Im Jahr 2026 begeht die norditalienische Stadt Brescia ein außergewöhnliches Jubiläum: den 200. Jahrestag der Wiederentdeckung einer Bronzeschönheit, die fast eineinhalb Jahrtausende lang verborgen im Erdreich ruhte.
Als Archäologen im Jahr 1826 die Vittoria Alata – die geflügelte Siegesgöttin – unter den Ruinen der antiken Stadt ans Licht holten, war die Sensation perfekt. Der Fund gilt bis heute als eines der spektakulärsten archäologischen Ereignisse Norditaliens.

Experten gehen davon aus, dass die kunstvoll gearbeitete Bronzestatue einst im innersten Bereich eines römischen Tempels stand, jenem sakralen Raum, der nur wenigen Auserwählten zugänglich war. Die Vittoria Alata symbolisierte Macht, Triumph und göttlichen Schutz und dürfte eine zentrale Rolle im religiösen und politischen Selbstverständnis der damaligen Stadt gespielt haben.
Heute hat die Göttin einen neuen, würdigen Platz gefunden: In einem modernen Museumsbau innerhalb der UNESCO-Welterbestätte von Brescia thront sie als glanzvolles Bindeglied zwischen Antike und Gegenwart. Nach einer aufwendigen Restaurierung ist sie nun für alle Besucher zugänglich und zieht Kunst- und Geschichtsinteressierte aus aller Welt in ihren Bann.
Doch nicht nur die Vittoria lädt zum Staunen ein. Brescia selbst überrascht mit einer außergewöhnlichen Dichte an römischen Monumenten, mittelalterlichen Plätzen und venezianischer Architektur. Auch das Umland bietet mit sanften Hügeln, Weinbergen und der Nähe zu den oberitalienischen Seen vielfältige Entdeckungsmöglichkeiten.
Wer 2026 nach Brescia reist, feiert also nicht nur den Geburtstag einer antiken Ikone, sondern erlebt eine Stadt, in der Geschichte lebendig geblieben ist.





















































