Geschätzte Lesezeit: 4 Minuten

Die Cuvée “Steinmauer” aus dem Hause Korrell darf durchaus als Pendant zur Riesling Lagen-Cuvée “Von den Grossen Lagen” gesehen werden. Riesling ist nicht nur im gesamten Weinbaugebiet Nahe die Leitsorte, sondern auch auf dem 27 Hektar umfassenden Weingut der Familie Korrell.

Jedoch bepflanzten Martin Korrell und sein Vater, Wilfried Korrell, kleinere Abschnitte unter anderem mit Burgundersorten. In dem Korrell “Steinmauer” fügt Martin Korrell Grau- und Weißburgunder sowie Chardonnay, ein naher Verwandter der Pinots, zu einem harmonischen großen Ganzen zusammen.

Korrell Steinmauer ist ein ausdrucksstarker Weißwein, wie geschaffen für Genießer / © Redaktion FrontRowSociety.net

Steinmauer

Namensgeber dieser frischen Cuvée ist eine alte Steinmauer. Zu ihren Füßen erstrecken sich jene Rebflächen der Korrells, die mit Burgundersorten bestockt sind. Diese Reben sind bereits in die Jahre gekommen und reifen in der Spitzenlage Paradies. Die Lage Kreuznacher Paradies ist die wohl exponierteste Lage von Familie Korrell. Selbstbewusst steht an der Steinmauer ihr Name in großen weißen Lettern. Bereits aus der Ferne ist das Paradies an der Nahe zu erblicken.

Der Name Korrell ist in Gourmetrestaurants sowie in der gehobenen Hotellerie nicht nur ein Begriff, sondern eine feste Größe / @ Foto: Weingut Korrell

Für Martin Korrell ist diese Lage Paradestück und Herausforderung gleichermaßen. Gerade bei der Lese käme es auf den richtigen Zeitpunkt an, damit einerseits tiefgründige, aber auch filigrane, frische Weine Jahr für Jahr entstehen.

Kies und sandige Lehmböden sind Garant für Weine mit etwas mehr Säure. Darüberhinaus dient der Lehmboden als Wasserspeicher für den Weißburgunder, der an seinen Untergrund etwas spezifischer Ansprüche stellt.

Die Lage Paradies ist das Paradestück der Familie Korrell / @ Foto: Weingut Korrell

Burgunder

Weine der hellen Burgundersorten brauchen sich nicht mehr hinter den roten Geschmackspaketen zu verstecken. Längst entstehen aus den weißen Vertretern körperreiche, harmonische Tropfen, die vom anspruchsvollen Begleiter bis zum sommerfrischen Solisten verschiedene Facetten des Genusses abdecken. 

Die Heimat des geschätzt 2.000 Jahre alten Pinots liegt zwischen dem Genfersee und dem Rhonetal. Mönche des Zisterzienserordens, die auch die Weingärten des Lavaux schufen, verbreiteten den Pinot durch die stetige Erschließung neuer Standorte ihrer Klöster in Europa.

Das Herz von Britta uns Martin Korrell hängt an ihren Weinbergen und natürlich an ihren vier Kindern / @ Foto: Weingut Korrell
Obwohl Pinot nicht unbedingt mutationsfreudig ist, entstanden jedoch im Laufe der Jahrhunderte unterschiedliche Spielarten. So sind der Grau- sowie Weißburgunder Mutationen des Pinot Noirs, während der Chardonnay einer natürlichen Kreuzung von Weißem Heunisch und Pinot entstammt. Inzwischen setzt man an der Nahe auf ebendiese Burgundersorten. Wobei der Chardonnay auf Platz 5 der Liste der weltweit meist angebauten Rebsorten rangiert. Dies ist wohl dem Umstand geschuldet, dass der Chardonnay der anpassungsfähigste der drei Protagonisten des Korrell “Steinmauer” ist.

Korrell Steinmauer

Die Reben für die Cuvée Steinmauer gedeihen bereits seit über 20 Jahren im Korrell’schen Paradies. Seit einiger Zeit richtet Martin Korrell seine Arbeit im Weinberg behutsam biodynamisch aus. Im Sommer streift man im Weingut Korrell durch die Rebzeilen und reduziert die Menge durch Ausdünnung des Traubenmaterials. So wurde nach der händischen Lese ein optimales Mostgewicht von 95° Oechsle erzielt. Das vollreife Traubenmaterial – jedoch ohne Botrytis – wurde nach 24 Stunden Maischzeit schonend gepresst und im Edelstahltank sowie im neuen 500 Liter Eichenholzfass vergoren. Den Weinen wurde überdies ein Feinhefelager von 10 Wochen zu teil.

Alles passt: Die Cuvée Steinmauer ist geradezu feingliedrig und überzeugt beim ersten Versuch. Bei einer Trinktemperatur zwischen 8 bis 10 Grad Celsius bereitet diese Burgunder-Cuvée viel Freude / © Redaktion FrontRowSociety.net
In einem über Wochen andauernden Prozess fand Martin Korrell den richtigen Zeitpunkt für das Zusammenfügen der drei Weine. Es entstand eine Cuvée mit einer stabilen Säurestruktur als Rückgrat. Dieser extraktreiche Weiße beherrscht das Spiel von Süße und Säure. Er duftet nach reifen Birnen und gelben Früchten. Dabei besticht der Korrell Steinmauer mit Noten von Brioche und Honig, ummantelt von einer filigranen Säure. Ganz ideal passt er zu Spargelgerichten, besonders zu grünem Spargel. Doch ebenso harmoniert er zu gegrilltem Lachs.
 
Korrell Steinmauer 2018 schmeckt auch schon vor dem Lachs in einem Glas von Gabriel / © Redaktion FrontRowSociety.net

Beschreibung: Steinmauer 2018 des Weinguts Korrell Johanneshof

Rebsorte: Weißburgunder, Grauburgunder, Chardonnay
Farbe: helles goldgelb
Nase: reife gelbe Früchte, Pfirsich
Gaumen: reife Birne, Brioche, cremiger Schmelz
Flascheninhalt: 750 ml
Alkoholgehalt: 13 % Vol.

Aus dem Hause Korrell trumpfen zwei besondere weiße Tropfen auf: Riesling “Paradies” sowie die Lagencuvée “Riesling Von den Grossen Lagen”. Martin Korrell beeindruckt ebenfalls mit dem Sekt Korrell Brut nature.

Drei Prachtstücke aus dem Hause Korrell: Steinmauer – der Burgunder, Paradies Riesling – das Herzstück, Von den Grossen Lagen – der Ausnahmewein / © Redaktion FrontRowSociety.net

Dieses ist ein redaktionell erstellter Artikel, der durch externe Unterstützung möglich gemacht wurde. Die Unterstützung hat jedoch keinen Einfluss auf den hier abgebildeten Inhalt. Es gilt der Redaktionskodex.

Print Friendly, PDF & Email