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Die Éislek-Region im Norden Luxemburgs ist durchzogen von Tälern und Hochplateaus mit Panoramablick, von mittelalterlichen Burgen und idyllischen Dörfern. Wir sind unterwegs auf einem Teilabschnitt des 52 Kilometer langen Leading Quality Trails – Best of Europe. Der gesamte Trail lässt sich in drei Tagen bewältigen und führt von Ettelbrück bis Kautenbach. Es ist ein Wandervergnügen mit 2.000 Höhenmetern, das einen mit tollen Aussichten belohnt. Lee bedeutet auf Luxemburgisch Felskamm und davon bietet der Escapardenne Lee Trail reichlich.

Startpunkt der Tagesetappe ist Bourscheid-Moulin. Am Fluss Sauer gibt es verschiedenen Unterkunftsformen. Vom Hotel über Cottage-Suite mit Flussblick bis zum Campingplatz. Nur die Burg von Bourscheid ist nicht mehr bewohnt / © FrontRowSociety.net, Foto: Georg Berg
Startpunkt der Tagesetappe ist Bourscheid-Moulin. Am Fluss Sauer gibt es verschiedenen Unterkunftsformen. Vom Hotel über Cottage-Suite mit Flussblick bis zum Campingplatz. Nur die Burg von Bourscheid ist nicht mehr bewohnt / © FrontRowSociety.net, Foto: Georg Berg
Die Cottage Suiten des Cocoon Hotels La Rive sind ideal für einen naturverbundenen Urlaub. Die Cottages liegen direkt am Ufer der Sauer. Zwei Hotels mit Restaurantbetrieb sichern die Versorgung und gleich früh am morgen kann die Tour auf dem Escapardenne Lee Trail beginnen / © FrontRowSociety.net, Foto: Georg Berg
Die Cottage Suiten des Cocoon Hotels La Rive sind ideal für einen naturverbundenen Urlaub. Die Cottages liegen direkt am Ufer der Sauer. Zwei Hotels mit Restaurantbetrieb sichern die Versorgung und gleich früh am morgen kann die Tour auf dem Escapardenne Lee Trail beginnen / © FrontRowSociety.net, Foto: Georg Berg

Die mittlere Etappe des Escapadenne Lee Trails ist 19 Kilometer lang und mit gut 900 Höhenmetern auch die anspruchsvollste der drei Teilabschnitte durch die Éislek-Region. Es geht von Bourscheid-Moulin an der Sauer bis nach Hoscheid auf das Ardennen-Hochplateau. In Burscheid-Moulin gibt es zahlreiche Übernachtungsmöglichkeiten. Zwei Hotels, Cottage-Suiten mit Blick auf den Fluß und auch ein Campingplatz säumen das Ufer.

Auf dem Escapardenne Trail gewinnt man immer wieder Höhe und wird mit Blicken in die Landschaft belohnt / © FrontRowSociety.net, Foto: Georg Berg
Auf dem Escapardenne Trail gewinnt man immer wieder Höhe und wird mit Blicken in die Landschaft belohnt / © FrontRowSociety.net, Foto: Georg Berg

Für diese Etappe sollte man ein Lunch-Paket schnüren, denn Einkehrmöglichkeiten gibt es unterwegs keine. Verwunschene Waldwege, Felsvorsprünge, einsame Täler, Passagen mit blühendem Ginster und immer wieder ein Bergkamm mit guter Aussicht bieten aber viele Picknickmöglichkeiten. Das Zeichen der weißen Welle auf blauem Grund ist offizielles Logo des Trails und begleitet einen verlässlich auf der gesamten Strecke. Dazwischen gibt es immer mal wieder Etappen-Schilder des Escapardenne Lee Trails. Trotzt der guten Ausschilderung ist es empfehlenswert als eigenes Backup auch eine Wanderapp einzuschalten.

Der erste Steilanstieg aus dem Tal der Sauer ist geschafft. Das Zeichen der weißen Welle auf blauem Grund ist das offizielle Zeichen des Trails / © FrontRowSociety.net, Foto: Georg Berg
Der erste Steilanstieg aus dem Tal der Sauer ist geschafft. Das Zeichen der weißen Welle auf blauem Grund ist das offizielle Zeichen des Trails / © FrontRowSociety.net, Foto: Georg Berg
Eine Bank für die Brotzeit: Mit rund 19 Kilometern ist diese Tagesetappe die längste. Sie wird durch die Höhenmeter von Kamm zu Kamm zu einer tagesfüllenden Aktivität. Einkehrmöglichkeiten gibt es unterwegs kaum. Ein Lunchpaket sollte man dabei haben / © FrontRowSociety.net, Foto: Georg Berg
Eine Bank für die Brotzeit: Mit rund 19 Kilometern ist diese Tagesetappe die längste. Sie wird durch die Höhenmeter von Kamm zu Kamm zu einer tagesfüllenden Aktivität. Einkehrmöglichkeiten gibt es unterwegs kaum. Ein Lunchpaket sollte man dabei haben / © FrontRowSociety.net, Foto: Georg Berg

Hat man Burscheid hinter sich gelassen, ist der nächste Wanderstopp das Napoleonsknäppchen, auch Napoleonsbäumchen genannt. Es liegt auf einem Hochplateau und ist schon von Weitem sichtbar. Außer einem Baum und der Aussichtsplattform gibt es hier – fast – nichts anderes zu sehen. Ein Bauer hat aber einen riesigen und ebenfalls gut sichtbaren Misthaufen neben den Baum gesetzt. Das wirkt erstmal despektierlich, tut dem Baum an sich aber vielleicht gut.

