorten reifen in amerikanischen oder französischen Eichenfässern, welche zuvor ausgeflammt wurden. Im einmaligen tropischen Klima der Seychellen reift der Rum über Jahre, so entsteht der weiche und charmante Geschmack.

Bis zu seiner Abfüllung lagert der Rum in amerikanischen oder französischen Eichenfässern / © Redaktion FrontRowSociety.net

Rum wird in der heutigen Zeit verdünnt und nicht mehr in Fassstärke genossen, wie zu den Zeiten, als die Seefahrer noch monatelang unterwegs auf hoher See waren. Hierzu nutzt Trois Freres Distillery frisches Quellwasser aus dem Vallée de Mai, welches für seinen hohen Mineralgehalt bekannt ist.

In einem kleinen Labor wird an weiteren Rumvariationen geforscht. Nicht jedes Gewürz oder jede Obstsorte eignet sich zum Flavern / © Redaktion FrontRowSociety.net

Je nach Rumsorte werden Aromen lokaler Früchte oder Essenzen hinzugefügt. Die Sorten TAKAMAKA Cocos und TAKAMAKA Pineapple haben nur 25 Vol. Prozent und sind bei der Damenwelt besonders beliebt.

Am Ende des Rundgangs steht das Rum-Tasting an. Bei der Damenwelt sind die Sorten Cocos und Pineapple besonders beliebt / © Redaktion FrontRowSociety.net

Im Vallée de Mai wächst auch die endemische Coco de Mer Palme, von den Viktorianern als Baum des Wissens bezeichnet.

Im Vallée de Mai, aus welchem die Destille ihr Wasser zum Verdünnen des Rum bezieht, wächst auch die bekannte Coco de Mer Palme / © Redaktion FrontRowSociety.net

Das Team des Luxus & Lifestyle Magazins FrontRowSociety.net sagt „Prost“ und auf ein Wiedersehen auf den Seychellen.

Für das nächste Jahr sind weitere Reportagen über Luxushotels und außergewöhnliche Restaurants auf den Seychellen geplant.

Restaurant LA GRANDE MAISON

Dazu gehört auch das Plantagenhaus auf La Plaine St. André, in welchem sich das Restaurant LA GRANDE MAISON befindet. Hier kocht Christelle Verheyden traumhafte kreolische Gerichte.

Mit großem Einsatz und Liebe zum Detail wurde das gesamte Gelände nebst dem Plantagenhaus renoviert. In diesem befindet sich eines der besten kreolischen Restaurants, dass LA GRANDE MAISON / © Redaktion FrontRowSociety.net
Hier lässt sich schon der eine oder andere Rum entspannt genießen / © Redaktion FrontRowSociety.net

Christelle Verheyden ist Belgierin und auf der Insel Mahé als Food-Expertin gefragt. Chefs von den umliegenden Küchen schicken ihre Jungköche zu Christelle, die Newcomer in die Geheimnisse der kreolischen Kochkunst einweiht.

Chefköchin und Sommeliere Christelle Verheyden vom Restaurant LA GRANDE MAISON ist eine gefragte Food-Expertin die kreolische Küche betreffend / © Redaktion FrontRowSociety.net

Denn Christelle Verheyden kennt zudem jedes einheimische Gewürz und besitzt die Kunstfertigkeit, wie man diese mit anderen heimischen Erzeugnissen zu einer kulinarischen Komposition zusammenfügt.

Und auf der schönen Terrasse des Restaurants LA GRANDE MAISON können diese kreolischen Köstlichkeiten in einem stilvollen Rahmen genossen werden / © Redaktion FrontRowSociety.net

Nach dem Besuch des Restaurants LA GRANDE MAISON ist der Gang an die Bar ein willkommender Ausklang eines fulminanten kulinarischen Abends.

In der TAKAMAKA Bar kann der Abend ausklingen – geschmackvoll eingerichtet im Kolonialstil / © Redaktion FrontRowSociety.net

Wer eine Vielzahl der auf den Seychellen beheimateten Pflanzen, Kräuter und Gewürze kennenlernen möchte, dem sei ein Ausflug in den Kräutergarten “Le Jardin du Roi” empfohlen. (Hier geht es zur ausführlichen FrontRowSociety.net-Reportage über Le Jardin du Roi auf Mahé)

Eine separate Reportage über das Restaurant LA GRANDE MAISON und Chefköchin sowie Sommeliere Christelle Verheyden wird es nach unserem nächsten Aufenthalt auf den Seychellen zu lesen geben. In diesem Sinne nochmals Orévoire.

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