Geschätzte Lesezeit: 6 Minuten
Ob im eigenen Heim, im Hotel, dem Büro oder in Praxen eingesetzt, Düfte beeinflussen unsere Wahrnehmung und können das Wohlbefinden deutlich steigern. Die Düfte der HB Werkstätten für Keramik zeichnen sich durch ihr dezentes, jedoch betörendes Auftreten aus. Es sind Düfte, die einen Raum mit einem Hauch von zeitlosem Luxus füllen.
 
Die Duftkerzen in den kreisrunden Behältern 886 sorgen mit ihren drei Dochten für ein gemütliches Ambiente. Das Bouquet des Zedernholzes wirkt beruhigend und ausgleichend. Die Pulsfrequenz sinkt spürbar, was zu einem entspannten Gefühl sowie erholsamen Schlaf führt. Allesamt sind handgefertigte Unikate mit einem Durchmesser von 13,5 Zentimetern sowie einer Höhe von 7 Zentimetern. Verschiedene Dekore entsprechen jedem Einrichtungsstil und lassen sich natürlich wunderbar mit Geschirr und Dekorationsobjekten der HB Werkstätten kombinieren.
 
Betörende Raumdüfte im unnachahmlichen Original-Design von Hedwig Bollhagen / © Redaktion FrontRowSociety.net

Ausgewählte Duft-Produkte der HB Werkstätten für Keramik 

Dose 886 mit Soya Kerzenwachs und Zedernholz Dekor 900

Elfenbeinfarbende Streifen werden bei diesem Dekor durch quer spiralförmige schwarze Streifen unterbrochen. Hierbei wird der Einfluss des Bauhaus Stils besonders deutlich. Darüber hinaus besitzt dieses Muster einen hohen Wiedererkennungswert. Das zeitlos elegante Design entstand durch die Sgraffito-Technik und zeigt Hedwig Bollhagens Gespür für perfekte Symmetrie.
 
Das Dekor erinnert unweigerlich an die Bauhaus-Philosophie. Besonders elegant wirkt der geschwungene Docht, der aufgrund seiner Größe einen raumfüllenden Zedernduft hervorbringt / © Redaktion FrontRowSociety.net

Dose 886 mit Soya Kerzenwachs und Zedernholz Dekor 903

Die Kombination von Wellen und Quadraten schmeichelt dem Auge ebenso wie das Zusammenspiel von Schwarz und Elfenbein. Nicht umsonst sind Objekte von Deutschlands berühmtester Keramikkünstlerin bei Sammlern geschätzt und weltweit in Museen wie dem Guggenheim Museum in New York oder dem Musée des Arts Decorativ in Paris vertreten. Auch die Bauhaus-Museen in Dessau, Weimar und Berlin setzten Hedwig Bollhagen ein Denkmal.

Formvollendetes Wellenmuster wird durch Quadrate unterbrochen; Die in perfekter Symmetrie angelegten Muster sind ausnahmslos handgefertigt / © Redaktion FrontRowSociety.net

Dose 868 mit Soya Kerzenwachs und Zedernholz Dekor 912

Die etwas kleine Eindochtkerze verströmt ebenfalls einen angenehmen Duft von Zedernholz. Sie misst lediglich 10 Zentimeter Durchmesser und ist 6,5 Zentimeter hoch. Bei diesem außergewöhnlichen Design wird das Schwarz durch sandfarbene Streifen unterbrochen. Schwarze Streichholzköpfe unterbrechen wiederum in exakt gleichen Abständen die sandfarbenen Steifen.