Kurze Geschichtslektion am Napoleonsknäppchen. Hier wurde 1811 zu Ehren der Geburt von Napoleons Sohn ein Baum gepflanzt / © FrontRowSociety.net, Foto: Georg Berg
Kurze Geschichtslektion am Napoleonsknäppchen. Hier wurde 1811 zu Ehren der Geburt von Napoleons Sohn ein Baum gepflanzt / © FrontRowSociety.net, Foto: Georg Berg

Zurück zur geschichtlichen Bedeutung des Napoleonsknäppchen. Der ursprüngliche Baum wurde 1811 zur Ehren der Geburt des Sohnes von Napoleon Bonaparte gepflanzt. 1940 wurde dieser Baum von den Nazis gefällt. Aber nur ein Jahr später pflanzten die Anwohner jene Linde, die dort heute noch steht. Nach dem Ausflug über das Hochplateau geht es weiter durch im Juni üppig blühende Ginsterbüsche und zurück in den Wald.

Blühender Ginster säumt im Juni an vielen Stellen den Weg entlang des Escapardenne Lee Trails / © FrontRowSociety.net, Foto: Georg Berg
Blühender Ginster säumt im Juni an vielen Stellen den Weg entlang des Escapardenne Lee Trails / © FrontRowSociety.net, Foto: Georg Berg
Die Wanderung entlang schmaler Waldpfade ist Erholung pur / © FrontRowSociety.net, Foto: Georg Berg
Die Wanderung entlang schmaler Waldpfade ist Erholung pur / © FrontRowSociety.net, Foto: Georg Berg

Was nun folgt ist definitiv einer der Höhepunkte des Trails. Über einen steilen Pfad erklimmt man den Molberlee Kamm. Es ist ein schmaler gut 500 Meter lange Pfad. Nach links und nach rechts fällt der nur karg bewachsene Fels steil ab. Man geht über fast schon feinblättrige Schiefersteinplatten. Die Mollbier, zu deutsch Heidelbeere, gibt dem Grat seinen Namen. Dieser Punkt ist sicherlich einer der schönsten in den Luxemburger Ardennen. Die Etappe endet auf einem Hochplateau im Dorf Hoscheid.

Der Molberlee Grat. Hier führt ein schmaler Pfad rund 500 Meter lang über bröseliges Schiefergestein. Es geht, auch wenn das Bild es nicht so zeigt, recht steil zu beiden Seiten hinab / © FrontRowSociety.net, Foto: Georg Berg
Der Molberlee Grat. Hier führt ein schmaler Pfad rund 500 Meter lang über bröseliges Schiefergestein. Es geht, auch wenn das Bild es nicht so zeigt, recht steil zu beiden Seiten hinab / © FrontRowSociety.net, Foto: Georg Berg

Einsteigen bitte! Freie Fahrt durch Luxemburg

Die Éislek Region in den Luxemburger Ardennen ist eine von fünf Regionen, die wir zur Fuß erkundet haben. Die Strecken zwischen den Tagesetappen haben wir mit Bus und Bahn zurückgelegt. Luxemburg bietet seinen Einwohner wie auch Besuchern einen landesweit kostenlosen öffentlichen Personennahverkehr. Ticketschalter haben im Großherzogtum also ausgedient. Und mit dem landesweiten Angebot Move We Carry sind wir tagsüber völlig unbeschwert gewandert, während unsere Koffer mit dem Gepäckservice von Unterkunft zu Unterkunft reisen. Bis zu sechs Tage in Folge können online gebucht werden. Noch bis Ende September 2021 ist dieser Gepäckservice im Großherzogtum Luxemburg kostenlos.

Mit Move We Carry können Reisende im vorhinein den Gepäcktransport organisieren. Hier geht es zur Übersicht – Etappenreise durch Luxemburg

HIer geht es zur Etappe Das Müllerthal – über Felsen und durch Schluchten

Dieser redaktionell erstellte Artikel wurde durch externe Unterstützung ermöglicht, die jedoch keinen Einfluss auf den Inhalt hat. Es gilt der Redaktionskodex.

 

 

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Angela Berg ist Ressortleiterin Food bei FrontRowSociety - The Magazine