Auch das Dekor 868 wurde von Hedwig Bollhagen designt. Noch heute wird es mithilfe der Sgraffito-Technik auf die Form gebracht / © Redaktion FrontRowSociety.net

Raumduft Violin 612 – 940

Der Duft Violin wird von einer Kopfnote aus frischen Gewürzen und Zitrusgewächsen geprägt. In der Herznote lassen sich Nuancen von Zeder und Lavendel vernehmen. Die Basisnote steuert würzig-holzig Noten von Patschuli und Moschus bei. Mit jenem Duft entsteht eine Atmosphäre voller Wärme und Behaglichkeit. Den Flakon 539 zieren sandfarbene Senkrechtbänder auf schwarzem Grund, um die im unteren Teil des Behälters ein schwarzes Querband mithilfe der Ritz-Technik aufgetragen wurde.

Elegant verpackte Duftkomposition Violin im Dekor 612 – 940, kreiert von den weltbesten Parfümeuren in Grasse / © Redaktion FrontRowSociety.net

Raumduft Violin 367 – 940

Bereits in den 1930er Jahren entwickelte Hedwig Bollhagen ihre Ritz-Technik und ihre beeindruckenden Dekore. Bis heute entsprechen sie dem Zeitgeschmack von Menschen mit dem Gefühl für alles Schöne. Auf dem Flakon mit der Nummer 539 unterbrechen sandfarbene dünne Linien im oberen Teil gerade und im unteren Teil spiralförmig das Schwarz des Behälters. Im Lieferumfang sind neben dem Flakon, der Raumduft sowie Duftöl Stäbchen enthalten.

Edles für ein wohliges Ambiente: der Raumduft Violin im Dekor 367 – 940 / © Redaktion FrontRowSociety.net

Die Raumdüfte der HB Werkstätten für Keramik gehören zu den exklusiven Raumdüften der Luxushotellerie, die den Aufenthalt in den per se noblen Häusern vom ersten Moment an verschönern.

Die wohl bedeutendste Keramikerin Deutschlands, Hedwig Bollhagen

Hinter der Abkürzung HB verbirgt sich die wohl bedeutendste Keramikerin Deutschlands, Hedwig Bollhagen. Die erste Goldmedaille erhielt sie auf der Weltfachausstellung 1937 in Paris für ihre außergewöhnlichen Arbeiten. Viele weitere Ehrungen folgten, wie beispielsweise das Bundesverdienstkreuz. Hedwig Bollhagen verstarb im Jahre 2001 – ihre Visionen aber leben weiter.

Heute hat im Leineschloss der Niedersächsische Landtag seinen Sitz
Hedwig Bollhagen wurde 1907 in Hannover geboren. Obwohl sie seit der Firmengründung im Jahr 1934 in Marwitz lebte, wurde sie 2001 in Hannover beigesetzt. Ansicht Leineschloss Hannover / © Redaktion FrontRowSociety.net

Im brandenburgischen Marwitz gründete Hedwig Bollhagen 1934 ihr Manufaktur. Bauhaus-Größen wie Theodor Bogler und Werner Burri oder der Werkbundkünstler Charles Crodel waren maßgeblich an der Ausarbeitung des zeitlosen Stils sowie neuer Techniken beteiligt. Genau jene Zeitlosigkeit von Form und Dekor machten die Designklassiker der HB Werkstätten weltberühmt. Der Nachlass von Hedwig Bollhagen wurde im Jahr 2015 auf die offizielle Liste der Nationalen Kulturgüter gesetzt und gehört fortan zu den kulturhistorisch wertvollsten Kunstwerken Deutschlands. Heute stehen die HB Werkstätten für hochwertige Design-Keramik. Die neuen Interpretationen der Originalformen und -dekore stellen die Zusammenführung von Kunst und Handwerk dar, ganz im Sinne der Gründerin, Hedwig Bollhagen und der Philosophie des Bauhauses.

blank
Die freischwingende Treppe im Foyer der historischen Bauhaus-Universität in Weimar: hier mit einer Installation weißer Ballons / © Redaktion FrontRowSociety.net

Exklusive Raumdüfte gepaart mit exklusivem Design

Was haben die Welthauptstadt der Düfte, Grasse, und die HB Werkstätten gemeinsam? Von ihnen darf man innovative Kreationen und exklusive Produkte erwarten, die den gehobenen Ansprüchen einer luxusgewöhnten Klientel gerecht werden. So kommt es nicht von ungefähr, dass die HB Werkstätten für Keramik ihre Düfte in Grasse kreieren lassen.

Liebevoll arrangierte Detail machen den besonderen Charme des Zara Spa aus
Düfte wirken direkt auf unser limbisches System – unbewusst, jedoch nachhaltig / © Redaktion FrontRowSociety.net

Für die Präsentation der außergewöhnlichen Düfte entwickelten die Designer der HB Werkstätten edle Dekore in großer Vielfalt. Zirka 35 Mitarbeiter kreieren bzw. fertigen Flakons und Dosen in aufwendiger Handarbeit. Einige von ihnen sind schon über 40 Jahre im Hause beschäftigt und hatten das Vergnügen, noch gemeinsam mit „HB” – so wurde Hedwig Bollhagen liebevoll genannt – persönlich zusammenzuarbeiten.

Aufgrund ihrer drei Dochte verwandelt die Duftkerze mit dem Dekor 903 jeden Raum in einen Ort der Gemütlichkeit / © Redaktion FrontRowSociety.net

Hedwig Bollhagen hatte einen kleinen Garten auf dem Firmengelände in Marwitz angelegt. Hierher stammt wohl auch ihre Liebe zu Düften und der Bezug, nun exklusive Raumdüfte in edler Design-Keramik zu kreieren. Aktuell produzieren die französischen Parfümeure in Grasse drei Raumdüfte, die als Duftöl oder als Kerzenwachs angewendet werden. In Marwitz erfolgt die Abfüllung des Duftöl in spezielle, lichtundurchlässige Ritz-Keramikflaschen. Die Kerzen werden allerdings in Frankreich hergestellt. Dafür wird der parfümierte Sojawachs in die zuvor aus Deutschland gelieferten Original Ritz-Keramikdosen eingegossen. Jeder Duftöl-Flakon und jede Duftkerze werden in der aufwendigen Ritz-Technik angefertigt.

Mit dem Ford Mustang ausgefahren: Im Hinterland der Côte d'Azur scheint die Zeit stehen geblieben zu sein
Auf der landschaftlich reizvollen Route Napoléon gelangt man in der Hauptstadt der Düfte, nach Grasse. Wir waren mit der Ford-Legende unterwegs, dem Ford Mustang / © Redaktion FrontRowSociety.net

Ritz-Technik

Die Ritz-Technik gehört zu den ältesten Verfahrensweisen, die bei der Verzierung von Gefäßen aus Keramik zur Anwendung kommen. Das Muster trägt der Künstler bereits vor dem ersten Brand auf. Ist das Objekt angefertigt, wird ein dünner Film von flüssiger Tonmineralmasse zum Einfärben aufgetragen. Anschließend ritzt man mit einem scharfen Spezialwerkzeug die gewünschten Ornamente ins Objekt. Diese werden im nächsten Schritt gebrannt und glasiert. Filigrane Muster und dem Bauhaus angelehnte Dekore zieren die formschöne Design-Keramik von Hedwig Bollhagen. Nicht nur unser olfaktorischen Wahrnehmung schmeichelt der Duft, das Äußere dieser Keramik berührt unseren Sinn für Ästhetik.

Schöne Dinge aus den HB Werkstätten für Keramik berühren unseren Sinn für Ästhetik / © Redaktion FrontRowSociety.net

Dieses ist ein redaktionell erstellter Artikel, der durch externe Unterstützung möglich gemacht wurde. Die Unterstützung hat jedoch keinen Einfluss auf den hier abgebildeten Inhalt. Es gilt der Redaktionskodex.

Print Friendly, PDF & Email
Vorheriger ArtikelRheinhessens erstklassige Winzer
Nächster ArtikelYamamoto Wrack im Dschungel von Bougainville
Andreas Conrad ist Herausgeber/Medieninhaber des Magazins FrontRowSociety